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Sportmix Handballmänner spazieren ins Achtelfinale
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19:22 17.01.2017
Deutschlands Tobias Reichmann (M) wirft auf das Tor von Torhüter Manaf Al Saeed. Quelle: dpa
Rouen

Trotz einer teilweise schlampigen Abwehrleistung sind die deutschen Handballer im Schongang ins WM-Achtelfinale spaziert. Mit dem mühelosen 38:24 (21:13) gegen Saudi-Arabien erreichte der Europameister vorzeitig die K.o.-Runde und übernahm in der Gruppe C wieder die Tabellenführung. Nächster Gegner der Bad Boys ist an diesem Mittwoch (17.45 Uhr) Weißrussland, ehe es am Freitag gegen den punktgleichen EM-Dritten Kroatien um den Gruppensieg geht.

Vor 3700 Zuschauern in Rouen waren Steffen Fäth mit sechs Toren sowie Kai Häfner und Julius Kühn (beide 5) die besten Werfer für die DHB-Auswahl, die in der Defensive ungewohnte Schwächen offenbarte und auch im Angriff einiges liegen ließ. Der Schlendrian verhinderte ein ähnliches Schützenfest wie am vergangenen Sonntag beim 35:14 gegen Chile.

Heinevetter steht im Tor

Wie erwartet rückte Silvio Heinevetter, der nach seiner überragenden Leistung beim Auftaktsieg gegen Ungarn im zweiten Turnierspiel eine Verschnaufpause erhalten hatte, wieder zwischen die Pfosten. Der Berliner Keeper erlebte jedoch eine frustrierende Partie. Gleich die ersten drei Würfe der Saudis musste der 32-Jährige passieren lassen, und auch im weiteren Spielverlauf bekam er kaum einen Ball zu fassen.

Das lag aber auch daran, dass die vorne von Beginn an auftrumpfenden Bad Boys hinten die Zügel arg locker ließen. Der Außenseiter nutzte die Lücken immer wieder zu leichten Toren. Nach gut 20 Minuten war dann Schluss für Heinevetter, der bis dahin nur zwei von elf Würfen pariert hatte.

EM-Held Wolff platzt der Kragen

Sigurdsson brachte EM-Held Andreas Wolff, doch auch der Kieler konnte die Fehler seiner Vorderleute oft nicht mehr ausbügeln. Angesichts der ungewohnten Schwächen platzte Wolff kurz vor der Pause der Kragen – laut motzend forderte er seine Mitspieler zu mehr Konzentration auf. Kurz vor Schluss humpelte er dann angeschlagen vom Parkett.

Pfundiger Torwart: Mit 137 Kilogramm hat der saudi-arabischer Torhüter Manaf Alsaeed die Deutschen vor gewichtige Probleme gestellt. Quelle: imago

In Gefahr geriet der Europameister, der den Ausfall des verletzten Paul Drux locker verschmerzen konnte, dennoch in keiner Phase der einseitigen Partie.

Nach dem Wechsel schonte Sigurdsson einige Stammkräfte wie Kapitän Uwe Gensheimer, der wieder alle Siebenmeter sicher verwandelte, und Patrick Groetzki. Der Vorsprung des DHB-Teams wuchs dennoch stetig an, was der Bundestrainer an der Seitenlinie mit teilweise regungsloser Miene zur Kenntnis nahm. Auch Sigurdsson weiß: Das Turnier geht für seine Mannschaft erst am Freitag so richtig los.

Von RND/dpa

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