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Sportmix Vizemeister von Hindte kehrt als Gewinner nach Lübeck zurück
Sportbuzzer Sportmix Vizemeister von Hindte kehrt als Gewinner nach Lübeck zurück
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18:09 16.12.2019
Überraschungsfinalist in Aktion: Leonard von Hindte (25) streckte sich gegen Daniel Masur (erwartungsgemäß) vergebens. Quelle: Jürgen Hasenkopf/DTB
Biberach/Lübeck

Dass Geld keine Tore schießt, gilt mittlerweile selbst im Kreise der allergrößten Fußball-Experten als nette Mär. Zumindest im (halb)professionellen Tennissport aber ist die Höhe des „Verdienstes“ schon und immer noch ein recht gutes Indiz für das Können und die Klasse eines Spielers. Nach seinem geradezu sensationellen Triumphzug in Biberach an der Riß musste der 25-jährige Neu-Lübecker Leonard von Hindte (Club an der Alster Hamburg) im Finale der Deutschen Hallenmeisterschaften so auch die Überlegenheit seines gleichaltrigen Kontrahenten Daniel Masur (TP Versmold) anerkennen – und tat das gänzlich neidlos.

Respekt vor dem verdienten DM-Champion: Leonard von Hindte gratuliert Daniel Masur zum souveränen Finalsieg in 58 Minuten. Quelle: Imago Images/Jürgen Hasenkopf

Fairer Verlierer gesteht: „Daniel ist und war auch heute einfach der bessere Spieler“

Nachdem der lübsche Rotschopf als Nr. 51 der DTB-Rangliste mit einem bisherigen internationalen Karriere-Preisgeld von 5994 US-Dollar (von 2015 bis 2018) sein erstes DM-Endspiel nach 58 Minuten mit 1:6 , 3:6 gegen den im DTB-Ranking auf Platz 17 liegenden Versmolder (256 345 Dollar Preisgeld seit 2011) verloren hatte, räumte er ein: „Daniel ist und war auch heute einfach der bessere Spieler. Er hat überhaupt nichts zugelassen und konnte auch von seiner viel größeren Erfahrung profitieren. Schließlich holte er nach seinem Davis-Cup-Debüt vor gut drei Jahren hier in Biberach 2017 seinen ersten DM-Titel.“

„Hab’ das ganze Drumherum schon genossen“

Der unterlegene Wahl-Hamburger merkte aber auch an: „Dass ich mit solchen Bedingungen hier nicht wirklich vertraut war und am Finaltag sogar etliche Autogramme geben und Selfies mit jungen Tenniskids machen durfte, war für mein Spiel gegen Daniel sicherlich nicht förderlich. Aber ich hab’ das ganze Drumherum schon genossen und nehme die tollen Eindrücke auch aus den Tagen zuvor für mich als Gewinn mit nach Hause . . .“

Vater und Freundin Elisa sind spontan nachgereist

Dass von Hindte unter den Augen seiner Freundin Elisa (23) und seines Vaters Harald, die in der Nacht zum Sonntag spontan mit dem Auto nach Biberach „nachgereist“ waren, lediglich „DM-Vize“ wurde und bei der Siegerehrung mit einer Mini-Glastrophäe und 2300 Euro vorlieb nehmen musste, während Meister Masur eine mit 3600 Euro garnierte Silberschale erhielt, war ihm ziemlich egal.

Lucky Loser“ ist mächtig stolz auf den Vizetitel

Geehrte DM-Finalisten: Leonard von Hindte (l.) zeigt als „Vize“ seinen kleinen Glaspokal, Daniel Masur präsentiert die mit 3600 Euro „versilberte“ Siegerschale. Quelle: Imago Images/Hasenkopf

Als „Lucky Loser“ im besten Sinne betonte er: „Es kommt nicht auf den Pokal an, sondern auf das, was draufsteht. Und da steht: Deutscher Vizemeister.“ Und angesichts der (für seine Verhältnisse als Ex-Jungprofi) durchaus erklecklichen Gewinnsumme stellte der Fernstudent in Sachen Wirtschaftswissenschaften auf interessierte Nachfragen hin auch gleich klar: „Ich habe deshalb keine neuen Profi-Ambitionen. Allerdings könnten die Weihnachtsgeschenke für meine Lieben dadurch etwas üppiger ausfallen . . .“

Neues Tennis-Jahr beginnt an der Schirnau und in Hamburg-Horn

Nach dem Happy End 2019 in Biberach beginnt das Tennisjahr 2020 für von Hindte und seinen Club an der Alster mit dem Regionalliga-Gastspiel beim TC an der Schirnau (11. Januar), ehe Ende Januar/Anfang Februar in Horn die neuen Hallen-Landesmeister von Schleswig-Holstein und Hamburg ermittelt werden. Und dort serviert der lübsche DM-Vize sicherlich als Titelfavorit . . .

Hallentennis-DM kompakt

Im Damen-Einzel gewann Antonia Lottner(TC Bad Vilbel) das spannende Finale der beiden Topgesetzten gegen Katharina Hobgarski(TC Bredeney) nach 99 Minuten mit 6:1, 3:6 und 6:1. Die 23-jährige Hessin, die bereits 2014 Deutsche Meisterin war, als Profi seit 2010 insgesamt 508 782 Dollar Preisgeld eingespielt hat und im DTB-Ranking als Nr. 10 geführt wird, geriet nach einer Verletzungspause der 22-jährigen Essenerin im zweiten Satz zwar unter Druck und musste diesen an die DM-Favoritin abtreten. Doch im Entscheidungsdurchgang schaffte Lottner ein frühes Break zum 2:0.

Nähere Infoszur Hallen-DM in Biberach unter www.dtb-tennis.de

Von Andreas Oelker

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