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Sportmix Festival-Fieber grassiert auf Fehmarn
Sportbuzzer Sportmix Festival-Fieber grassiert auf Fehmarn
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18:42 19.06.2019
Vor Heimkulisse in Siegerlaune: Sven Gero Hünicke startet am Samstag mit „Sunshine Brown“ als Titelverteidiger im S**-Springen um den mit 4000 Euro dotierten Holsteiner-Masters-Preis. Quelle: Julia Widder/HFR
Fehmarn

Gut 500 Mitglieder zählt der Fehmarnsche Ringreiterverein und ist damit einer der größeren Reitvereine im Lande. Etliche dieser Mitglieder sind von Donnerstag bis Sonntag beim Fehmarn-Pferde-Festival im Grünen Weg in Burg im Einsatz, und das ist auch notwendig. Denn der Sport findet an vier Tagen auf zwei Plätzen und in der Reithalle statt. Und zwar von morgens bis abends, weil wieder so viele Gäste kommen: Die Meldelisten umfassen aktuell 509 Reiter und 1172 Pferde.

Fehmarns Turnier – wie ein Rundum-Soglos-Paket“

Fehmarns Turnier hat ein Standing – das ist wie ein Rundum-Sorglos-Paket”, sagt Thomas Voß aus Schülp, einer der Vorzeigereiter aus Schleswig-Holstein von internationaler Klasse. Er muss es wissen, ebenso wie Jörg Kreutzmann aus Schretstaken: „Das ist dort alles sehr familiär, sehr gute Bedingungen und ein breites Prüfungsangebot gibt es auch. Fehmarns Turnier hat sich immer weiterentwickelt, die sind nicht stehen geblieben.”

Über 2000 Starts in 52 Prüfungen

Schon wenige Wochen vor dem Turnierbeginn konnte Vereinschef Hinrich Köhlbrandt 2000 Startplätze vermelden, was gleichbedeutend ist mit gut ausgelasteten Starterfelder in 52 Prüfungen. Schließlich ist das „FPF“ ein Aushängeschild für den Pferdesport und die Organisationskraft auf der Ostseeinsel. Das begann schon früh. „Ich glaube es war 1949 oder 1950, da hatte Fehmarn ein erstes Sommerturnier”, erinnert sich der pensionierte Lehrer, „und daraus hat sich dann das heutige Festival entwickelt.”

Kai und Mathies Rüder starten diesmal Kreuth

Zwei lokale Größen sind diesmal ausnahmsweise nicht dabei: der Blieschendorfer Allrounder Kai Rüder und dessen Sohnemann Mathies. Da Rüder junior erstmals bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter in Kreuth starten darf, hilft der gut berittene Vater und WM-Starter dem Spross bis Samstag in der bayrischen Oberpfalz mit „Libero“ auf die Sprünge und verzichtet dafür aufs Pferde-Festival vor der Haustür. Mit Kari Gunzenhäuser, die als Auszubildende auf dem Hof von Marina Köhncke auch deren Top-Pferd „Let’s Dance“ für den RV Badendorf sattelt, und Tom Körner (RFV Schlamersdorf) mit „Chip Chap“ vertritt somit ein vielseitiges Youngster-Trio die LN-Region in Kreuth.

Hünicke hat Appetit auf Preisgeldkuchen

Doch zurück nach Fehmarn: Dort können sich die Fans darauf verlassen, dass ihr „Jungstar“ Sven Gero Hünicke wieder am Start ist. Der 21-Jährige wurde am vergangenen Sonntag beim bundesweiten U25-Springpokal im Rahmen der DM in Balve Dritter und darf sich als zweimaliger Deutscher U21-Meister nun auf großer Bühne im Pokalfinale beim CHIO in Aachen (12.-21.7.) beweisen. Als letztjähriger Sieger des Fehmaraner S**-Springens im Rahmen der Holsteiner-Masters-Serie will sich der angehende Pferdewirt mit „Sunshine Brown“ diesmal ein ähnlich großes Stück vom Preisgeldkuchen sichern – und am Sonntag auch im Drei-Sterne-Springen um den 2018 von Jule Lüneburg gewonnen Großen Preis des Kaufhauses Stolz angreifen . . .

Zeiteinteilung kompakt

Donnerstag, 20. Juni

8.00: Springpferdeprfg. Kl. A*

14.00: Springpferdeprfg. Kl. M

14.00: Dressurprfg. Kl. L, Trense

14.00: Springprfg. Kl. M*, Kl. Tour

16.00: Springprfg. Kl. M*, Youngster

Freitag, 21. Juni

8.00: Springprfg. Kl. M**, Mittl. Tour

10.30: Dressurprfg. Kl. M**

12.00: Springprfg. Kl. M**, Youngster

12.15: Springprfg. Kl. M*, Kl. Tour

13.30: Dressurprfg. Kl. M*

15.45: Springprfg. Kl. S*, Gr. Tour

16.30: Dressurprfg. Kl. L, Trense, JUN (Qualifikation LVM-Cup)

Sonnabend, 22. Juni

8.30: Springprfg. Kl. S*, Mittl. Tour

12.15: Zwei-Phasen-Springprfg. Kl. S* (Youngster Tour)

12.00: Komb. Abteilungswettkampf

12.30: Stilspringprfg. Kl. L, nur JUN (Qualifikation LVM-Cup)

14.00: Dressur Kl. S*, Prix St. Georges

15.00: Stilspringprfg. Kl. M*, (Quali für NW-Championat, DJM-Sichtung)

15.15: Aufmarsch der Reitabteilungen

15.45: Fohlenchampionat Ostholstein

16.30: Springen Kl. S** m. Siegerrunde (Gr. Tour, Holsteiner Masters)

Sonntag, 23. Juni

8.30: Zeitspringen Kl. M**, Last Chance

8.45: Springen Kl. S* m. St., JUN/JR

10.00: Stilspringprfg. Kl. M* m. Stechen (Finale NW-Championat S-H)

10.30: Springprfg. Kl. S* m. Stechen (Preis Volksbank OH Nord-Plön)

12.15: Springprfg. Kl. M*, Team-Cup

13.30: Dressur Kl. S**, Intermed. I - Kür

15.15: Springprfg. Kl. S*** (Großer Preis des Kaufhauses Stolz)

Komplettes Programm und Starter­listen: www.reiten-auf-fehmarn.de

„Pferdeleute sorgen für Top-Bedingungen“

Und was genau zieht alljährlich Profis aus ganz Norddeutschland, Amateure und Jugendliche zum Fehmarn-Pferde-Festival? Thomas Voß, der Turnierplätze von Klein Flottbek bis Spruce Meadows in Calgary kennt, spricht vom „Rundum-Sorglos-Paket”, der Mischung aus Sportprogramm, persönlicher Ansprache und Urlaubsflair. „Man bleibt meistens gleich auf der Insel und fährt mit den Pferden nicht hin und her”, erklärt der 60-Jährige. Ein gewichtiges Argument sei für die Teilnehmer die Ansprache und die Kompetenz. Der Nationenpreisreiter: „Wir wissen, dass das Turnier von Pferdeleuten gemacht wird, die sich immer bemühen, Top-Bedingungen zu schaffen. Zudem gibt es von allen stets eine persönliche Ansprache. Auch Fehmarns Reiter sprechen uns andere immer an, wenn das Festival naht. Alles zusammen hilft dabei, immer wieder Sichtungen auf die Insel zu holen.” So wird diesmal im Burger Springparcours für die Jugend-DM (Children, Junioren, Junge Reiter) gesichtet.

Basis stets im Blick behalten

Und trotz großer Prüfungen wie dem Holsteiner-Masters-Preis am Samstag (Preisgeld 4000 Euro) oder dem mit 10 000 Euro dotierten Großen Preis am Sonntag, verlieren die Veranstalter nie die Basis aus den Augen. Und so ist dank Führzügelklasse, Stilgeländeritt, Abteilungsreiten oder Ringreiter-Wettbewerb auf allen drei Prüfungsplätzen an allen vier Tagen ’was los.

Martina Brüske/Andreas Oelker

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