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Beachvolleyball Beachvolleyball-DM in Timmendorfer Strand: Thole/Wickler wird weitere Teilnahme untersagt
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10:27 01.09.2019
Das Viertelfinale wurde um 20.25 Uhr abgesagt – wegen Dunkelheit. Ein Novum in 27 DM-Jahren. Quelle: Jens Kürbis
Timmendorfer Strand

Das Feuerwerk über der Seebrücke von Timmendorfer Strand entfaltete die letzten Sterne über der Ostsee, als die Absage kam: Um kurz vor 24 Uhr sagten Julius Thole und Clemens Wickler ihre auf sieben Uhr am Sonntagmorgen angesetzte Wiederholung des Viertelfinals gegen Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms ab. Die Vizeweltmeister, die Titelverteidiger, sind bei den Deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften raus aus dem Rennen, belegen Platz fünf.

Thole/Wickler: Betreuerteam untersagt weitere Teilnahme

Der offizielle Grund: „Aufgrund der körperlichen Probleme von Julius, die sich schon am Ende des Spiels angedeutet haben und des von den Veranstaltern angedachten Spielplans, hat unser Betreuerteam uns eine weitere Teilnahme am Turnier untersagt. Uns, aber auch unseren Betreuern, ist die Bedeutung dieser Absage bewusst. Es tut uns unendlich leid, insbesondere für unsere großartigen Fans, aber unsere Gesundheit wurde hier höher priorisiert“, teilte das Team mit. Ein möglicher Hintergrund: Thole/Wickler wollen auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2020 nichts riskieren. In der kommenden Woche können die Hamburger beim Weltserienfinale in Rom ihr Olympia-Ticket für 2020 vorzeitig lösen, bräuchten dafür einen neunten Platz.

Abbruch – Novum in 27 DM-Jahren

Zurück nach Timmendorfer Strand, wo ihre Viertelfinalpartie am Samstagabend für hitzige Diskussionen und ein Novum gesorgt hatte. Der dritte Tag der Beachvolleyball-Meisterschaften 2019, er geht in die Geschichte ein. Um 20.25 Uhr wurde das dramatische Viertelfinale wegen Dunkelheit abgebrochen. Ein Novum in 27 DM-Jahren Timmendorfer Strand. Thole/Wickler hatten die Partie nach siegreichem ersten Satz (21:9) aus der Hand gegeben, lagen nach verlorenem zweiten Satz (22:24) im dritten 13:14 zurück.

Clemens Wickler im Anflug. Die zweite Viertelfinalchance sagte er mit Julius Thole in der Nacht ab. Quelle: Agentur 54°

Krimi im Halbdunkel

Ein Krimi im Halbdunkel: Nach abgewehrtem ersten Matchball und einem Medical-Time-Out von Thole (Oberschenkel-Probleme) wehrten die Hamburger den zweiten Matchball ab. Doch Harms beschwerte sich. Ein Scheinwerfer hatte ihn geblendet. Diskussionen, Pfiffe der 6300 Zuschauer auf dem immer noch ausverkauften Center Court. Statt 14:14 hieß es plötzlich 13:14. Dann entschieden die Schiris nach minutenlangen hitzigen Diskussionen mit den Spielern und Offiziellen: Abbruch. „500 bis 1000 Lux braucht es unter Naturlicht. Der gemessene Luxwert lag im dritten Satz beim Stand von 5:5 bei 600 Lux und sank zunehmend. Zum Zeitpunkt des Abbruchs waren es noch 150 Lux“, ließ die Turnierleitung verlauten. 150 Lux, die hat eine Fahrradlampe. Die Regel, die folgte: Eine Partie wird nach vier Stunden Pause neu angesetzt.

Coach Koreng: „Haben sich schon auf der Zielgeraden gesehen“

Eric Koreng, Trainer von Thole/Wickler, konsterniert: „Abbruch. So etwas gab es noch nie. Die Jungs haben sich selbst im Weg gestanden, sich auf der Zielgeraden gesehen.“ Auch über den „Scheinwerfer-Punkt“ ärgerte er sich: „Diese Regel gibt es nicht.“ Die Vizeweltmeister erhielten so eine zweite Chance. Und das am Sonntagmorgen um 7 Uhr auf Court 2 – auch das hat es noch nie gegeben. Doch das Novum löste sich mit der Absage in der Nacht in Luft auf.

Von Jens Kürbis

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