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Sportarten Bronze in Baku: Silas Beth knackt Uralt-Rekord
Sportbuzzer Sportarten Bronze in Baku: Silas Beth knackt Uralt-Rekord
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18:52 23.07.2019
Bronzegewinner Silas Beth (v.l.) mit dem siegreichen Franko Grgic (Kroatien) und dem zweitplatzierten Ungarn David Betlehem.
Bronzegewinner Silas Beth (v.l.) mit dem siegreichen Franko Grgic (Kroatien) und dem zweitplatzierten Ungarn David Betlehem. Quelle: Eugen Steffen/HFR
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Baku/Lübeck

Die Medaillenjagd beim European Youth Olympic Festival in Aserbaidschan geht munter weiter. Auch am zweiten Tag der EYOF-Schwimmwettbewerbe im Baku Aquatics Centre war der 15-jährige Silas Beth (SG Bad Schwartau) für deutsche Erfolgsmomente mehr als nur mitverantwortlich.

Erst mit der Staffel erfolgreich, dann solo auf Rekordkurs

Vormittags kraulte der seit 2017 am Hamburger Olympiastützpunkt beheimatete Ostholsteiner mit der Freistil-Mixed-Staffel über 4 x 100 m zum Vorlaufsieg, nachmittags schlug er im schnellsten Zeitlauf über 1500 m Freistil als Dritter an und sicherte sich in bärenstarken 15:20,58 Minuten Bronze. Damit pulverisierte der 1,96 Meter große Langstrecken-Spezi nicht nur seine erst vier Monate alte persönliche Bestzeit (15:40,85), sondern unterbot auch den 1980 (!) in Toronto vom Kölner Rainer Henkel (Jg. 1964) aufgestellten Deutschen Altersklassenrekord für 16-Jährige um satte 6,12 Sekunden.

Feierlaune am Kaspischen Meer

Bereits am Montag hatte Beth über 400 m Freistil in 3:52,63 Min. mit neuem DSV-Rekord für 16-Jährige die erste EYOF-Silbermedaille in Baku für das insgesamt 120-köpfige „Team D“ geholt. Da am Dienstagabend auch die deutsche Mixed-Freistilstaffel (allerdings ohne Beth) im Finale auf Platz drei schwamm, gab’s am Kaspischen Meer reichlich Grund zum Feiern für die DSV-Crew.

Lammert schmettert am Finale vorbei

Kirill Lammert (SC Delphin Lübeck), der sich in Aserbaidschan ebenfalls als dreifacher Deutscher Jugendmeister im Jahrgang 2003 mit Europas U18-Elite messen darf, hatte bei seinen ersten EYOF-Einsätzen über 200 m Schmetterling kein Glück: Als Vorlauf-Vierter (in 2:05,44) verpasste der 16-Jährige im Semifinale in 2:05,75 Min. als Gesamt-Zehnter den Endlauf um 88 Hundertstel. „Wir hatten über 200 Meter ohnehin nur wenig Hoffnung. Aber dafür wird jetzt am Donnerstag über 100 Meter voll angegriffen“, meinte Coach Eugen Steffen, der seinen SCD-Schützling vor Ort betreut und auf dessen Spezialstrecke mit einem Podestplatz liebäugelt.

Sind in Baku voll im Bilde: Budokan-Judoka David Ickes (r.) mit seinem niedersächsischen Trainingspartner Nicolas Kunze. Quelle: HFR

Meister Ickes geht auf Matte

Am Mittwoch ab 10.30 Uhr gilt’s in Baku für David Ickes: Der 17-jährige Lübecker Budokan-Judoka geht für Deutschland als U18-Meister unter 22 Mitstreitern in der Gewichtsklasse bis 55 kg auf die Matte und trifft im ersten Pool-Kampf nach einem Freilos auf den Kroaten Nikola Zorotovic. Läuft’s optimal, steht Ickes bereits nach drei Duellen (bzw. zwölf Minuten reiner Kampfzeit) im Finale. Doch der meinte am Dienstag nach seiner schweißtreibenden Laufeinheit mit Trainingspartner Nicolas Kunze nur: „Ich schaue mir mein Los erst am Mittwochmorgen an, weil man dann weniger aufgeregt ist . . .“

Andreas Oelker