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Sportmix Famoses Rüder-Comeback mit „Compagnon“
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19:33 24.06.2019
Auf dem Sprung zum ersten Heimsieg beim Großen Preis des Kaufhauses Stolz: Der Wahl-Münsterländer Hans-Thorben Rüder (46) gewinnt für den Fehmarnschen RRV mit „Compagnon“ das finale Stechen. Quelle: Julia Widder/HFR
Fehmarn

Prüfend ging der Blick auf die digitale Anzeigetafel, erst dann reckte er die Faust in den blauen Sommerhimmel, strahlte übers ganze Gesicht und genoss die Begeisterung auf den Tribünen und Traversen rings um den Martin-Stolz-Platz. Hans-Thorben Rüder, Springreiter mit Wohnsitz in Greven, aber nach wie vor Mitglied des Fehmarnschen RRV, hat sich mit dem 13-jährigen „Compagnon“ endlich den Wunsch erfüllt, im heimischen Festival-Parcours den Großen Preis des Kaufhauses Stolz zu gewinnen.

Umjubelter Coup nach Enttäuschung

Schon oft hatte der 46-jährige Sohn von Thomas und Annegret Rüder vergebens Anlauf genommen. Nun sagte er: „Ich war ja schon ganz schön oft dicht dran. Dass es diesmal endlich geklappt hat, darüber freue mich wirklich riesig.” Auch, weil es ein echtes Comeback für seinen Wallach war. „Er war und ist aktuell mein Erstpferd, war aber verletzt”, erklärte der Wahl-Münsterländer. „Wir haben fast ein ganzes Jahr lang kein Turnier bestritten, und es ist super, wie er aus dieser Pause zurückgekommen ist. Ich bin wirklich froh, dass ich ihn hab’. Er ist ein richtig blütiges Pferd und kann Dinge, die nicht viele Pferde können.” Der Coup glückte Rüder fast 24 Stunden nach einer Enttäuschung: Im Holsteiner-Masters-Preis mit „Singu“ fiel ausgerechnet am letzten Sprung noch eine Stange: „Ich war sehr enttäuscht, weil ich ein Super-Stechen hatte, alles im Vorwärts – und das war nur der Hauch eines Fehlers. Da sind die Rollos bei mir ’runtergegangen.” Umso mehr strahlte Rüder dann am Sonntag.

Czwalina und Stecher haben das Nachsehen

Seine Klubkollegin Inga Czwalina hatte im Großen Preis mit „Adagio de Talma“ in 42,75 Sekunden vorgelegt, und Natalia Stecher aus Heide stach am Ende mit „Fürst Rainer“ (40,31) noch etwas schneller als Fehmarns Top-Amazone. Doch an die Topzeit von „Compagnon“ (39,16) reichten beide nicht heran. Sechs von 29 Paaren hatten das Stechen der mit 10 000 Euro dotierten Drei-Sterne-Hauptprüfung erreicht. Mit dem Sieger freute sich auch das Gros der 2500 sonntäglichen Turnierbesucher. Richtung Westfalen brach Hans-Thorben Rüder allerdings erst am gestrigen Montag auf, der Sonntagabend gehörte den Eltern auf Fehmarn: „Für die Familie hatte ich bislang viel zu wenig Zeit.”

Turnierchef Köhlbrandt zieht positive Bilanz

Ein wenig Zeit nahmen sich Turnier- und Vereinschef Hinrich Köhlbrandt und seine Mitstreiter, um eine erste Bilanz zu ziehen. Und die barg für die Organisatoren Erfreuliches. Organisation und Abläufe funktionierten und machten Köhlbrandt zufrieden: „Das Resümee kann nur gut sein. Wir haben schon viele wirklich schöne Turniere hier gehabt, aber dieses hier gehört sicherlich in die allererste Kategorie. Ich denke, das ist eines der drei besten Turniere, die wir je hatten.”

5000 Fans pilgern zum Grünen Weg

Insgesamt 5000 Pferdesportfans vom Festland und von der Insel pilgerten aufs Turniergelände, vor allem am Samstag und Sonntag kamen die Festival-Zuschauer in Strömen. Weltweit konnte via Live­stream im Internet verfolgt werden, was sich auf dem Turniergelände am Grünen Weg in Burg tat. Genau dort soll auch im Olympiajahr 2020 wieder das Fehmarn-Pferde-Festival stattfinden. Geplant ist laut Köhlbrandt das dritte Juni-Wochenende: „Da müssten schon außergewöhnliche Gründe eintreten, damit wir das ändern.”

Alle Turnier-Ergebnisse unter www.reiten-auf-fehmarn.de

Martina Brüske

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