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Badminton 18 Monate Sperre für Joachim Persson
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21:17 21.03.2019
Der in Trittau aufgewachsene Joachim Persson spielte zuletzt seit 2017 wieder für den TSV in der Bundesliga. Aktuell kuriert der 35-Jährige eine Sprunggelenkverletzung aus. Quelle: Jürgen Nuppenau
Trittau/Kopenhagen

Ausgerechnet vor dem Saisonfinale in der Badminton-Bundesliga mit den Auswärtsspielen beim 1. BC Bischmisheim in Saabrücken (Samstag, 18 Uhr) und beim 1. BV Mülheim (Sonntag, 15 Uhr) wird der abstiegsbedrohte TSV Trittau von einer Entscheidung des Weltverbandes BWF überrascht und in der Vorbereitung des Wochenendes gestört, die ihren (derzeit verletzten) Spitzenspieler Joachim Persson betrifft: Der 35-jährige Däne wurde auf Empfehlung des Ethik-Rats des Badminton-Weltverbandes mit einer 18-monatigen Sperre für alle Tätigkeiten im Badminton belegt.

Dem ältesten Sohn der Trittauer Badminton-Familie Persson wird angelastet, „die Regeln im Kampf gegen illegale Sportwetten und Spielabsprachen verletzt“ zu haben, weil er zwei diesbezügliche Vorfälle nicht zeitnah gemeldet hatte. Mit seiner Entscheidung, seine Bankdaten nicht preiszugeben, habe er zudem nicht vollumfänglich mit dem BWF zusammengearbeitet.

„Verband musste einen Erfolg vorweisen“

Persson sieht sich allerdings als Opfer eines Verbandes, der „viel Geld in die Hand genommen“ habe, „um im Kampf gegen Matchfixing Erfolge präsentieren zu können“. Das Internationale Olympische Kommitee (IOC) hatte den Badminton-Weltverband dazu gedrängt, nachdem es bei den Sommerspielen 2012 in London im Frauen-Doppelwettbewerb erkennbar Ergebnisabsprachen gegeben hatte. „Der BWF hat viel Zeit und Geld in meinen Fall investiert. Nach zweieinhalb Jahren mussten sie einen Erfolg nachweisen, obwohl ich in den Befragungen alles entkräften konnte.“

Der ehemalige Weltklassespieler war stets offen damit umgegangen, auf Badmintonspiele gewettet zu haben – im Rahmen des Erlaubten. Also nicht auf eigene Matches und nicht auf Spiele bei Turnieren, an denen er teilnahm. Als 2016 Wetten auf jegliche Badmintonspiele für Badmintonspieler verboten wurden, habe er damit aufgehört – und alles durch Vorlage seiner Wettkonten nachgewiesen. Sogar zusätzliche Statements von Buchmachern, dass nie etwas Suspektes bei Matches erkennbar war, auf die Persson gewettet hatte, brachte er bei.

Keine Beweise für Matchabsprachen

Matchfixing“ wird Persson inzwischen nicht mehr vorgeworfen. Dafür gebe es keine Beweise, bestätigte der BWF. Sein Fehlverhalten bestehe aber darin, den Weltverband nicht umgehend über zwei Vorfälle unterrichtet zu haben. Der erste trug sich 2014 zu, als Persson vom Freund seines malaysischen Gegners telefonisch angefragt wurde, ob er den ersten Satz verlieren könne. Persson habe abgelehnt (er gewann in 2:0-Sätzen). Als er später einem vermeintlichen Freund davon per WhatsApp berichtet hatte, habe der den Chat-Verlauf an den BWF geschickt. Den zweiten Fall enthüllte Persson selbst, um bei den „Matchfixing“-Befragungen seine Haltung zum Thema zu belegen: Ein Mexikaner hatte den wetterfahrenen Persson gefragt, ob er (der Mexikaner) Geld auf sein eigenes Match setzen solle. Persson berichtete dem BWF, er habe den jungen Spieler gesagt, dass man damit nicht spaße.

Persson: BWF reagierte nicht auf vorherige Hinweise

Weil „nie etwas passiert“ sei, als er zuvor schon verdächtige Matches an den BWF gemeldet hatte, „und ich auch in diesen beiden Fällen keine Beweise hatte“, habe er den Verband nicht informiert, so Persson. Das sei ein Fehler gewesen, gesteht er inzwischen ein.

Dennoch sieht er sich als Bauernopfer. Ob er gegen die Sperre vorgeht, hat er noch nicht entschieden. „Ich habe 21 Tage Zeit. Aber schon jetzt hat mich mein Anwalt etwa 10 000 Euro gekostet. Da hat der BWF ganz andere finanzielle Möglichkeiten.“ Am Donnerstagabend trat Persson im dänischen TV auf. Um sich zu erklären, und vielleicht auch, um einen finanzstarken Unterstützer für seinen Fall zu gewinnen.

Christian Schlichting

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