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Sportarten Müllers Hawaii-Traum wird mit Ironman-Sieg in Mexiko wahr
Sportbuzzer Sportarten Müllers Hawaii-Traum wird mit Ironman-Sieg in Mexiko wahr
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10:57 27.11.2019
Ironman-Siegerehrung in Mexiko: Der Lübecker Simon Müller (23) ist bei den 18- bis 24-Jährigen die strahlende Nummer 1. Quelle: hfr
Cozumel

Eigentlich wollte Simon Müller (Tri-Sport Lübeck) „nur“ seine erfolgreiche Triathlon-Saison mit einem sportlichen Abstecher auf die mexikanische Karibik-Insel Cozumel, als kurzentschlossener Ironman-Debütant, abrunden. „Wenn’s total schief geht, hatte ich hier im Paradies einen schönen Zehn-Tage-Urlaub. Wenn’s optimal läuft, hole ich mir die WM-Quali für Hawaii 2020“, lautete die lockere Vorgabe des 23-jährigen Mitteldistanz-Experten mit Blick auf seinen ersten Start über den „langen Kanten“ – sprich 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und zum Abschluss noch ein Marathonlauf über 42,195 km . . .

Ironman-WM kompakt

Auf Hawaiiwird alljährlich im Herbst die Triathlon-WM über die klassische Ironman-Distanz veranstaltet. In diesem Jahr feierten Jan Frodeno und Anne Haug bei den Profis einen deutschen Doppelsieg. Cornelia Roth (Müssen) war 2019 bei den Amateuren die einzige Finisherin aus der LN-Region.

2020 geht’s in und um Kailua-Kona am 10. Oktober zur Sache.

Nähere Infos: www.ironman.com

Holsteiner Nordlicht glänzt in der Karibik

Dass Müller als Holsteiner Nordlicht am Ende trotz echt karibischer Bedingungen (Wasser 26 Grad, Luft 30 Grad im spärlichen Schatten) unter 2200 Startern und 1750 Finishern nach 8:45:02 Stunden mit gut 18 Minuten Vorsprung die Nr. 1 seiner Altersklasse (Männer 18-24 Jahre) wurde, sich damit einen Startplatz im Ironman-Mekka Kailua Kona ergatterte und als drittbester Amateur auf Platz 22 im Gesamtranking landete, hätte er selbst kaum zu träumen gewagt. Vor seinem Rückflug von Cancun via Frankfurt/Main nach Hamburg schildert der überglückliche Agegrouper der LN-Sportredaktion seinen Rennverlauf wie folgt:

Schwimmen mit Delfinen nach Sonnenaufgang

„Das Schwimmen war eine Punkt-zu-Punkt-Stecke mit starker Rückströmung, deshalb die schnellen Zeit von 51:19 Minuten. Mit kristallklarem Wasser, Delfinen und bunten Fischen im Ozean bei Sonnenaufgang war es definitiv das mit Abstand schönste Schwimmen, das ich je erlebt habe. Beim Radfahren habe ich mich zum Glück gut gepacet und war trotz der Hitze auf dem flachen Rundkurs in 4:41:02 Stunden schneller unterwegs als gedacht. Bis zum Halbmarathon konnte ich dann auf Platz 1 vorlaufen.

Alles im Griff: Der Lübecker Tri-Sportler Simon Müller (23) absolviert die drei Runden der 180 km langen, zum Glück flachen Radstrecke bei seinem ersten „echten“ Ironman-Start in 4:41:02 Stunden. Quelle: hfr

Mit Krämpfen als Erster ins Ziel

Aber auf der zweiten Hälfte wurde es unglaublich hart, weil ich mich mehrfach übergeben musste, nichts mehr im Magen hatte und auch nichts mehr aufnehmen konnte auf den letzten 14 Kilometern. Die letzten anderthalb Stunden waren definitiv das Härteste, was ich im Sport bisher erlebt habe. War einfach nur noch froh, dass ich es mit einer Laufzeit von 3:04:10 Stunden als Erster ins Ziel geschafft habe und nur bei den Verpflegungsstationen gegangen bin. Von den Magenkrämpfen und -schmerzen hatte ich leider noch am Tag danach etwas. Aber natürlich habe ich meinen Slot für die WM 2020 auf Hawaii angenommen. Davon abgesehen sind 8:45 Stunden einfach der pure Wahnsinn! Ich weiß gar nicht, ob es in der Altersklasse bisher jemals so eine schnelle erste Langdistanz gab.“

Heißer Marathon-Endspurt: Simon Müller beißt die Zähne zusammen und finisht nach insgesamt 8:45:02 Stunden. Quelle: hfr

Über Lübeck geht’s weiter nach Bahrain

So schnell, so gut: Doch Zeit zum Ausspannen bleibt Müller nach seiner Rückkehr in Lübeck kaum. Bereits am nächsten Mittwoch düst er schon wieder zum Ironman70.3 nach Bahrain – dann jedoch „nur“ als hauptberuflicher Redakteur des Fachmagazins „triathlon“ . . .

Von Andreas Oelker

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