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Sportmix Sven Gero Hünicke erneut Überflieger im Riesebusch
Sportbuzzer Sportmix Sven Gero Hünicke erneut Überflieger im Riesebusch
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18:13 23.04.2019
2018 nicht zu toppen und auch diesmal siegreich: Sven Gero Hünicke gewinnt mit „Sunshine Brown“ das Stechen des finalen S*-Springens im Schwartauer Riesebusch. Quelle: Agentur 54°
Bad Schwartau

Strahlende Gesichter im Sattel wie auch rund um den Springparcours auf dem dicht bevölkerten Turnierplatz im sonnigen Riesebusch: Genau wie Titelverteidiger Sven Gero Hünicke, der seinen Vorjahressieg im Rahmen der Schwartauer Springtage bei der finalen S*-Prüfung mit Stechen mit „Sunshine Brown“ wiederholt hatte, so strahlte bei der allerletzten Siegerehrung auch Marc Scheel als Vorsitzender des Reitervereins Bad Schwartau übers ganze Gesicht.

Zuschauer-Rekord am sonnigen Sonntag

Dazu hatte der 50-Jährige allen Grund. Denn als Turnierleiter berichtete er: „Nach dem mauen Auftakt mit dem nasskalten Dressur-Wochenende hat uns das fabelhafte Osterwetter in die Karten gespielt. An den vier Springtagen kamen insgesamt gut 6000 Zuschauer in den Riesebusch. Allein am Sonntag verfolgten wohl um die 2000 Pferdesportfreunde die letzten Prüfungen – das dürfte ein neuer Rekord sein.“

Rüder legt schnellen Nuller-Ritt vor

In allerbester Laune war auch Sven Gero Hünicke: Der 21-jährige Top-Youngster vom Fehmarnschen RRV hatte sein kühnes Vorhaben umgesetzt und sich mit „Sunshine Brown“ erneut im Stechen um den mit insgesamt 2000 Euro dotierten Preis des Kinos Movie Star Bad Schwartau gegen namhafte Konkurrenz behauptet. Der zweimalige Deutsche Meister der Jungen Reiter von der Sonneninsel erklärte: „Kai Rüder hatte in der Siegerrunde mit ,Cross Keys’ in 41,78 Sekunden einen echt schnellen Nuller-Ritt vorgelegt. Da musste ich voll angreifen, um seine Zeit unterbieten zu können. Dass das geklappt hat, habe ich natürlich ,Sunshine’ zu verdanken. Sie hat wieder einmal perfekt mitgearbeitet, nachdem wir uns im vorgeschalteten M-Springen noch einen Klotz erlaubt hatten . . .“

Auch Wulschner beißt sich die Zähne aus

Tatsächlich waren Hünickes makellose 41,06 Sekunden eine Zeit, an der sich hinterher auch Derby-Champion Holger Wulschner (RC Passin) mit „Petit Blue“ die Zähne ausbiss. So triumphierte erneut der Fehmaraner Blondschopf über seinen Blieschendorfer Nachbarn Rüder, der als Vielseitigkeits-WM-Starter für die TRSG Holstenhalle Neumünster sattelt. Mit Rainer Schulz und „Little Diamond“ landete ein weiteres Fehmaraner Duo auf dem Bronzerang, während Peter Jakob Thomsen (RuFV Südtondern) mit „Colombo“ ebenfalls noch vor Wulschner auf Rang vier sprang.

Hünickes Traum vom Deutschen U25-Pokal

Hünicke freute sich bei der Siegerehrung zwar auch über den erneuten Gewinn einer Granitstele mitsamt Öse, räumte aber mit einem Augenzwinkern ein: „Dazu fehlt mir ein zweites Pferd zum Anbinden. Aktuell habe ich ja nur ,Sunshine Brown’.“ Sei’s drum: Mit der 13-jährigen Hannoveraner Stute im Besitz von Klaus Hinrich Witt hat der 21-Jährige 2019 Großes vor und verrät: „Für mich wäre es ein Traum, beim CHIO in Aachen im Juli im Finale des Deutschen U25-Springpokals starten zu dürfen. Dazu müssten wir allerdings bei einem der vier Qualifikationsturniere in Hagen, Mannheim, Wiesbaden und Balve in die Top Fünf kommen.“

Prüfung zum Pferdewirt steht an

Noch wichtiger ist für den 21-Jährigen in diesem Jahr ein anderer Termin. Hünicke erklärt: „Im Juni steht für mich die Prüfung zum Pferdewirt an. Der praktische Teil umfasst zwar ,nur’ ein L-Springen und eine L-Dressur auf Kandare. Aber dazu kommt ja die schriftliche Prüfung – und das ist schon noch eine größere Anforderung, für die gepaukt werden muss . . .“

„Strahlemänner“ im Riesebusch: Der Spanier Jacobo Fernandez Perez (RV Bad Schwartau) wird mit „Lambrasco“ von Marc Scheel (1. Vorsitzender des RV Bad Schwartau) als Sieger des M*-Stilspringens geehrt. Quelle: Björn Kröger/HFR

Neuer Lokalmatador aus Spanien

Alle bisherigen Anforderungen gemeistert hat indes Jacobo Fernandez Perez: Der Bereiter des Pensions- und Verkaufsstalls Gundel in Curau (seit September) feierte als Neuzugang des RV Bad Schwartau direkt nach seinem 24. Geburtstag mit „Lambrasco“ den Sieg im M*-Stilspringen. Und als RV-Chef freute sich Marc Scheel neben diesem „spanischen Heimsieg“ auch darüber, dass seine Nichte Tara Kröger (12) mit „Chardonnay“ gleichauf mit Michalina Krawatzki (ORV Malente-Eutin) und „Deja vue“ das L-Springen gewinnen konnte.

Alle Ergebnisse der Schwartauer Springtage unter www.cuxland-data.de

Andreas Oelker

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