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Badminton Trittau auswärts zum Punkten verdammt
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18:00 18.01.2019
Nikolaj Persson ist bisher mit seiner Saisonbilanz nicht zufrieden und will am Wochenende möglichst auswärts zweimal punkten. Quelle: FOTO: 54°
Trittau

Die Hausapotheke war gefragt, auch Salbei und Kamille kamen mehrfach zum Einsatz. Es war ein Wettlauf mit der Zeit, doch nun scheint es, als könne mit Nikolaj Persson wenigstens einer der drei Brüder im Team des Badminton-Bundesligisten TSV Trittau am so wichtigen Doppelspieltag aufschlagen. Am Samstag bei Fun-Ball Dortelweil, tags darauf beim TSV Freystadt (jeweils 15 Uhr) – „unser Ziel muss es sein, dort zu gewinnen“, weiß der 27-jährige Linkshänder des Tabellenvorletzten, der unter der Woche wegen seiner starken Erkältung nur eingeschränkt trainieren konnte.

Schon beim jüngsten 3:4 gegen Refrath war der einstige Einzelspezialist, der inzwischen auf eigenen Wunsch hin ausschließlich Doppel und Mixed spielt, geschwächt angetreten. Wieder einmal. Doch mit gesundheitlichen Einschränkungen allein will er seine bisher eher enttäuschende Saisonbilanz von 4:6 Siegen nicht erklären. Der Einstieg ins Berufsleben, „eine schlechte Balance zwischen Job und Badminton“ habe dazu geführt, dass bisher „die Leistungsschwankungen zu groß waren“. Drei verschiedene Doppelpartner in bisher neun gespielten Erstliga-Matches, dazu ein misslungenes „Mixed-Revival“ mit Kilasu Ostermeyer, mit der er im vergangenen Februar DM-Silber geholt hatte – all das sind auch Hinweise, dass die Trittauer ihre Stammaufstellung noch nicht gefunden haben. Was „auch, aber nicht nur“, so Persson, mit den ständigen Ausfällen im Team zu tun hat.

Erneut Kader-Umstellungen nötig

Auch an diesem Wochenende müssen die Kader des Erst- und des Zweitliga-Teams (das am Samstag, 15 Uhr, den Horner TV erwartet und Sonntag, 14 Uhr, beim BC Hohenlimburg spielt) wieder neu sortiert werden. Nach Joachim Persson (Sprunggelenk-Fraktur) fällt auch Jonathan Persson (Patellasehnenverletzung) längerfristig aus, zudem hat sich nun auch noch Jessica Hopton mit einer Fußverletzung für mindestens zwei Wochen abgemeldet.

David Jones spielt für Trittaus Zweite gegen Horner TV und in Hohenlimburg. Quelle: Juergen Nuppenau

Immerhin: Ihr englischer Landsmann Matthew Clare und auch der Ungar Gergely Krausz sind wieder dabei. Als Hopton-Ersatz fliegt nun Fee Teng Liew aus England nach Frankfurt, trifft dort das Team und soll an beiden Tagen an der Seite von Kilasu Ostermeyer (die ihre Augenentzündung der Vorwoche auskuriert hat) im Damendoppel zum Einsatz kommen. Dass die Umbuchung (ursprünglich sollte Fee über Düsseldorf nach Trittau kommen und in der TSV-Zweiten spielen) das ohnehin schmale Saisonbudget der Trittauer zusätzlich belastet, musste Abteilungsleiterin Sabina Persson in Kauf nehmen. Sie verzichtete aber aus denselben Gründen darauf, David Jones anstelle ihres kränkelnden Sohnes Nikolaj für die Erste einzuplanen. „Das wäre dann nochmal richtig teuer geworden. Und Nikolaj sagt, er ist rechtzeitig fit.“

Gegner haben Trittau überholt

Emilie Juul Möller (hier noch im Trikot des TSV Trittau) gewann bisher noch kein Spiel für ihren neuen Klub Fun-Ball Dortelweil. Quelle: Agentur 54°

Mit Dortelweil und Freystadt haben die Trittauer zwei Teams vor der Brust, die in den vergangenen Jahren stets deutlich hinter dem TSV rangierten. Doch seit dieser Saison leisten sich die Hessen aus Bad Vilbel mit dem Russen Vladimir Malkov und dem Bulgaren Daniel Nikolov zwei neue Topspieler, die ebenso regelmäßig zum Einsatz kommen wie auf der Damenseite Yee Yap, Schwester der malayischen Spitzenspielerin Rui Chen Yap. Die Ex-Trittauerin Emilie Juul Möller wartet indes noch auf ihren ersten Sieg für Fun-Ball.

Freystadt hat bei Herren und Damen die Nummer eins ausgetauscht. Und zumindest die Estin Kristin Kuuba ist mit 14 Siegen in 14 Spielen eine echte Verstärkung. Dennoch ist Teammanagerin Persson mit ihrem Sohn einig: „Wenn wir in der Liga bleiben wollen, müssen wir punkten, mindestens zwei, möglichst drei Zähler holen am Wochenende.“

Christian Schlichting

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