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VfL Lübeck-Schwartau 28:24 – Eintracht Hagen verzweifelt an Klockmann & Co.
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau 28:24 – Eintracht Hagen verzweifelt an Klockmann & Co.
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18:50 29.04.2019
Ist wie guter Wein – je älter desto besser. Der 36-jährige Keeper Dennis Klockmann war in Hagen der Matchwinner, parierte 17 Würfe, darunter vier Siebenmeter. Quelle: Foto: Agentur 54°
Lübeck/Hagen

Um halb zwei in der Nacht waren Schwartaus Handballer zurück aus dem Ruhrpott – und das als einer der Sieger des zweiten und letzten Doppelspieltages der 2. Bundesliga. Nur 46 Stunden nach dem schwer erkämpften 28:25 über den Wilhelmshavener HV sammelten Schult & Co. mit einem überzeugenden 28:24 (13:10)-Sieg bei Eintracht Hagen die nächsten zwei Zähler ein und manifestierten so Platz fünf in der Tabelle.

Zwei Tage trainingsfrei

„Das war überragend, und das in allen Bereichen“, zeigte sich das Trainer-Duo Gerrit Claasen/Jörg Engelhardt begeistert, gab dem Team nach dem kräftezehrenden Doppel jetzt zwei Tage frei. „Das Gros der Jungs musste am Montagmorgen schon wieder in der Firma oder in der Uni sein. Da sind alle froh, wenn sie etwas mehr Zeit zum Erholen haben“, erklärte Claasen. So stehen bis Mittwoch Therme und individuelles Laufen statt Gemeinschaftstraining an, ehe die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Tusem Essen (Sa., 19 Uhr) beginnt.

Antonio Metzner ist mit 155 Treffern jetzt in den Top 10 der Zweitliga-Torjäger, aus dem Feld die Nummer vier. Quelle: Agentur 54°

Metzner jetzt viertbester Feld-Torschütze der 2. Liga

Beim Pass zurück ins Hagen-Spiel, geriet Claasen ins Schwärmen. Denn vor der dürftigen Kulisse von nur 469 Zuschauern brannte der VfL in den ersten 22 Minuten ein so nicht erwartetes Feuerwerk ab. Zur Erinnerung: In Lübeck hatte der VfL in der Hinrunde 21:25 verloren. Im Angriff half dabei der „Sachse“, ein Spielzug, der die offensive Deckung gegen den zuletzt bärenstarken Antonio Metzner aushebelte. „Das hatten wir erwartet, haben die Jungs taktisch darauf eingestellt. Es ist aufgegangen“, freute sich Claasen. Denn Metzner war mit neun Treffern erneut der Topscorer, ist mit jetzt 155 Treffern auch der viertbeste Feld-Torschütze der 2. Liga.

Ranke nach zehn Minuten verletzt

Und in der Defensive biss sich die Eintracht die Zähne am VfL-Beton aus. Vor allem am überragenden Keeper Dennis Klockmann. Vier Siebenmeter, Freie, Würfe aus dem Rückraum – der 36-Jährige kaufte Hagen Ball um Ball ab. „Im Verbund mit der Abwehr war das sehr, sehr gut“, befand Claasen. In Zahlen las sich das so: 11:4 nach 22 Minuten. Der VfL steckte dabei sogar noch die Verletzung von Fynn Ranke weg, der nach zehn Minuten mit einer Brustmuskelverletzung passen musste.

Zwei Würfe, ein Treffer: Tim Claasen (im Bild im Hinspiel gegen Hagen am 11. November) feiert nach mehr als vier Monaten Pause sein Comeback. Quelle: Agentur 54°

Comeback für Tim Claasen

Die Entscheidung in der Partie fiel nach der Pause, nach dem Hagener Anschluss zum 12:14. Der VfL konterte, zog binnen weniger Minuten auf 19:12 (37.) weg. Von dem Schock erholte sich die Eintracht nicht mehr. Claasen: „Grundlage dafür war erneut die gute Abwehrarbeit und ein starker Klockmann.“ Der Keeper parierte 17 von 40 Würfen, fast 43 Prozent aller Bälle. Top! Und vorn zeigten neben Metzner auch Jonas Ottsen (5 Treffer) im linken Rückraum (Claasen: „Das war extrem wichtig“) und Steffen Köhler am Kreis (7 Würfe/6 Treffer) ihre Qualitäten. Auffällig: Das Spiel über den Kreis ist eine jener Stellschrauben, an der das neue Trainerduo besonders dreht. Claasen: „Das freut uns natürlich, dass sich das mehr und mehr auszahlt.“ Auch, dass Trainersohn Tim Claasen nach vier Monaten Pause in den letzten drei Minuten sein Comeback feiern und mit seinem Treffer zum 28:24 den Schlusspunkt setzen konnte.

Fünfter Sieg für Claasen/Engelhardt

„Die Rückfahrt war entsprechend fröhlich“, berichtete Claasen. Ganz nebenbei war es für ihn und Engelhardt bereits der fünfte Sieg im siebten Spiel seit der Amtsübernahme von Torge Greve.

Die Statistik zum Spiel

VfL Eintracht Hagen: Mahncke (1. – 41./8/1 Paraden), Dresrüsse (ab 41./4/2) – Brand 3, Kress 4/4, Dell, Tubic 1, Pröhl 3, Schmidt, Bergner, Waldhof 1, Gaubatz, Bornemann 2, Mestrum 1, Stefan 9, Toromanovic.

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1. – 60./17/4 Paraden), Mallwitz (ein Siebenmeter) – Glabisch 2, Ottsen 5, Ranke, Hansen 1, Schult 1, Köhler 6/1, Schrader, Kretschmer 1, Claasen 2/1, Möller 1, Bruhn, Metzner 9.

Siebenmeter: 8/4 (2xSchmit, Gaubatz und Kress scheitern an Klockmann) – 5/2 (Glabisch, scheitert an Mahncke; Köhler und Claasen an Dressrüse).

Zeitstrafen: 6 – 0. Rote Karte: Waldhof (52./ 3 x Zweiminuten).

Spielfilm: 0:3 (4.), 2:4 (6.), 2:7 (10.), 4:7 (14.), 4:11 (22.), 8:11 (25.), 10:13 (HZ) – 12:14 (33.), 12:19 (37.), 18:24 (47.), 22:26 (51.), 23:27 (53.), 24:28 (Ende).

Jens Kürbis

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