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Sportmix Spektakuläres Cougars-Comeback
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14:42 12.07.2019
Philipp Stursberg (l.) und Patrick Wischnewski 2005 im Trainingslager der NFL-Europe-Mannschaft Hamburg Sea Devils in Tampa/Florida. Quelle: OLIVER HARDT
Lübeck

Die 22:28-Hinspiel-Niederlage gegen Tabellenschlusslicht Hannover Spartans in der 2. Football-Bundesliga schmerzt Mark Holtze auch nach zwei Monaten noch. „Da waren wir wirklich schlecht. Aber ich habe immer gesagt, dass bis auf Spitzenreiter Elmshorn alle Teams fast auf einem Level spielen. Und auch heute müssen wir die Partie mit voller Konzentration angehen, sonst können wir noch einmal so böse überrascht werden“, warnt der Cheftrainer der Lübeck Cougars vor dem Rückspiel gegen die von Ex-Berglöwen-Coach Willie J. Robinson trainierten Spartans Sonnabend (17.30 Uhr, Buniamshof).

Prince bei der britischen Nationalmannschaft

Allerdings muss Holtze mit personellen Problemen kämpfen. „Uns fehlen urlaubsbedingt einige Spieler. Aber das geht anderen Mannschaften in der Ferienzeit sicher auch so“, erklärt der Lübecker Cheftrainer. Zudem müssen die Berglöwen auf Mathieu Vogt (Fingerbruch) und Neuzugang Nathaniel Prince verzichten. Der Receiver nimmt an einem Sichtungslehrgang der britischen Nationalmannschaft teil, wird damit sein Heimdebüt erst in zwei Wochen gegen Troisdorf feiern.

Sensationelles Wischnewski-Comeback

Dafür dürfen sich die Fans auf ein überraschendes Comeback freuen. Ex-Cougars-Runningback Patrick Wischnewski, der 2005 auch gemeinsam mit Philipp Stursberg in der Profiliga NFL Europe für die Hamburg Sea Devils spielte, streift nach 13 Spielzeiten mit den Lübeck Seals wieder das Cougars-Trikot über.

Patrick Wischnewski, 1. Vorsitzender der Lübeck Seals, gibt sein Comeback bei den Lübeck Cougars. Quelle: E-Mail-LN-Sport

Eine Rückkehr, die auch Symbolcharakter hat. Denn Wischnewski verließ die Berglöwen 2005 nach einigen Unstimmigkeiten, gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Lokalrivalen Seals, ist aktuell zudem deren 1. Vorsitzender.

Symbol für Cougars-Seals-Fusion

Doch trotz der Reibereien in der Vergangenheit ist der 37-Jährige ein absoluter Befürworter der noch für dieses Jahr geplanten Fusion der Cougars mit den Seals, die 2019 wegen fehlender Jugendteams keine Mannschaften für den Spielbetrieb melden konnten. Und nun ist Wischnewski – ebenso wie sein jüngerer Bruder Benjamin – einer von rund 20 Seals-Spielern, die zumindest in diesem Jahr ihre sportliche Heimat bei den Berglöwen gefunden haben.

Cougars-Marketingchef Frank Mendritzki ist begeistert: „Ich freue mich total, den Menschen, der mich zum Football geholt hat, jetzt in den Reihen unser Mannschaft zu sehen. Unser Ziel war immer #Luebeckfootball – und das mit ,Paddy’ ist jetzt genau das, das, was wir wollten.“

„Für den Sport in Lübeck einstehen“

Und Wischnewski selbst betont: „Ich denke einfach auch, dass es ein großes Zeichen ist, als Vorstandsmitglied für den Sport im Lübeck einzustehen. Und ich hoffe, dass von beiden Seiten die Mehrheiten der Mitglieder für die Fusion abstimmen werden. Aus Spieler-Sicht ist es für mich zum Beispiel eine Rückkehr zu Mark Holtze, der schon 1995 mein Head Coach in der Jugend war.“

„Paddy kann uns sicher helfen“

Für Holtze hat die Rückkehr des verlorenen Sohnes allerdings neben der symbolischen vor allem auch eine sportliche Note. „Paddy sah im Training auf der Defensive-End-Position gut aus. Mit seiner Schnelligkeit und Explosivität, die er immer noch hat, kann er uns sicherlich helfen“, sagt der Coach. Und das will Wischnewski schon gegen die Hannover Spartans unter Beweis stellen und seinen Teil zum sechsten Cougars-Sieg in Serie beitragen.

U19-Bundesliga

Für den Nachwuchsder Lübeck Cougars geht es heute (13 Uhr, Buniamshof) im letzten Spiel der regulären Saison um Alles oder Nichts. Im Kellerduell der Junioren-Bundesliga Nord treffen die jungen Berglöwen auf die Hamburg Junior Devils. Beide Teams haben 1:15 Punkte auf dem Konto, trennten sich im Hinspiel in Hamburg mit 7:7.

Der Sieger dieses Duells spielt auch im kommenden Jahr sicher in der Nord Gruppe der GFL Juniors, der Verlierer muss – vermutlich frühestens im September – in die Abstiegsrelegation gegen einen Regionalligameister.

Für den Lübecker Cheftrainer Jamie Dale ist die Partie auch ein Charaktertest. „Es wird entscheidend sein, wer den größeren Willen hat, wer unbedingt den Klassenerhalt schaffen will“, sagt der US-Amerikaner, der seit 2015 als Head Coach für die U19 der Cougars verantwortlich ist.

Axel Wronowski

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