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Sportarten „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Wipperfeld
Sportbuzzer Sportarten „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Wipperfeld
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14:17 22.02.2019
Kilasu Ostermeyer tritt mit dem TSV Trittau gegen Wipperfeld und Lüdinghausen an. Zwei Teams, in denen ihre internationalen Doppelpartner spielen. Quelle: 54°/John Garve
Trittau

Ihre restlichen Spiele in der regulären Saison können die Badminton-Bundesligisten inzwischen an einer Hand abzählen. Fünf Matches sind es noch, dann sind die ersten Entscheidungen gefallen: Wer steigt (als Tabellenletzter) direkt ab? Wer muss (als Vorletzter) in die Relegation? Wer hat den Ligaverbleib sicher? Und wer kann dank eines Platzes unter den Top-6 nach 18 Spieltagen noch – über die Playoffs – in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen? Die Spieler des TSV Trittau können an einer Hand abzählen, dass die Playoffs derzeit fünf Punkte entfernt sind. Und doch richtet sich der Blick vor den Heimspielen gegen den 1. BC Wipperfeld (Sa., 15 Uhr) und Union Lüdinghausen (So., 15 Uhr) nur auf den Abstiegskampf.

„Vorentscheidendes Wochenende“

Das betont auch Sabina Persson, Trittaus Badminton-Abteilungsleiterin und Teammanagerin in Personalunion. Sie würde den Erfolgsdruck für ihr Team zwar gern gering halten, muss aber doch zugeben: „Man kommt nicht umhin, von einem vorentscheidenden Wochenende im Kampf um den Klassenerhalt zu sprechen.“ Das sieht ihr Sohn Nikolaj Persson genauso: „Jeder kann die Tabelle lesen. Speziell das Spiel gegen Wipperfeld hat eine besondere Bedeutung, beim Fußball würde man von einem Sechs-Punkte-Spiel sprechen.“

Die Gäste aus dem Oberbergischen, bei denen der Vorsitzende Andreas Lamsfuß ein Team um seinen Sohn, Nationalspieler Marc Lamsfuß, aufgebaut hat, liegen mit elf Punkten auf Relegationsplatz 9 einen Zähler hinter Trittau. „Gegen sie sollten wir gewinnen, die Chancen stehen gut“, ist Persson zuversichtlich. Sein Team habe sich gefunden, das 5:2 in Freystadt sei ein „Meilenstein“ gewesen, habe „etwas mit dem Teamgeist gemacht“.

„Blindes Vertrauen entwickelt“

Nikolaj Persson sieht sein Team seit dem 5:2-Erfolg in Freystadt in der Erfolgsspur. Quelle: Agentur 54°

Dazu das jüngste 4:3 bei BW Wittorf vor zwei Wochen – „somit haben wir jetzt nach vier Rückrundenspielen schon so viele Punkte geholt wie in der gesamten Hinrunde“, verweist Persson und liefert die Erklärung gleich mit: „Wir haben uns als Team gefunden, ein blindes Vertrauen entwickelt.“ Ein punktloses Wochenende (wie zuletzt bei den 2:5-Niederlagen in der Hinrunde gegen beide Teams) schließt Persson quasi aus. „Zwei Punkte sollten es schon sein, am besten gegen Wipperfeld. Mit drei wäre ich zufrieden, mit vier super glücklich.“

Doch auch die Wipperfelder wittern ihre Wochenend-Doppelchance. Am Tag nach dem Spiel in Trittau treten sie bei Schlusslicht Wittorf an – und orientieren sich selbstbewusst nicht nur an Trittau, sondern auch an Fun-Ball-Dortelweil auf Platz 7 mit derzeit 13 Punkten: „Die beiden Teams möchten wir gerne bis Saisonende noch überholen“, ließ Andreas Lamsfuß unlängst wissen. Zuversichtlich stimmt ihn dabei nicht nur die gute Form des frischgebackenen deutschen Vizemeisters im Einzel, Samuel Hsiao, sondern auch die Tatsache, dass das Vorzeigedoppel Mark Lamsfuß/Jones Ralfy Jansen wieder gemeinsam spielen kann.

Lamsfuß/Jansen als Wipperfelds Hoffnungsträger

Lamsfuß hatte zuletzt großen Anteil am deutschen EM-Silber bei der Team-Mixed-EM in Kopenhagen. In dieser Woche erreichte er bei den Spain Masters in Barcelona im Doppel mit Bischmisheims Marvin Seidel das Halbfinale. Ob er dennoch rechtzeitig zum Punktspiel in Trittau ist, bleibt abzuwarten. Jansen kam in Barcelona nicht so weit, schied im Doppel mit Hauke Graalmann (Horner TV) ebenso in der ersten Runde aus wie im Mixed. Dort hatte er an der Seite von Kilasu Ostermeyer verloren. Beide sind von den Bundestrainern am Leistungszentrum in Saarbrücken bis auf weiteres als Mixed-Paar zusammengestellt worden – und stehen in Trittaus Gymnasiumsporthalle auf verschiedenen Seiten des Courts.

Gergely Krausz dürfte für Trittau im Einzel und Doppel spielen. Quelle: Jürgen Nuppenau

Ob sie gegeneinander spielen, ist derweil nicht sicher. Denn Jessica Hopton ist nach ihrer Fußverletzung laut Teamchefin Persson wieder fit – und eine Alternative für Trittaus Mixed. Bei den Herren ist Gergely Krausz wieder dabei. Bei den Herren ist Gergely Krausz wieder dabei. Der Ungar schied bei den Austrian Open in Wien am Freitag noch „rechtzeitig“ aus, um pünktlich in Trittau sein zu können. Auf der Damenseite ruhen die Hoffnungen zudem wieder auf Priskila Siahaya, die im Hinspiel gegen Wipperfelds Ya Lan Chang – und tags darauf auch gegen Lüdinghausens Yonne Li verlor, anschließend aber eine Serie mit acht Einzelerfolgen hinlegte und seither unbesiegt ist.

Christian Schlichting

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