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VfL Lübeck-Schwartau 21:29, Derby-Pleite für den VfL beim HSV
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau 21:29, Derby-Pleite für den VfL beim HSV
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19:14 31.10.2019
VfL-Routinier Jan Schult versucht vergeblich, sich gegen die Hamburger Abwehr um Niklas Weller (r.) und Blazenko Lackovic durchzusetzen. Quelle: 54°/Christian Schaffrath
Hamburg

Trainer Piotr Przybecki hatte auf eine Initialzündung im Derby gehofft, doch stattdessen kassierte Handball-Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau zum Abschluss eines gruseligen Oktobers an Halloween mit 21:29 beim HSV Handball vor 3752 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg die vierte Niederlage in Serie.

Schwartau mit schlechtem Start

Der VfL erwischte einen denkbar schlechten Start, tat sich im Positionsangriff sehr schwer, leistete sich zudem leichte Ballverluste. und die Hamburger nahmen die Geschenke der Gäste gern an, zogen auf 8:3 (15. Minute) davon. Przybecki reagierte, nahm seine erste Auszeit.

Klockmann hält den VfL im Spiel

Und tatsächlich fanden die Schwartauer anschließend ein wenig besser ins Spiel – allerdings vor allem dank Torhüter Dennis Klockmann, der sein Team jetzt mit starken Paraden in der Partie hielt, unter anderem zwei Siebenmeter abwehrte.

Rote Karte für Kapitän Waschul

Doch der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten. In der 24. Minute kassierte Kapitän und Abwehrchef Martin Waschul beim Stand von 6:9 seine dritte Zeitstrafe und damit folgerichtig die Rote Karte.

Martin Waschul, Kapitän und Abwehrchef des VfL Lübeck-Schwartau, nach seiner Roten Karte auf der Tribüne. Quelle: 54°/Christian Schaffrath

Eine Entscheidung, zu der sogar der verletzte HSV-Rückraumspieler Finn Wullenweber als Co-Kommentator bei sportdeutschland.tv sagte: „Die war unberechtigt. Wenn überhaupt, hätte es zwei Minuten für Kretschmer geben müssen.“

Raguse bringt neuen Schwung

An der Entscheidung der Unparteiischen änderte das freilich nichts, der VfL musste früh seine Abwehr umstellen. Jan Schult rückte in den Mittelblock. Und im Angriff sorgte Mex Raguse nun für mehr Dynamik. „Schwartau macht das jetzt sehr gut, ist vor allem viel beweglicher. Das liegt uns nicht so besonders“, gestand auch Wullenweber. Und dank zweier Treffer von Steffen Köhler in der letzten Minute der ersten Hälfte ging es „nur“ mit einem Drei-Tore-Rückstand (9:12) in die Kabine.

HSV setzt sich endgültig ab

Doch auch die ersten Minuten nach der Pause gehörten wieder den Hausherren, die mit zwei schnellen Toren auf 14:9 davonzogen, während Köhler auf der anderen Seite nur die Latte traf. Was folgte, war ein Auf und Ab. Schwartau verkürzte den Rückstand auf drei Treffer (12:15/35. und 14:17/39.), doch dann zogen die Hamburger endgültig davon. Und spätestens nach dem 23:16 durch Philipp Bauer war die Partie zehn Minuten vor dem Abpfiff entschieden.

Saures für den VfL an Halloween

Am Ende hieß es 29:21 für den HSV – und während die Hamburger Fans ihre Mannschaft feierten, gab es für die Schwartauer an Halloween Saures statt Süßes. Zum Ende eines Grusel-Monats Oktober trat die Przybecki-Truppe mit der vierten Niederlage im Gepäck die Heimreise an und rutscht weiter in den Tabellen-Keller.

Statistik zum Spiel

HSV HamburgVfL Lübeck-Schwartau 29:21 (12:9)

HSV: Edvardsson (7 Paraden), Kokoszka (2) – Schimmelbauer, Lackovic (1), Tissier (1), Weller (5/1), Ossenkopp (4/3), Axmann, Gertges (2), Fuchs, Bauer (7), Forstbauer (3/1), Bergemann (3), Kleineidam, Schöngarth (1), Vogt (2)

VfL: Klockmann (8 Paraden, davon 2 gehaltene Siebenmeter), Mallwitz (4) – Glabisch (9/4), Gonschor, Raguse (1), Potic, Hansen (2/1), Waschul, Schult (2), Köhler (2), Schrader (2), Kretschmer (2), Claasen, Runarsson (1), Möller, Bruhn

Zuschauer: 3752

Zeitstrafen: 4 – 5. Rot: Waschul (24., dritte Zeitstrafe)

Siebenmeter: 7/5 – 5/5

Spielfilm: 2:0 (4.), 3:2 (7.), 6:3 (11.), 8:3 (15.), 9:6 (22.), 10:6 (26.), 12:7 (29.), 12:9 (30./HZ), 14:9 (33.), 15:12 (35.), 17:12 (39.), 17:14 (41.), 20:15 (43.), 23:16 (49.), 23:18 (52.), 26:19 (56.), 29:21 (60.).

Von Axel Wronowski

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