Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Sport im Norden Wichtiger Sieg im Abstiegskampf: HSG Ostsee bezwingt Braunschweig 24:22
Sportbuzzer Sport im Norden Wichtiger Sieg im Abstiegskampf: HSG Ostsee bezwingt Braunschweig 24:22
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:44 23.03.2019
Die Ostsee-Handballer bejubeln den Sieg gegen Braunschweig. Quelle: Agentur 54°
Anzeige
Grömitz

Abpfiff in der Ostholsteinhalle – und die Anspannung entlädt sich in einem Jubelschrei. Maximilian Folchert & Co. tanzen auf dem Spielfeld, die Fans feiern oben auf dem Rang. Und Coach Andreas Brüßhaber herzt Rückraumspieler Alex Mendle. Die HSG Ostsee N/G hat mit dem neuen Coach im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga ein wichtiges Signal gesetzt, den direkten Konkurrenten MTV Braunschweig mit 24:22 (13:11) bezwungen und damit die Abstiegsränge wieder verlassen.

Brüßhaber: „Mit 22 Gegentoren kann ich sehr gut leben“

Nach dem Einbruch, der Pleite bei Schlusslicht Flensborg und der Trennung von Trainer Thomas Knorr war der Druck bei der HSG groß. „Doch die Jungs haben das super gemacht“,war Brüßhaber zufrieden. „Die Einstellung hat zu hundert Prozent gestimmt. Mit 22 Gegentoren kann ich auch sehr gut leben. Im Abstiegskampf musst du über die Abwehr kommen“, ergänzte der 65-jährige Polizeibeamte a.D., der nach dem Knorr-Aus als Feuerwehrmann eingesprungen war.

Anzeige
Jan Ove Litzenroth sorgte für wichtige Tore, traf am Ende siebenmal. Quelle: Agentur 54°

Wichtige Litzenroth-Tore

In der Ostholsteinhalle war es mit gut 400 Zuschauern rappelvoll. Dafür sorgten auch die MTV-Fans, die mit einem Bus der Braunschweiger Eintracht-Kicker in den Norden gerollt waren. Und sie sahen einen Blitzstart der HSG. Reiter, Philippi & Co. zogen auf 7:2 (11.) weg. Gäste-Trainer Volker Mudrow, Lemgos ehemaliger Meistermacher, reagierte, nahm die erste Auszeit. Doch die HSG, der Aufsteiger, blieb vorn – 10:6 (17.). Wie so oft in dieser Saison folgte dem Hoch das Tief. Ballverluste, Fehlwürfe – im Vorwärtsgang mehrten sich die einfachen Fehler. Der HSG gelang zehn Minuten kein Tor. Und Braunschweig arbeitete sich Tor um Tor heran, war beim 10:10 (26.) auf Augenhöhe. In der Schlussphase der ersten Halbzeit war es vor allem Jan Ove Litzenroth, der mit zwei wichtigen Treffern Ostsee wieder in Vorhand brachte. Herausragend zudem: Torhüter Maximilian Folchert, der ebenso wie der Ex-Schwartauer im MTV-Tor, der 45-jährige Ariel Panzer, ein Top-Spiel zeigte.

HSG-Trainer Andreas Brüßhaber und Alexander Mendle freuen sich über den Sieg Quelle: Agentur 54°

Hektische Schlussphase

Die HSG startete nach der Pause konzentriert, legte ein 21:16 (45.) vor. Doch drei leichte Fehler ließen das Polster wieder schmelzen. Braunschweig war beim 20:22 (55.) dran. Die Schlussphase: hektisch. Kim Colin Reiter per Siebenmeter zum 24:20 (58.). Folchert hält einen Tempogegenstoß. Manndeckung Braunschweig – mit Erfolg. Der MTV verkürzt auf 22:24. Doch das erst 17 Sekunden vor Schluss. Ostsee zittert sich zum Sieg.

Kibat: „Die Mannschaft will“

Brüßhaber hofft, dass der Erfolg der Brustlöser im Kampf um den Klassenerhalt ist. Denn am Samstag gilt es im nächsten Abstiegs-Endspiel – in Hannover. Nico Kibat nach dem Spiel: „Die Mannschaft will. Wir haben gezeigt, dass wir bis zur letzten Minute kämpfen.“

HSG Ostsee N/G: Folchert, Noel – Schlichting 2, Nagorsen 2, Möller 1, Kibat 2/1, Jarik 3, Reiter 5/2, Viemann, Engelmann, Mendle, Barthel, Philippi 2, Litzenroth 7. Siebenmeter: 3/3 – 2/1. Zeitstrafen: 2 – 4.

Rainer Lennartz

Sportmix Badminton-Weltverband bestraft Trittaus Spitzenspieler - 18 Monate Sperre für Joachim Persson
21.03.2019