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Segeln Lübecker Segler-Verein in Kiel überraschend auf dem Podium
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19:54 16.09.2019
Der LSV segelt e in Kiel aufs Podium – mit Justus Sauer (v.l.), Stefan Kössling , Steuermann Sönke Boy und Niklas Reisenauer.   Quelle: DSBL/Lars Wehrmann
Kiel

Der Lübecker-Segler-Verein (LSV) hat seinen Höhenflug in der 2. Segel-Bundesliga im letzten Rennen des Kieler Spieltages gekrönt. „Mit Kratzen und Beißen“, so Steuermann Sönke Boy, hat der LSV Rang drei im 16. Rennen verteidigt, belegte so am Ende Platz drei hinter dem Sieger One Kiel und dem Blankeneser Segel-Club.

Sönke Boy (l.) steuerte die Crew des Lübecker Segler-Vereins auf der Kieler Innenförde auf Platz drei. Quelle: DSBL/Lars Wehrmann

Der LSV – mit Niklas Reisenauer, Stefan Kössling und Justus Sauer – machte im Kampf um den Klassenerhalt in der Tabelle einen Satz ans rettende Ufer auf Platz 13 (Rang 15 bis 18 steigen ab). „Das fühlt sich richtig gut an. Wir sind alle total happy“, berichtete Boy. Der LSV auf dem Podium – ein Novum. „Das hat man beim Sektspritzen gemerkt“, meinte Boy.

Boy ist neu im LSV-Team

Der 44-Jährige ist zwar neu im LSV, aber kein Unbekannter an der Pinne. Mit Ole von Studnitz, Chef der Segel-Bundesliga, wurde Boy 1995 Junioren-Vizeweltmeister im olympischen 470er, hat danach Beneteau 25, Melges 24 und beim Kieler Yacht-Club Bundesliga gesegelt. „Einen Heimvorteil hatte ich deshalb nicht, wir sind in Kiel kaum auf der Innenförde gesegelt“, erzählt Boy, der in Neustadt als Urologe arbeitet. Und was ist dann das Geheimnis der Leistungsexplosion? „Wir sind als Crew immer eingespielter, holen in jedem Rennen immer etwas mehr raus. Es passt. Und wenn es läuft, dann läuft es. Wir sind super happy.“ Der LSV segelt vor dem Finale in Glücksburg Mitte Oktober Kurs Klassenerhalt, hat fünf Zähler Vorsprung auf Abstiegsplatz 15.

2. Segel-Bundesliga in Kiel: der Lübecker Yacht-Club.  Quelle: DSBL/Lars Wehrmann

LYC in Kiel Sechster

Fünf Zähler Luft hat auch der Lübecker Yacht-Club, verteidigte Aufstiegsplatz vier. In Kiel steuerte Johannes Babendererde sein Team auf Rang sechs. Teamchef Maximilian Gebhard: „Wir hatten am Freitag einige vermeidbare Fehler. Mit Rang sechs sind wir im grünen Bereich. Das wird beim Finale in Glücksburg höchst spannend.“

Von Jens Kürbis

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