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Rudern Überraschung: Olympia-Kandidatin Schanze steigt aus dem Boot
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20:10 11.10.2019
Anna Calina Schanze (r.) und Tabea Schendekehl hatten beim Weltcup in Rotterdam als schnellster deutscher Zweier das B-Finale gewonnen, Quelle: DRV/Seyb
Ratzeburg

Schon nach der Weltmeisterschaft in Linz war sie Fragen zur konkreten Zukunft ausgewichen, nun hat sie nach reiflicher Überlegung ihren Entschluss gefasst: Anna Calina Schanze vom Ratzeburger Ruderclub macht Schluss mit dem Leistungssport. Statt Olympia 2020 ins Visier zu nehmen, will sich die 23-Jährige künftig auf ihr Masters-Studium in Kopenhagen konzentrieren.

„Entscheidung fällt mir nicht leicht“

„Diese Entscheidung fällt mir nicht leicht und ich habe mir die nötige Zeit genommen, um sie sorgfältig zu fällen“, erklärt die Lauenburgerin, die bei den jüngsten Weltcups in Rotterdam und Posen im Zweier ohne Steuerfrau mit Tabea Schendekehl in den B-Finals die Plätze eins und zwei belegt hatte und bei der Weltmeisterschaft Dritte im C-Finale wurde.

Unvergessliche und erfüllte Ruderjahre

„Hinter mir liegen unvergessliche und erfüllte Ruderjahre mit Erinnerungen an die Anfänge im Ruderclub, das Sportinternat Ratzeburg, die U19- und U23-Nationalmannschaft und das studienbegleitende Ruderprogramm der Uni in Seattle, in den USA“, blickt „Calli“ Schanze unter anderem auf vordere Ränge bei Deutschen Jugend-Meisterschaften sowie Platz eins bei der U19-Weltmeisterschaft im Achter (2014) und Platz drei bei der U23-WM im Vierer (2017) mit ihrer Schwester Annemieke zurück.

„Bleibe dem Rudern verbunden“

„In diesem Sommer waren mit dem dramatischen Gewinn der US-Uni-Meisterschaft und die Zeit in der deutschen A-Nationalmannschaft zwei besondere Höhepunkte meiner Ruderkarriere“, ergänzt Schanze und erklärt: „Ich bleibe weiterhin dem Rudern verbunden, wenn auch mit anderen Zielen. Ich bin unglaublich dankbar für all das, was mein Sport mir ermöglicht hat: Von Freunden aus aller Welt und Erfolgen zu Erfahrungen und Möglichkeiten.“

Von Christoph Staffen

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