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VfL Lübeck-Schwartau 24:16 – Saisonstart nach Maß für VfL Lübeck-Schwartau
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau 24:16 – Saisonstart nach Maß für VfL Lübeck-Schwartau
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22:11 24.08.2019
Finn Kretschmer überwindet den ungarischen Keeper Norman Toth. Quelle: Agentur 54°
Krefeld/Lübeck

Thees Glabisch sprang in Badelatschen aufs Feld, klatschte seine Jungs ab. Der noch angeschlagene Linksaußen (Bauchmuskelzerrung) hatte in Krefeld – wie Jan Schult auch – 60 Minuten zugeschaut, am Ende ganz entspannt. Der VfL Lübeck-Schwartau hat einen Einstand nach Maß in die neue Saison der 2. Handball-Bundesliga hingelegt, den ehrgeizigen Aufsteiger HSG Krefeld in seinem „Wohnzimmer“ mit einem 24:16 (11:9) in die Schranken gewiesen. Und das nach einer holprigen Anreise mit etlichen Staus.

Der VfL startet mit einem Auswärtssieg in die Saison. Der Erfolg in Bildern . . .

Aus dem Bus ins Spiel gefallen

„Wir sind quasi aus dem Bus ins Spiel gefallen. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, wir hatten nicht viel Zeit für die Erwärmung“, berichtete Trainer Piotr Przybecki. Doch seine Sorge war unbegründet. Vor nur 717 Zuschauern in der altehrwürdigen Glockenspitzhalle, die schon in den 1970ern Bundesliga-Handball erlebt hat, setzte der VfL den Marschbefehl von Käptn Martin Waschul („Wir dürfen Krefeld nicht das Gefühl geben, dass für sie etwas zu holen ist“) von Beginn an um und legte ein 5:2 (8.) vor. Torschütze: Keeper Dennis Klockmann mit einem Wurf ins verwaiste Krefelder Tor. „Die Jungs haben sehr konzentriert begonnen“, lobte Przybecki. Doch Krefeld, die große Wundertüte der 2. Liga, offenbarte vor allem im Rückraumrechten Kevin Brüren (8/2 Treffer) seine Qualitäten. „Mit ihm hatten wir einige Probleme“, gestand Przybecki. Krefeld robbte sich ran (7:8/22.). Mehr aber nicht. Der VfL hatte die Partie unter Kontrolle.

VfL setzt sich auf 23:15 ab

Erst recht nach Wiederanpfiff. Der Trumpf: Die Abwehr mit einem starken Marino Mallwitz (ab 38.) dahinter. „Er hat uns den nötigen Impuls gegeben“, sagte Przybecki. Beim 15:18 (47.) war Krefeld noch in Schlagdistanz, sieben Minuten später schon auf verlorenem Posten. Mit Mallwitz, einer zupackenden, die Räume gut verdichtenden Abwehr (Przybecki: „Ranke und Waschul waren zwei wichtige Faktoren“), zwang der VfL die Hausherren immer wieder zu Fehlern, bestrafte die konsequent und zog so auf 23:15 (54.) davon. Ob per Tempogegenstoß (Gonschor), konsequent durchgespielt über Außen (Kretschmer) oder erfolgreich über die Mitte (Runarsson) – alles passte.

Acht Würfe, acht Tore: Fynn Gonschor. Quelle: Agentur 54°

Sonderlob für Linksaußen Gonschor

„Da hat man gesehen, dass wir mehr erfahrene Leute auf der Platte haben“, befand Przybecki und freute sich: „Die Jungs haben das gut durchgezogen. Das war insgesamt ein guter Auftritt, denn Krefeld wollte etwas reißen, das hat man gesehen.“ Ein Sonderlob erhielt noch Fynn Gonschor. Der Linksaußen, Neuzugang aus Gummersbach, hatte eine makellose Bilanz: 8 Würfe, 8 Treffer. „Er hat ein Bombenspiel gemacht“, freute sich Przybecki.

Am Freitag kommt Gummersbach

Was noch gefiel: Schwartau ließ im Angriff den Ball laufen, spielte geduldig, fand gegen die offensive Krefelder 5:1-Abwehr Räume. Und das – in den Vorjahren ein Manko – oft über Außen. Przybecki: „Das hat Spaß gemacht, auch den Jungs. Wenn sie das kontinuierlich abrufen, wäre das ideal.“ Fortsetzung erwünscht. Am Freitag kommt Gummersbach mit Ex-Coach Torge Greve zwei Wochen nach dem Pokalspiel erneut in die Hansehalle. Der Erstliga-Absteiger hatte beim 25:25 gegen Essen einen Fehlstart, kassierte vor 3211 Zuschauern vier Sekunden vor dem Abpfiff den Ausgleich.

Die Statistik zum Spiel

HSG Krefeld: Toth, Keutmann – Tonio 1, Jaeger 3, Wöstmann 2, Cutura 1, Januas, Roosna, Vonnahme, Luciano, Gentges, Schulz, Hansen 1, Zimmermann, Ciupinski, Brüren 8/2.

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann 1 (1. – 38.), Mallwitz (ab 38.) – Gonschor 8, Raguse 2, Hansen 2, Potratz, Ranke 1, Waschul, Köhler, Schrader 5/5, Kretschmer 3, Claasen, Runarsson 1, Möller, Bruhn 1.

Zweiminuten: 5 – 3.

Siebenmeter: 3/2 (Klockmann pariert gegen Brüren) – 5/5.

Spielfilm: 1:3 (5.), 4:7 (14.), 6:7 (19.), 7:8 (22.), 7:10 (25.), 9:10, 9:11 (HZ) – 11:14 (37.), 12:16 (40.), 14:16 (44.), 15:20 (49.), 15:22 (53.), 16:24 (Ende).

Von Jens Kürbis

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