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Sportmix Von Baku via Hamburg und Lübeck nach Berlin und Tokio
Sportbuzzer Sportmix Von Baku via Hamburg und Lübeck nach Berlin und Tokio
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06:00 31.07.2019
Feier-Abend in Aserbaidschan: Bei der Abschlusszeremonie des European Youth Olympic Festival in Baku wurde die Olympische Flagge eingeholt und abtransportiert. Die 16. Jugend-Sommerspiele sollen 2021 im slowakischen Banska Bystrica über die Bühne gehen. Quelle: Imago Images
Lübeck/Hamburg

Baku ist für Silas Beth seit Sonntag passé. Am Hamburger Olympiastützpunkt trainiert der 15-jährige Ostholsteiner von der SG Bad Bad Schwartau schon wieder für seine nächsten Einsätze als Langstrecken-Spezi. Dem „zweieinhalbfachen“ Medaillengewinner vom European Youth Olympic Festival in Aserbaidschan (Silber über 400 m Freistil, Bronze über 1500 m Freistil, Vorlauf-Mitschwimmer in der später drittplatzierten Mixed-Staffel über 4 x 100 m Freistil) ist auch in den Sommerferien keine wirkliche Verschnaufpause vergönnt. Nach dem glänzend bestandenen zehntägigen EYOF-­Abenteuer am Kaspischen Meer krault sich Beth im Dulsbergbad auf die Deutschen Meisterschaften in Berlin ein. Dort wird er am Freitag über 800 m und am Sonntag über 400  m starten.

„Eine schöne Veranstaltung, bei der man viel lernen konnte“

Zufriedenes EYOF-Trio: Lübecks SCD-Schwimmer Kirill Lammert (v.l.), „Heimtrainer“ Eugen Steffen und Silas Beth (SG Bad Schwartau). Quelle: HFR

Im raspelkurzen Fazit nach seinem starkem EYOF-Debüt im „Jugend Team D“ will er von „zweieinhalb“ Medaillen nichts wissen, sondern sagt selbstbewusst: „Es sind drei Medaillen. Und im Rückblick war es eine schöne Veranstaltung, bei der man viel lernen konnte.“ Dass er das Dazugelernte gleich in die DM-Praxis umsetzen darf und mit seiner neuen 400-m-Bestzeit von 3:52,63 Minuten in der Meldeliste hinter Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock (3:45,59) und Poul Zellmann (3:51,10) die Nummer 3 ist, macht ihn nicht kribbelig. Beth, der in Baku solo über 200 m Freistil und 400 m Lagen leider im Vorlauf hängen blieb, sagt: „Ich habe nicht wirklich Erwartungen, sondern will das Maximale, was noch geht, rausholen – und dann mal schauen, was geht.“

Emotionaler Lübecker „Jung-Delphin“

Deutlich emotionaler wirkt da schon sein einstiger Trainingskumpan Kirill Lammert (SC Delphin Lübeck), der ebenfalls dem Jahrgang 2003 angehört, als Experte in der Lage Schmetterling in Baku medaillentechnisch jedoch leer ausging. Doch auch wenn sich der 16-Jährige auf seiner Spezialstrecke über 100 Meter trotz starker neuer Bestmarke von 55,05 Sekunden im Finale mit Rang vier begnügen musste und über 200 m im Semifinale gestoppt wurde, sagt er in seinem persönlichen EYOF-Rückblick „Die olympische Atmosphäre dort ging mir jeden Tag unter die Haut. Ich habe jeden Tag in Baku genossen. Es war unbeschreiblich schön, auch wenn ich mein zweites Ziel, eine neue Bestzeit über 200 Meter, nicht ganz erreichen konnte. Absolute Highlights waren mein 100-Meter-Finale und die Entzündung des Olympischen Feuers bei der Eröffnung.“

Coach Steffen: „Medaille ist nur noch nicht sichtbar“

Für Lammerts „Heimtrainer“ Eugen Steffen, der seinem SCD-Schützling (und auch Silas Beth) vor Ort mit Rat und Tat zur Seite stand, ist klar: „Kirill hat aus seinem Potenzial das Beste gemacht, sich von Tag zu Tag gesteigert und gezeigt, dass er gelernt hat, mit Druck umzugehen. Schließlich ist er neben seinen Einzelrennen ja auch noch in zwei Staffeln mitgeschwommen und hat in fünf Tagen elf Einsätze absolviert. Dass er über 100 m Schmetterling mit der sechstbesten Zeit angereist ist und am Ende als Vierter aus dem Becken steigt, macht auch mich stolz. Er hat die Medaille eigentlich schon um den Hals – sie ist nur noch nicht sichtbar . . .“

Erst die Zahn-OP, dann die Tanten-Tournee

Genau wie für seinen Coach, der am Dienstag in den Zypern-Urlaub düste, so ist die Saison 2018/19 auch für Lammert mit dem Baku-Trip glücklich beendet. Der 16-Jährige muss sich in Lübeck allerdings erst noch einer Zahn-OP unterziehen, ehe er sich die letzte Ferienwoche mit Besuchen bei seinen Tanten in Paderborn und im badischen Müllheim verschönern kann.

Judoka David Ickes mit Mixed-Team-Bronze sowie den beiden EYOF-Maskottchen „Jirtdan“ und „Babir“. Quelle: Nicolas Kunze/HFR

Judoka Ickes düst nach Japan

Lübecks Budokan-Judoka David Ickes hat als dritter EYOF-Teilnehmer aus der LN-Region und angehender Zwölftklässler auch noch eine Ferienwoche vor sich. Allerdings geht’s für den in Baku in seiner Klasse bis 55 kg in der Trostrunde ausgeschiedenen und im drittplatzierten Mixed-Team eingewogenen, aber nicht eingesetzten 17-Jährigen am 12. August nicht zurück ans Katharineum, sondern via Frankfurt ab nach Japan – und das bis zum 4. September. Der Deutsche U18-Meister verrät: „Wir fliegen mit dem Jugendnationalkader, zu dem auch mein Budokan-Kumpel Viktor Wandtke gehört, ins Trainingslager und dürfen dort am Ende die WM in Tokio hautnah miterleben.“

Im Spagat zwischen Baku und Tokio

Dass Ickes beim EYOF solo mit Platz 9 auch hinter seinen eigenen Erwartungen zurückblieb, ist für ihn kein Rückschlag. Im „Spagat“ zwischen Baku und Tokio sagt er: „Man profitiert von diesen Erfahrungen. Bei meinem nächsten Höhepunkt bin ich dann wahrscheinlich schon routinierter.“

Andreas Oelker

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