VfB Lübeck nach 0:1 noch 2:1-Sieg gegen Norderstedt
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VfB Lübeck nach 0:1 noch 2:1-Sieg gegen Norderstedt

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16:30 27.11.2021
Jubel über den Ausgleich für den VfB zum 1:1 gegen Norderstedt – und es sollte noch besser kommen.
Jubel über den Ausgleich für den VfB zum 1:1 gegen Norderstedt – und es sollte noch besser kommen. Quelle: Agentur 54°
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Kriegt der VfB Lübeck endlich die Kurve? Ein Sieg war Pflicht gegen Eintracht Norderstedt, um Anschluss zu halten an die Top-Fünf in der Regionalliga-Nordstaffel, die ab März 2022 in der Meisterrunde weiterspielen dürfen. 2:1 hieß es nach 0:1-Rückstand gegen den Landesrivalen. Malek Fakhro und Vjekoslav Taritas sorgten dafür, dass die Stimmung auf der mit 1919 Fans überschaubar besetzten Lohmühle am Ende adventlich froh ausfiel. Trainer Lukas Pfeiffer: „Ich bin stolz, dass wir das Spiel gedreht haben. Wir haben uns das verdient.“

Glückliche Fügung: Fakhro/Taritas für Sezer/Amamoo

Der Druck war groß für die VfB-Mannschaft vor dem Anpfiff, alle wussten, dass nur ein Sieg das Saison-Minimalziel Meisterrunde noch machbar sein würde. Nach dem enttäuschenden 0:3 gegen den HSV II hatte Trainer Lukas Pfeiffer zwei Wechsel vorgenommen, beide eher verletzungsbedingt: Die Offensivmänner Cemal Sezer (Muskelprobleme) und Nathaniel Amamoo (Innenbandanriss im Knie) bleiben auf der Tribüne, Vjekoslav Taritas und Malek Fakhro rückten für sie in die Startelf – welch glückliche Fügung, wie sich später zeigen sollte.

Starker Start von Norderstedt, Bünning verpasst Führung

Den besseren Start aber legten die Gäste hin, obwohl sie auf ihren Topstürmer Jan Lüneburg verzichten mussten, der im Kreißsaal der Geburt seines Nachwuchses harrte. Nach vier Minuten hätte es 0:1 stehen müssen, aber Nils Bünning setzte einen Kopfball nach unbedrängter Flanke von Jordan Brown von links freistehend aus kurzer Distanz am VfB-Tor vorbei; danach verstolperte Calvin Brackelmann die Kugel im Aufbau, wieder war Bünning Nutznießer, wieder verpasste er das 1:0 für Norderstedt (5.).

4:0 Ecken, keine Tore

Der VfB bemühte sich, kam aber nur schwer in Schwung – und ließ sich ein wenig beeindrucken durch bisweilen rustikale Einsätze der Gäste. Vor allem Evans Nyarko „trat“ sich dabei hervor, so dass er früh rotgefährdet ausgewechselt wurde (32.). Der VfB war bemüht – wie man so schön sagt – aber nicht effektiv genug. Halbwegschancen vergaben Taritas (25.) und Samuel Abifade (41.). Zur Halbzeit musste wieder mal festgestellt werden: Der VfB war oft zu ungenau im Aufbau, zu schwach im Abschluss in der „Box“ – und ohne Erfolg nach Standards (4:0 Ecken).

0:1 gegen Eintracht wie aus dem Nichts

Nach der Pause ein ähnliches Spiel – eine Stunde lang sah es nach einem klassischen 0:0-Match aus. Doch dann, wie aus dem Nichts, die Führung für Norderstedt. Bünning ist im VfB-Strafraum am Ball, spielt quer auf Jonas Behounek, und der vollendet zum 1:0 für die Gäste (61.). Und was wäre wohl passiert, wenn Behounek kurz darauf nicht nur das Außennetz getroffen hätte (63.)?

Fakhro/Taritas drehen das Match

Für den VfB waren das wohl Weckrufe – belohnt durch das 1:1. Taritas flankte genau, Fakhro war per Kopf da und machte so den Ausgleich (67.). Endlich war auch das Publikum da – 1919 Zuschauer wurden gezählt, wenig für den VfB 20/21. Und die freuten sich über die nächste Aktion des „VfB-Doppels“ des Nachmittages: Fakhro traf nur die Latte, aber Taritas war zur Stelle und staubte zum 2:1 für Grün-Weiß ab (75.). Und Norderstedt hatte nun keine Antwort mehr parat. Der VfB brachte das Resultat über die Zeit, verdient unterm Strich. Das muss doch Selbstvertrauen geben für das nächste Match bei Teutonia Ottensen (5.12.), falls das stattfinden sollte. An diesem Samstag mussten die Teutonen jedenfalls coronabedingt gegen Weiche passen . . .

So spielten die Teams:

VfB Lübeck: Gründemann - Kölle, Grupe, Brakelmann, Kleeschätzky (82. Andreasson) - Ciapa (63. Krolkowski), Rüdiger - Taritas, Boland, Abifade (90. Jetz) - Fakhro (79. Varol).

Eintracht Norderstedt: Rakocevic - Marxen, Bojadgian, Grau, Kummerfeld - Koch - Hölscher (67. Choi), Nyarko (32. Dreca), Behounek, Brown (79. Denis) - Brüning.

Von LN-Readktion