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VfL Lübeck-Schwartau 28:25 – VfL Lübeck-Schwartau kämpft Wilhelmshaven nieder
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau 28:25 – VfL Lübeck-Schwartau kämpft Wilhelmshaven nieder
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22:30 26.04.2019
Sieg! Jan Schult streichelt Schwartaus Top-Torjäger Antonio Metzner (10 Treffer) über den Kopf. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Jan Schult schnappte sich nach dem Abpfiff Antonio Metzner, streichelte ihm fast zärtlich über den Kopf. Ein Dankeschön an den „Langen“. Der Rückraumrechte hatte seine „Peitsche“ zehnmal knallen lassen, war beim schwer erkämpften 28:25 (12:11)-Sieg über den Wilhelmshavener HV der „Man of the Match“, vor 1879 Zuschauern der Garant für den 13. Heimsieg des VfL Lübeck-Schwartau.

Engelhardt: „Das war harte Arbeit“

„Das war harte Arbeit, es ging nicht um Schönheit. Wir sind froh, mit zwei Punkten in den Doppelspieltag gestartet zu sein“, war Trainer Jörg Engelhardt erleichtert. Auch Coach Gerrit Claasen atmetet auf: „Der größere Wille und die Cleverness haben sich am Ende durchgesetzt.“ Und Steffen Köhler freute sich über den zweiten Sieg im Familienduell mit seinem Zwillingsbruder Janik, der allerdings nicht eine Minute spielte: „Jetzt haben wir schon mal mehr Punkte als am ersten Doppelspieltag.“ Am Sonntag gilt es in Hagen.

Die Heimspiele des VfL in Bildern: Tore, Matchwinner und Zuschauer

Abwehr fehlt der Zugriff

Mit „einer Tüte voller Selbstvertrauen“ (Claasen) aus Coburg, dem 28:23-Geniestreich beim Tabellenzweiten, aufgelaufen, glichen Hansen & Co. zunächst eher einer Wundertüte. Der Abwehr, immerhin der besten der Liga, fehlte ohne den verletzten Chef Martin Waschul (Muskelverletzung in der Wade) die Ordnung. Wilhelmshaven punktete mit seiner „Lebensversicherung“, Tobias Schwolow, dem besten Feldtorschützen der Liga. Immer wieder wurde auch der Mittelblock (Ranke/Köhler) ausgehebelt, hinterlaufen, der Wilhelmshavener 118-Kilo-Koloss am Kreis, Daniel Andrejew in Szene gesetzt. „Da haben wir uns zu sehr in Zweikämpfe verstricken lassen, auch keinen Zugriff bekommen“, fand Claasen.

Metzner mit Durchschlagskraft

Erst als Keeper Marino Mallwitz den WHV-Recken drei „Freie“ in Folge abkaufte, gewann die Defensive an Sicherheit. „Marino hatte sich die Chance, zu beginnen, verdient und er hat sie genutzt“, befand Engelhardt. 13 Paraden notierte er am Ende in seinem Block. Und vorn traf Thees Glabisch per Doppelschlag zum 5:3 (6.) – die beruhigende Führung. Denkste! Immer wieder landeten Bälle in Wilhelmshavener Armen, fanden Pässe und Würfe ihren Adressaten nicht. Der Angriff – harmlos. Gegen die zweitschlechteste Abwehr der Liga, die bis dato im Schnitt 30 Tore pro Partie kassiert hatte, fehlte es vor allem aus dem Rückraum an Durchschlagskraft. Einzig Metzner, der den VfL zum Saisonende gen Erlangen verlässt, wusste mit seiner Power, seinem Zug zum Tor zu überzeugen.12 Würfe, 10 Treffer. Stark!

Finn Kretschmer bejubelt seinen Treffer zum 24:21. Quelle: Agentur 54°

Das Spiel aber – alles andere als ein Handball-Leckerbissen. Denn auch die abstiegsbedrohten Gäste wirkten in ihren Mitteln limitiert. Aber sie ließen sich trotz eines neuerlichen Schwartauer Zwei-Tore-Plus (10:8/24.) nicht abschütteln. Die gute Nachricht: Der VfL führte zur Pause 12:11. Doch wo war der Glanz von Coburg geblieben?

WHV-Torjäger Schwolow trifft zwölfmal

Davon war auch nach Wiederanpfiff zunächst nicht viel zu sehen. Die Folge: Wilhelmshaven drehte das Spiel. Durch wen? Klar: Schwolow (13:14/39.). Am Ende hatte er 12 Tore auf der Habenseite stehen. „Er hat uns große Probleme bereitet. Dafür hatten wir die anderen im Griff“, erklärte Köhler. Denn der VfL kam zurück – mit Metzner, mit Mallwitz, mit Hansen (17:15/43.). „Wir haben da den Kopf oben behalten, als Team zusammen gestanden“, sagte Claasen. Auch wenn die Stockfehler blieben, hatte der VfL immer einen mehr zum zusetzen (20:18/52.). Die Entscheidung fiel nach Metzners neunter „Peitsche zum 23:21 (56.) als Ranke & Co. einen Schwolow-Wurf blockten, Kretschmer (nach tollem Ottsen-Pass) und erneut Metzner zum 25:21 (58.) netzten.

Mit Hagen noch eine Rechnung offen

Direkt nach dem Spiel richtete sich beim VfL der Fokus auf Teil zwei des Doppelspieltages. Schult & Co. müssen am Sonntag in Hagen ran (17 Uhr). Die ebenfalls abstiegsbedrohte Eintracht ist eines jener drei Teams, die in der Hansehalle punkteten, das Hinspiel mit 25:21 gewannen.

Die Statistik zum Spiel

VfL Lübeck-Schwartau: Mallwitz (1. – 60./13 Paraden), Klockmann – Glabisch 5, Ottsen 2, Hansen 5, Ranke 2, Schult, S. Köhler 2, Schrader, Kretschmer 2, Claasen, Möller, Bruhn, Metzner 10.

Wilhelmshavener HV: Doden (1. – 30./6/1 Paraden), Grunz (ab 30./4), Lüpke – Ten Velde 1, Maas, Kozlina, Postel 3, Schauer, Vorontsov 4/2, J. Köhler, Konitz 1, Kozul 1, Schwolow 12, Andrejew 2, Drechsler, Pust 1.

Siebenmeter: 1/0 (Glabisch scheitert an Doden) – 2/2.

Zeitstrafen: 3 (2x Ranke, Kretschmer) – 5 ((2x Kozlina, Schwolow, Kozul, Andrejew)

Zuschauer: 1879 in der Hansehalle Lübeck.

SR.: Dauben/Rohmer

Spielfilm: 0:2 (3.), 4:3 (5.), 6:6 (12.), 8:8 (20.), 10:8 (24.), 12:11 (HZ) – 13:14 (39.), 17:15 (43.), 19:17 (50.), 21:19 (54.), 22:21 (55.), 25:21 (58.), 26:24 (59.), 28:25 (Ende).

Jens Kürbis

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