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Sportmix Start in die neue Ostsee-Eiszeit
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22:04 25.09.2019
Die Timmendorfer Moritz Meyer (l.) und Christopher Röhrl im Duell mit Pascal Heitmann vom HSV. Quelle: 54°/John Garve
Timmendorfer Strand

Sechs Monate Sommerpause sind vorbei, die ersten Trainingseinheiten absolviert – und Freitag steht für den Eishockey-Verbandsligisten CE Timmendorfdas erste Testspiel auf dem Programm. Um 20 Uhr ist Regionalligist Hamburger SV zu Gast im Eissport- und Tennis-Centrum (ETC) an der Ostsee. Und nur einen Tag später (Sa., 17.45 Uhr, Volksbank-Arena) treten die Beach Boys zum Rückspiel in Hamburg an.

Timmendorf fiebert dem Start entgegen

„Alle sind froh, dass es endlich wieder losgeht. Die Trainingsbeteiligung war top, wir hatten meistens vier komplette Reihen auf dem Eis – und das Tempo wird von Einheit zu Einheit höher“, freut sich CET-Trainer Dennis Maschke schon auf den ersten Test. Dabei stört es ihn auch nicht, dass zwei Tage vor der Partie noch immer nicht klar war, ob es denn nun ein Test oder vielleicht doch ein Pokalspiel ist.

Testspiel oder doch Pokal?

Hintergrund: Nachdem Regionalligist EC Nordhorn seine Mannschaft wegen einer gesperrten Halle vom Spielbetrieb zurückziehen musste und auch der Adendorfer EC wegen einer defekten Kühlanlage um seinen Start in der vierten Liga bangt, sollte als „Ersatz“ eine Pokalrunde mit dem HSV, den Crocodiles 1b, Harsefeld und Timmendorf gespielt werden. „Es gibt vom Verband noch keine Bestätigung für die Pokalrunde. Im Moment gehe ich davon aus, dass wir gegen den HSV zwei Freundschaftsspiele bestreiten. Wirklich wissen werden wir es aber wohl erst kurz vor dem ersten Bully“, erklärt der CET-Vorsitzende Michael Weissin.

Beach Boys wollen in die Regionalliga

Coach Maschke ist das aber eigentlich egal. „Das macht keinen großen Unterschied, außer dass ein Pokalspiel für die Jungs noch ein zusätzlicher Anreiz wäre. Aber hauptsächlich geht es jetzt darum, in den Wettkampf-Rhythmus zu finden und an der Abstimmung zu arbeiten“, erklärt der CET-Trainer, der mit seiner Mannschaft in die Regionalliga aufsteigen will.

Schnabel und Zobel wieder dabei

Dafür haben die Timmendorfer den letztjährigen Kader fast komplett zusammengehalten und mit den beiden Rückkehrern Kenneth Schnabel und Tauno Zobel verstärkt. „Natürlich haben wir keinen Profikader. Also wird es durch Urlaub oder berufliche Verpflichtungen immer den einen oder anderen Ausfall geben. Aber ich bin überzeugt, dass wir in jedem Spiel eine schlagkräftige Truppe auf dem Eis haben, mit der wir unser Ziel auch erreichen werden“, ist Maschke überzeugt.

„Eishallen-Seuche“ im Norden

Und auch die „Eishallen-Seuche“ im Norden – nach Nordhorn (Risse in der Dachkonstruktion), Adendorf (defekte Kühlanlage) ist nach einem Brand derzeit auch die Eislaufhalle Paradice der Bremer Weserstars bis mindestens Anfang Oktober gesperrt – beunruhigt die Timmendorfer nicht.

„Wir sind froh, dass alles funktioniert

„Natürlich wird einem bewusst, wie schnell eine ganze Saison ruiniert sein kann, wenn man solche Nachrichten hört. Doch gerade technische Defekte können jederzeit und überall auftreten, auch in neuen und hochmodernen Hallen. Wir sind froh, dass bei uns alles funktioniert. Aber natürlich freuen wir uns auch, dass nach der Saison im kommenden Frühjahr mit den Sanierungsarbeiten am ETC begonnen wird“, erklären Maschke und Weissin unisono.

Doch erst einmal fiebern Spieler, Trainer, Vorstand und Fans dem Saisonstart am Freitag gegen den HSV entgegen. Ganz egal, ob es nun ein Test- oder Pokalspiel ist. Hauptsache, im ETC wird wieder Eishockey gespielt. . .

Neuer Nachwuchs-Partner

Spielgemeinschaften sind im Nachwuchsbereich bei den Eishockey-Klubs im Norden eher die Regel als die Ausnahme. Beim CE Timmendorf hieß der Kooperationspartner zuletzt meist Hamburg Musketeers. Doch kommende Saison arbeiten die Ostholsteiner mit dem Rostocker EC zusammen. „Es kam eine Anfrage aus Rostock. Wir haben uns dann im Mai in Wismar das erste Mal mit REC-Jugendwartin Dana Rudolphi getroffen. Die Chemie hat sofort gestimmt“, erklärt CET-Jugendwart Timo Lichtenfeldt. „Und es hat von der Anzahl der Spieler für die einzelnen Teams auch optimal gepasst.“ Vergangenes Wochenende hat die U11 gemeinsam in Rostock trainiert, die U13, U15 und U17 haben ein dreitägiges Kennenlern-Camp im Timmendorfer ETC absolviert. „Das war eine tolle Veranstaltung mit 41 Kids, gut ein Drittel davon aus Rostock. So konnten sie sich mal beschnuppern und haben sich nicht erst beim ersten Spiel in der Kabine getroffen. Und alle waren sich einig, dass wir das bald wieder machen sollten“, sagte Lichtenfeldt.

Von Axel Wronowski

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