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Segeln 130. Travemünder Woche: 1300 Segler aus 15 Nationen am Start
Sportbuzzer Sportmix Segeln 130. Travemünder Woche: 1300 Segler aus 15 Nationen am Start
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18:40 12.07.2019
Gedränge an der Tonne. Die O’pen Bic, die sich jetzt O’pen Skiff nennen, küren vor Travemünde ihren Europameister. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

Die ersten Pagodenzelte rings um das „Clubhaus Leuchtenfeld“ stehen bereits. In sechs Tagen ist es soweit – dann eröffnet Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau mit dem traditionellen „Heißt Flagge“ die Travemünder Woche (TW). Rund 1300 Segler aus 15 Nationen sind mit 685 Booten in 22 Klassen (plus Segel-Bundesliga und Junioren) bei der 130. Auflage am Start.

Absage für J22, J24 und 49er FX

„Das sind die Zahlen nach Ablauf der Meldefrist. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit ein paar Nachzüglern noch die 700 Boote knacken. Dann wären auf dem Vorjahresniveau“, erklärt TW-Sportchef Jens Kath, der allerdings drei Klassen absagen musste. Neben den J22 und J24 betrifft dies auch die olympischen 49er FX der Frauen. „Das ist enttäuschend, da die Klassenvereinigungen im Vorfeld großes Interesse bekundet hatten. Aber drei FX-Meldungen, zwei davon sogar aus Russland, und zwei J24 sind einfach zu wenig.“

Der Berliner Finn-Segler Phillip Kasüske (24) startet als Sieger der Kieler Woche in Travemünde. Quelle: dpa

Kieler-Woche-Sieger Kasüske am Start

Gesegelt wird vom 20. bis 28. Juli auf acht Bahnen. Das größte Feld mit 87 Booten stellt die Flotte der Laser Radial, die ihre internationalen deutschen Jugend-Meister küren. Das internationalste Feld bringen die O’pen Skiff (Bic) mit 80 Booten aus sechs Nationen an die Startlinie. Die jugendlichen Talente küren vor Travemünde ihren Europameister. Ebenfalls erfreulich: 37 olympische Finn Dinghy haben gemeldet, darunter Kieler-Woche-Sieger Phillip Kasüske (Berlin), der Olympia 2020 in Tokio im Visier hat.

Nach 14 Jahren IDM im Seesegeln

Die Höhepunkte am ersten Wochenende sind die Rennen der Segel-Bundesliga – mit 18 Erstligisten und 24 Junioren-Teams, darunter auch das des Lübecker Yacht-Clubs. Die Rennen werden live auf die Leinwand am Strand übertragen, von Experten, wie ZDF-Frontmann Alexander Ruda, aufbereitet und kommentiert. TW-Sportchef Kath freut sich auf das zweite Highlight ganz besonders – die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Seesegeln. „Nach mehreren erfolglosen Anläufen hat es nach 14 Jahren wieder geklappt, die IDM nach Travemünde zu holen“, erklärt Kath. 38 Yachten haben gemeldet. Los geht es am Samstag (20. Juli) mit der Langstrecke. „Wir erwarten da gegen 24 Uhr die ersten Boote im Ziel.“ Die zwei Tage darauf sind Up & Downs geplant, ehe am Dienstag die Mittelstrecke die Meisterschaft beendet. Kath: „Das Programm ist nicht in Stein gemeißelt. Wir werden da je nach Windvorhersagen flexibel reagieren.“

Langstrecke mit Start in der Trave

Trotz der IDM halten Kath & Co. an einer Extra-Langstrecke am 25. Juli fest. „Dafür haben bisher 17 Yachten gemeldet. Damit sind wir zufrieden.“ Das Rennen ist als Nacht-Wettfahrt geplant. Kath: Wir planen den Start in der Trave – das wird wieder spektakulär.“

Jens Kürbis

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