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Sportarten Schwartaus Bundesliga-Girls visieren Gruppensieg an
Sportbuzzer Sportarten Schwartaus Bundesliga-Girls visieren Gruppensieg an
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18:07 13.11.2019
Nachname verpflichtet: Franziska Hochsprung feuert den Ball mit links aus der zweiten Etage des rechten Rückraums ab. Quelle: 54°/John Garve
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Bad Schwartau

Endlich ist es soweit! Die weibliche Jugend A des VfL Bad Schwartau freut sich auf ihr erstes Bundesliga-Heimspielwochenende in der durchaus turbulenten Handball-Saison 2019/20. Nachdem das von Olaf Schimpf und Nils Küssner gecoachte Team bereits im September mit überzeugenden Auswärtssiegen bei der HSG Blomberg-Lippe (27:22) und den Füchsen in Berlin-Reinickendorf (26:21) den Einzug in die Zwischenrunde perfekt gemacht hat, geht’s am Wochenende in der Ludwig-Jahn-Halle in den Vorrunden-Rückspielen „nur noch“ um den Sieg in Gruppe 3.

Schimpf weiß: „Das wird kein Selbstgänger.“

Doch im Ausblick auf die beiden Partien gegen Blomberg-Lippe (Sa., 16  Uhr), das mit 4:2 Punkten ebenfalls bereits das Ticket für die „Top 16“ gelöst hat, und die noch punktlosen Füchsinnen (So., 14 Uhr) stellt Schimpf klar: „Das wird vor allem gegen die HSG-Mädels kein Selbstgänger, denn bei unseren Auswärtssiegen mussten wir über die vollen 60 Minuten wirklich alles abrufen. Insofern ist am Wochenende wieder eine Top-Leistung vonnöten, um wie erhofft als Erster in die Zwischenrunde einziehen zu können.“

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Freude in Fernost: Beim Sanix-Cup in Fukuoka posieren Marah Löchel (l.) und Maya Grau nach dem Remis gegen die Meisterinnen aus Tokio in deren Dress – natürlich auch mit traditionellen „Hachimaki“. Quelle: VfL

Dass die Form stimmt, bewiesen die jungen VfL-Girls zuletzt in verschiedensten Konstellationen – von Japan bis Hannover. Zum einen kehrten Bad Schwartaus in der Oberliga noch makellosen U17-Mädels, deren „harter Kern“ längst auch zum Bundesliga-Kader gehört, Ende Oktober als ungeschlagener „Vize“ vom internationalen Sanix-Cup aus Fukuoka zurück. Dort trotzten sie der japanischen Meistermannschaft aus Tokio ein Remis ab. Zum anderen trugen die fortgeschrittensten VfL-Nachwuchskräfte am vergangenen Wochenende als „Doppelspielerinnen“ dazu bei, dass die ebenfalls von Olaf Schimpf trainierten Drittliga-Frauen des SC Alstertal-Lan­gen­horn mit dem 32:21 beim Hannoverschen SC ihren zweiten Saisonsieg einfahren konnten.

„Doppelspiel“ zahlt sich für beide Seiten aus

Der 51-jährige Leistungskoordinator der Schwartauer Mädels (von U15 bis U19) sagt mit einem Lächeln: „Es macht sich halt für beide Seiten bezahlt, dass Leonie Schumacher, Angelina Saur, Maya und Shayenne Grau, Judith Tietjen, Marla Math­wig, Verona Adusei und nicht zuletzt Franziska Hochsprung frühzeitig wertvolle zusätzliche Erfahrungen im Erwachsenenbereich sammeln. Das gilt in ähnlicher Form natürlich auch für Franziska Hänisch, Marit Kaps und Casey Baynes, die wechselweise für die Oberliga-Frauen des ATSV Stockelsdorf auf Torejagd gehen . . .“

Geglückte Generalprobe gegen „Team Alberta

Dass die Schwartauerinnen aber auch alle gemeinsam im VfL-Dress ziemlich kräftig an einem Strang ziehen können, bewiesen sie zuletzt am Montagabend bei einem munteren Trainingsspielchen gegen eine Frauen-Auswahl aus der kanadischen Provinz Alberta. Nach dem lockeren 35:24-Sieg über die befreundeten Gäste aus Nordamerika, die im Rahmen ihrer alljährlichen Europa-Tournee wieder einmal in Bad Malente-Gremsmühlen campieren, meinte Schimpf: „Das war eine runde Angelegenheit und zugleich eine gelungene Generalprobe für unser kommendes Bundesliga-Wochenende.“

Schumacher verletzt, Hochsprung beim DHB-Lehrgang

Zur aktuellen Personallage bei den VfL-Mädels: Bis auf Torhüterin Leonie Schumacher, die als Vertreterin des Jahrgangs 2004 eigentlich noch zur B-Jugend gehört, aufgrund einer Knöchelverletzung aber auch den nächsten DHB-Kaderlehrgang der U15-Auswahl (18. bis 21.11.) absagen musste und im Sommer nach Buxtehude wechselt, ist Schwartau wohl komplett. Denn Franziska Hochsprung absolviert zwar seit Montag in Kienbaum einen weiteren DHB-Lehrgang mit der U18-Elite. Doch der endet am Donnerstag. Und so geht Schimpf davon aus, „dass Franzi gesund zurückkehrt und uns im rechten Rückraum wieder verstärken kann.“

Jugend-Bundesliga kompakt

Bei den U19-Girls haben sich vor dem dritten und letzten Vorrunden-Gruppenspieltag bereits neun der insgesamt 32 Bundesliga-Teams (in acht Vierer-Staffeln) für die Zwischenrunde der Top 16 (werden in vier Vierergruppen aufgeteilt) qualifiziert.

Titelverteidiger Borussia Dortmund und Bad Schwartaus VfL-Girls können sich nach „erfüllter Pflicht“ am Wochenende bereits ebenso locker auf die Zwischenrunde einwerfen wie der HC Leipzig, Buxtehude, Werder Bremen, Blomberg-Lippe, TuS Metzingen, VfL Oldenburg und TV Nellingen.

Der Rostocker HC, die Füchse Berlin Reinickendorf, AMTV Hamburg und die HSG Rodgau Nieder-Roden können die Runde der besten 16 Teams indes nicht mehr erreichen.

Von Andreas Oelker