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VfL Lübeck-Schwartau 31:26 – VfL Lübeck-Schwartau siegt im Kampf der Systeme
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau 31:26 – VfL Lübeck-Schwartau siegt im Kampf der Systeme
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22:45 04.05.2019
Traf viermal über Außen und per Tempogegenstoß: Thees Glabisch. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

„Hey, das geht ab. Wir feiern die ganze Nacht!“. Mit „Atzen-Musik“ und Ovationen der Fans feierte der VfL Lübeck-Schwartau den 31:26 (17:14)-Sieg über Tusem Essen, den 14. Heimerfolg in der Bastion Hansehalle, den sechsten Sieg unter dem neuen Trainer-Duo Gerrit Claasen/Jörg Engelhardt. Der VfL nimmt im Endspurt der 2. Handball-Bundesliga Platz vier ins Visier.

Claasen: „Bester Spieler namens Teamgeist"

„Das war überragend – und das mit dem besten Spieler namens Teamgeist. Wir haben 60 Minuten die Partie gestaltet und dominiert“, lobte Claasen. Kreisläufer Marcel Möller ergänzte: „Unser Plus war die Grundaggressivität. Da war von Anfang bis Ende Dampf drin. Wir hatten keine Schwächephase.“

Saison 2018/19 – die Heimspiele des VfL in Bildern: Tore, Matchwinner und Zuschauer

Mega-Stau rund um die Lohmühle

Eine mit 2176 Zuschauern zum fünften Mal in dieser Saison ausverkaufte Hansehalle, der Kampf der Systeme – beste Abwehr (VfL) gegen bester Angriff (Tusem) der 2. Liga, das Duell der Traditionsvereine – es war angerichtet für ein Spiel der Extraklasse. Doch die Fans mussten sich in Geduld üben. Die Partie, sie begann aufgrund einer Vollsperrung auf der Autobahn und Mega-Stau rund um die Lohmühle mit 15 Minuten Verspätung. Und mit zwei Überraschungen. Die verletzten Basti Damm und Dadi Runarsson (Comeback in der letzten Minute) waren offenbar blitzgenesen. „Wir haben kurzfristig das Go für einen Kurzeinsatz erhalten“, erklärte Claasen.

Comeback für Damm und Runarsson

Der VfL setzte zudem auf den Wechsel im Tor. Dennis Klockmann, zuletzt als Spieler des Spieltages gewählt, saß auf der Bank. Marino Mallwitz (stark gegen Wilhelmshaven) begann – und sorgte gleich für das erste Stimmungshoch, parierte einen Siebenmeter plus Nachwurf. Der personell angeschlagene VfL (Waschul, Podpolinski, Ranke verletzt, Genda in der Reha) punktete mit Kampf, Leidenschaft, Disziplin – und das im Kollektiv. „Wir haben da aus der personellen Not eine Tugend gemacht“, fand Möller. Offensiv bemühten sich Hansen & Co. um geduldiges Spiel bis zur Chance, defensiv packte die Abwehr zu. Steffen Köhler, der 1b-Abwehrchef, spielte sogar trotz Muskelverletzung. Der Lohn: Markus Hansen und Thees Glabisch (per Konter) sorgten für das erste Zwei-Tore-Plus (10:8/18.). Finn Kretschmer (gutes Spiel!) legte mit einem abgefangenen Ball und Tempogegenstoß nach (12:9/20.). Fast alles passte, fast alles klappte. Es folgten tolle Spielzüge, Mallwitz zweiter Siebenmeter-Kill. Schwartau setzte sich auf 16:11 (26.) ab. „Das war geil“, fand Antonio Metzner, „vorn haben wir diszipliniert gespielt. Auch das Tempo, erste und zweite Welle, waren super.“

Starke Partie gegen Essen: Finn Kretschmer überwindet Sebastian Bliss. Quelle: Agentur 54°

Lübeck-Schwartauer Wach- und Schließgesellschaft

Essen setzte zwar vermehrt auf Tempo, auf die schnelle Mitte. Doch Köhler & Co. hielten gegen. Die „Lübeck-Schwartauer Wach- und Schließgesellschaft“ blieb ihrem Motto treu: Verdichten & Verriegeln. Und vorn passte der zweite Anzug – Jonas Ottsen und Janik Schrader fügten sich nahtlos ein. „Egal, wer gekommen ist, es hat funktioniert“, war Claasen begeistert. Als Metzner zum vierten Mal seine „Peitsche“ auspackte, Klockmann (ab 30.) parierte und Glabisch per Tempogegenstoß zum 29:23 (55.) auf die Reise schickte, war die Partie für Essen gegessen, der vierte VfL-Sieg in Folge im Sack. Schlusswort Metzner: „So kann es weitergehen.“ Jetzt zweimal auswärts – in Emsdetten und Großwallstadt. Und dann kommt der HSV Hamburg (24. Mai), der überraschende Coburg-Bezwinger, zum Derby. Die Partie ist längst ausverkauft.

Die Statistik zum Spiel

VfL Lübeck-Schwartau: Mallwitz (1. –30. Minute – 8/3 Paraden), Klockmann (ab 30. – 60. – 8/1) Glabisch 4, Ottsen 2, Hansen 4, Schult 2, Damm 3/2, Köhler 2, Schrader 1, Kretschmer 4, Claasen 2/2, Runarsson, Möller 3, Bruhn, Metzner 5.

Tusem Essen: Bliss (1. – 24., ab 44.– 6 Paraden), Borchert (24.–44. – 2/1) – Beyer 2/1, Ellwanger 5, Witzke 3, Akakpo 3, Szczesny 2, Müller 1, Firnhaber 6, Seidel, Klinger, Skroblien 2/1, Zechel 2.

Siebenmeter:5/4 (Borchert pariert gegen Damm) – 6/2 (Mallwitz pariert gegen Skroblien und 2x gegen Beyer, Klockmann gegen Skroblien).

Zeitstrafen: 4 (2xKöhler, Brun, Metzner) – 4 (2xSzczesny, Akakpo, Zechel).

Zuschauer: 2176 in der Hansehalle Lübeck (ausverkauft)

SR.: Klinke/Klinke

Spielfilm:3:3 (6.), 7:6 (13.), 8:7 (15.), 10:8 (18.), 13:10 (22.), 14:11 (24.), 16:11 (26.), 17:14 (HZ) – 21:18 (38.), 24:19 (42.), 25:22 (48.), 29:25 (57.) – 31:26.

Jens Kürbis

Der VfL Lübeck-Schwartau erwartet Altmeister Tusem Essen (Sa., 19 Uhr, im gratis LIVE-Stream auf LN Online). Die Partie ist ausverkauft. Dabei trifft die beste Abwehr der 2. Handball-Bundesliga auf den besten Angriff.

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