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Segeln Premiere der 2.4mR, aber Bundesliga macht einen Bogen um Travemünder Woche
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19:13 18.12.2019
Die 2.4mR-Klasse mit Heiko Kröger feiert 2020 TW-Premiere. Quelle: imago
Lübeck

Noch sind es mehr als 200 Tage bis zur 131. Travemünder Woche (17. bis 26. Juli 2020). Das Programm für die zweitgrößte Segelwoche der Welt ist aber schon jetzt festgezurrt. „Es wird wieder ein Feuerwerk an Meisterschaften geben. Wir erwarten gut 1000 Boote, stoßen damit an unsere Grenzen. Noch eine Klasse mehr bekommen wir jetzt nicht mehr unter“, berichten TW-Geschäftsführer Frank Schärffe und Sportchef Jens Kath.

Feuertaufe für neuen Passathafen

Zur TW 2020 gibt es dabei eine vielbeachtete Premiere: Die ehemalige paralympische Klasse 2.4mR mit Paralympics-Sieger Heiko Kröger ist zum ersten Mal am Start, kürt als inklusive Klasse ihren Europa- und Deutschen Meister. „Dank des neuen Passathafens, der damit auch seine Feuertaufe in punkto Barrierefreiheit erleben wird, ist es für uns endlich möglich, die Klasse ins Programm aufzunehmen“, erklärt Schärffe, „das ist für uns ein Highlight, eine tolle Sache.“

13 Titelkämpfe vor Travemünde

Noch ein Höhepunkt: Mit dem Kommando „Heißt Flagge“ zur TW-Eröffnung am 17. Juli starten seegehende Yachten vor der „Passat“ in die erste Hanse-Baltic-Challenge. Die Route der Langstrecke führt zunächst nach Stralsund, nach einer Übernachtung dann rund um die Insel Rügen und zurück nach Travemünde. „Das sind um die 300 Seemeilen. Wir erwarten die ersten Boote nach vier Tagen zurück“, erklärt Kath. Mit insgesamt 13 Titelkämpfen ist die TW deutschlandweit wieder einmal die Woche der Meisterschaften. Die RS-Flotte, eine Jollenklasse, kürt gleich drei Weltmeister (Feva, 500, Aero) sowie einen europäischen Champion (RS Terra).

Hochleistungssegeln zum Anfassen: Direkt vor der Travepromenade starteten 2019 die Offshore Double Handed Boote in die erste Internationale Deutsche Meisterschaft. Quelle: Wolfgang Maxwitat

Segel-Bundesliga: Nur ein Event im Norden

Einen Rückschlag gibt es für Kath & Co. dennoch. Die Segel-Bundesliga macht nach sieben Jahren zum ersten Mal einen Bogen um Travemünde. Der Grund: Da den Ligamachern (Hamburger Agentur Konzeptwerft) Titelsponsor Kraftwerk und Audi von Bord gegangen sind, gibt es ab 2020 ein neues Regionalkonzept, um Logistikkosten für den Transport der J70-Boote zu sparen. Heißt: Los geht es mit zwei Events im Süden (Chiemsee, Bodensee), im Sommer folgen zwei in Berlin. Ab September wird die Saison dann im Norden beendet. Nur: Für die zwei letzten Spieltage wurde bisher nur Hamburg mit dem NRV als gastgebenden Club als Finalort gefunden. „Alle anderen haben abgewunken, auch wir als Lübecker Yacht-Club. Das ist als Einzelevent für uns nicht zu stemmen“, erklärt Kath. Er findet es gerade nach dem Erstliga-Aufstieg des LYC-Teams „sehr bedauerlich. Auch, dass es so 2020 kein Seeevent für die Liga geben wird.“

Champions League vor Travemünde?

Der Schmerz über den Bundesliga-Verlust sollte sich für die TW aber in Grenzen halten. Kath & Co. sind in Gesprächen über ein Event der Champions League. Kath: „Dann würden bis zu 24 europäische Top-Klubs kommen, inklusive der besten deutschen Vereine.“ Das wäre mehr als nur ein Ersatz.

Von Jens Kürbis

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