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VfB Lübeck Pyro-Irrsinn auf der Lohmühle: Der erste Rücktritt beim VfB Lübeck
Sportbuzzer VfB Lübeck Pyro-Irrsinn auf der Lohmühle: Der erste Rücktritt beim VfB Lübeck
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17:55 02.12.2019
Die VfB-Fans zünden in der Halbzeitpause und danach Pyrotechnik in der Pappelkurve – der NFV hat deshalb jetzt ein Gerichtsverfahren eröffnet. Quelle: 54°
Lübeck

Die Reaktionen, die das „Feuerwerk“ einiger VfB-Fans während des Regionalligaspiels gegen den Heider SV (7:0) ausgelöst haben, waren vorhersehbar: Entsetzen, Wut und deutliche Distanzierungen vieler anderer grün-weißer Anhänger liefen in diversen Foren rauf und runter. Und es gab die erste personelle Konsequenz.

Der Sicherheitsbeauftragte des VfB, Sven Goergens, warf nach dem Spiel die Brocken hin – einen Nachfolger auf dem Posten, der laut Verbandsstatuten zwingend besetzt sein muss, gibt es noch nicht. Mit weiteren personellen Konsequenzen ist zu rechnen: Vorstandssprecher Thomas Schikorra kündigte an, sein Engagement neu zu definieren.

Fanangelegenheiten sind „Chefsache“

Die Fanangelegenheiten hatte Schikorra stets zur „Chefsache“ gemacht. „Klar umrissene Aufgabenbereiche gibts im Vorstand eigentlich nicht, Florian Möller und ich kümmern uns um alles – ausgenommen, sind die Finanzen, die Andreas Popien regelt“, erklärt Schikorra. Der Rechtsanwalt, der sich seit vielen Jahren ehrenamtlich beim VfB engagiert (wie auch Popien und alle Aufsichtsräte), hat stets den direkten Dialog mit den eigenen Fans gesucht, sich vehement für ihre Belange eingesetzt.

Dabei hat er im Sinne der eigenen Anhänger oft auch kontrovers mit den Verbänden und den Sicherheitskräften diskutiert – hat fast immer auch in der Fanszene akzeptierte Kompromisse ausgehandelt.

Schikorra: „Ich bin maßlos enttäuscht“

Der „schwarze Freitag gegen Heide“ lässt ihn umdenken. Schikorra: „Ich bin maßlos enttäuscht. Da hauen dir die eigenen Leute die Beine weg, fallen dir in den Rücken. Meine Motivation, mich da weiter einzubringen, geht gegen null.“ Unverständnis zeigt er zudem für die im „Fankreis“ organisierten Anhänger.

„Drei Tage sind seit dem Vorfall vergangen, und die Fans, die sich sonst ja immer gern schnell öffentlich positionieren, haben noch nichts von sich hören lassen. Das ist sehr, sehr schwach“, tadelt der Vorstandschef.

Von Jürgen Rönnau

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