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Sportmix Nach Friedrichs Abgang: Pankofer neuer VfL-Geschäftsführer
Sportbuzzer Sportmix Nach Friedrichs Abgang: Pankofer neuer VfL-Geschäftsführer
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22:12 07.11.2019
Am 27. Mai 2016 wurde Daniel Pankofer (M.) von Michael Friedrichs (l.) beim VfL als Spieler verabschiedet. Jetzt tritt er dessen Nachfolge als Geschäftsführer des Handball-Zweitligisten an. Quelle: 54°/Felix König
Lübeck/Neuss

Einen Tag nach der offiziell verkündeten Trennung vonMichael Friedrichs hat Handball-Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau einen Nachfolger gefunden: Daniel Pankofer (39), der am Donnerstag vom Geschäftsführer-Posten beim Drittligisten Rhein Vikings zurückgetreten ist, tritt vermutlich am 1. Januar seinen Job als hauptamtlicher Geschäftsführer beim VfL an. Das bestätigte am Donnerstag Abend Thomas Görß, der bis dahin die Geschäfte beim Handball-Zweitligisten führen wird.

Friedrichs wollte bei E.on Hanse bleiben

Zunächst hatte man Friedrichs den hauptamtlichen Posten angeboten, doch der wollte seinen Job beim Energieversorger E.on Hanse in Rendsburg nicht aufgeben. „Und es war klar, dass die vielschichtigen Aufgaben nicht mehr nebenbei zu leisten sind. Das geht nur noch mit einem hauptamtlichen Geschäftsführer. Es ist einfach zu viel Arbeit“, erklärte Görß, der stellvertretende Beiratsvorsitzende der HM Handball Marketing Spielbetriebs GmbH & Co.KG, auf der Mitgliederversammlung des Lübecker Sport-Sponsoren-Pools „Klub 111“.

Vom Spielfeld auf den Chefsessel

Nach der Saison 2017/18 beendete Pankofer seine aktive Karriere bei den Vikings und übernahm den Posten des Geschäftsführers bei „einem der spannendsten Projekte im deutschen Handball“. Der gebürtige Nürnberger hatte sich in seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften aufs Controlling spezialisiert.

Vikungs müssen Insolvenz anmelden

Im Februar 2018 hatte der Klub jedoch Insolvenz anmelden müssen. Ein Grund für den Absturz: Die „Sportstadt Düsseldorf“ hatte dem Verein Geldhahn zugedreht. Sehr zum Ärger von Pankofer: „Das hatte ich mir anders vorgestellt“, gab er damals gegenüber den LN zu. Städtische Vorwürfe, im Klub sei unprofessionell gearbeitet worden, wies er zurück.

„Wir hätten die schwarze Null geschafft. Wir waren auf einem guten Weg.“ Aber mit dem Ausstieg der Stadt („ein mittlerer fünfstelliger Betrag“) kehrten auch stadtnahe Firmen den Vikings den Rücken. „Und das Loch war dann schon sechsstellig. Das konnten wir nicht mehr auffangen.“

Alle Spiele, alle Ergebnisse und die Toptorschützen – die Saison 2019/20 des VfL Lübeck-Schwartau in der großen Bilder-Rückschau.

Handball-Projekt der Metropolregion gescheitert

Das große Projekt, in der Metropolregion Richtung erste Liga durchzustarten, war gescheitert. Mit einem Schnitt von gut 700 Besuchern in der schmucken Castello-Arena (3000 Zuschauer) wurde es auch nicht wirklich angenommen. Pankofer: „Die Halle war für uns zu groß. Man wollte da einfach zu schnell zu viel.“ Der 39-Jährige blieb trotzdem bei den Vikings, konsolidierte den Verein sportlich als aktueller Siebter in der 3. Liga West. Von der ersten Liga träumt man jedoch längst nicht mehr, dafür fehlt einfach das Geld.

Pankofer passt genau ins Schwartauer Profil

Der 39-Jährige spielte von 2014 bis 2016 für den VfL, ging dann zu den Rhein Vikings. „Wir haben uns für Daniel Pankofer entschieden, weil er haargenau in unser Konzept passt“, so Görß, der auch erst im Auto auf dem Weg zur Klub-111-Versammlung von der neuen Entwicklung erfahren hatte. „Wir mussten auf die Freigabe der Vikings warten und freuen uns jetzt, dass wir den Posten schneller besetzen können als wir uns das erhofft hatten.“

Mehr zum VfL Lübeck-Schwartau lesen Sie auf unserer Themenseite zum Handball-Zweitligisten.

Von Christoph Staffen

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