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Segeln Travemünder Woche: Kasüske segelt in eigener Liga
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21:36 23.07.2019
Phillip Kasüske dominiert im olympischen Finn Dinghy in Travemünde – sein erster Sieg. Quelle: Fotografie C.B. / © www.segel-bilder.de
Lübeck

Sieben Rennen, sieben Siege im olympischen Finn Dinghy. Kieler-Woche-Gewinner Phillip Kasüske ist jetzt auch Travemünder-Woche-Sieger. „Super Bedingungen, super Wetter. Das war ein klasse Training mit Wettkampfcharakter.“ Der Berliner, der in Kiel lebt und mit seinem Konkurrenten Max Kohlhoff trainiert, siegte vor Uli Breuer (Rursee) und Nicolaus Schmidt (Hamburg).

„Das sind alles gute Segler, aber ich trainiere unter anderen Bedingungen“, erklärte der 24-jährige Sportsoldat, der ein ehrgeiziges Ziel hat: Er will im kommenden Jahr das Olympia-Ticket für Tokio lösen. Parallel ist Kasüske noch ein wichtiger Mann im Offshore Team Germany. Am Montag fliegt er deshalb nach England. Am 3. August ist Start des legendären Fastnet Race.

Das Siegerpodest bei den 505er. Quelle: Fotografie C.B. / © www.segel-bilder.de

Hofmann/Brockerhoff wollen zur EM in Top 10

Auch die 505er hingen am Finaltag in der Flaute fest. Für eine IDM haben die 23 Meldezahlen nicht gereicht. Jan-Philipp Hofmann (27/Luftfahrtingenieur) und Felix Brockerhoff (26/Unternehmensberater), die Meister von 2017 und 2018 , fühlen sich dennoch „als deutsche Meister. Egal, ob das nun auf dem Papier steht oder nicht.“ Direkt nach der Siegerehrung stieg das Duo ins Auto. 600 Kilometer zurück nach Düsseldorf. Brockerhoff: „Am Mittwoch ist Bürotag.“ In drei Wochen geht es zur EM. Ihr Ziel: Top 10.

Kritik von Kieler-Woche-Sieger Jess

Dann werden sie auch auf die Kieler-Woche-Sieger Wolfgang Hunger/Holger Jess treffen, die Travemünde fern geblieben waren. Hunger war im Urlaub, Jess in Gdynia an der polnischen Ostseeküste. „Ich habe mich da um die Vorbereitung der 29er WM gekümmert. Das ist ernsthafter Jugendsegelsport.“ Die parallel in Travemünde ausgetragene Bundesliga ist ihm ein Dorn im Auge. „Das ist eine kommerzielle Juxliga, das Schlimmste was dem deutschen Segelsport passieren konnte. Die Clubs verballern dort Etats, die besser in den Jugend- und Leistungsbereich gehören.“

Jens Kürbis

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