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Rudern Doppelvierer im Finale und auf Olympiakurs Tokio
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20:15 29.08.2019
Der Doppelvierer mit Hans Gruhne (v.l.), Max Appel, Timo Piontek und Karl Schulze steht im WM-Finale. Quelle: dpa
Linz

Olympia-Ticket gelöst, die WM-Medaille im Visier – der Möllner Max Appel und die ehemalige Ratzeburger Internatlerin Frieda Hämmerling sorgten mit ihren Doppelvierern bei der Ruder-Weltmeisterschaft in Linz-Ottensheim für deutsche Lichtblicke. Hämmerling („Wir hatten uns vorgenommen, direkt von Anfang an nach vorne zu fahren und das Rennen zu gewinnen“) führte ihr Quartett mit dem Sieg im Hoffnungslauf ins Finale am Samstag (15.14 Uhr). 16 Minuten später ist Appel dran. Beide Doppelvierer nehmen somit Kurs auf Tokio 2020.

Appel: „Medaille bleibt das Ziel“

„Das Boot ist qualifiziert. Jetzt müssen wir beweisen, dass wir auch da hineingehören“, erklärte Appel. Wohlwissend, dass die Besetzung erst im Olympia-Vorfeld festgelegt wird. Die Argumente wollen Appel & Co. schon jetzt liefern. „Die Medaille bleibt das Ziel, auch wenn es sauhart wird.“ Im Halbfinale belegte der Doppelvierer Rang zwei hinter Holland. „Die waren da eine Klasse für sich. Wir haben unseren Platz aber souverän ’rausgefahren. Da geht im Finale noch etwas“, kündigte Appel an. Auch Disziplintrainer Marcus Schwarzrock ist froh, das Olympia-Ticket in der Tasche zu haben. „Mit dem Rennen bin ich allerdings noch nicht zufrieden. Die schnellen Bedingungen liegen uns aber auch nicht so. Aber drei Sekunden hinter den Niederlanden ist zu viel. Dennoch Hut ab vor der Leistung der Niederländer. Im Finale müssen wir dann Vollgas geben.“

Frauen-Achter verpasst Finale

Das Finale und somit die direkte Olympia-Quali hat der Frauen-Achter mit Steuerfrau Larina Hillemann (Lübecker RG) als Hoffnungslauf-Vierter klar verpasst. Nach 500 m betrug der Rückstand auf Rang zwei knapp 1,5 Sekunden. Im weiteren Rennverlauf konnten die Athletinnen von Trainer Werner Nowak den Anschluss halten, aber keine Meter gut machen. Nach 1500 m war der Abstand nach vorne weiter angewachsen, keine Chance mehr für das deutsche Boot, um die zwei Finalplätze mitzurudern. Im B-Finale am Sonntag geht es dann um eine gute Platzierung. Die deutsche Flotte muss so in sieben von 14 Bootsklassen im Mai in die olympische Nach-Qualifikation.

Marie-Louise Dräger ist ins Finale gerudert. Quelle: dpa

Dräger mit Start-Ziel-Sieg ins Finale

Stark: Die gebürtige Lübeckerin Marie-Louise Dräger stürmte im nicht-olympischen leichten Einer mit einem Start-Ziel-Sieg ins Finale am Freitag. Die 38-Jährige setzte sich früh von der Konkurrenz ab und kontrollierte das Feld von der Spitze. „Mein Plan war zu zeigen, dass es nur über mich geht. Ich bin die 1.000 m gut angegangen, dann konstant und kontrolliert gefahren“, erklärte Dräger nach dem Rennen.

Von Jens Kürbis

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