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VfL Lübeck-Schwartau „Bank“ bleibt: Köhler verlängert beim VfL Lübeck-Schwartau bis 2020
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau „Bank“ bleibt: Köhler verlängert beim VfL Lübeck-Schwartau bis 2020
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17:25 06.04.2019
Einigten sich auf Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2020: VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs (l.) und Steffen Köhler. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Michael Friedrichs nestelte an seinem Handy, schaute immer wieder ungläubig auf die Anzeigetafel. 19:21. Auch der Geschäftsführer konnte es nicht glauben. Nur fünf Treffer nach der Pause. Und das gegen den TV Hüttenberg, den Tabellenzehnten. „Das war gar nix“, fasste Friedrichs die schlechtesten 30 Minuten seiner Schwartauer Handballer in dieser Zweitliga-Saison zusammen.

Friedrichs: „Ein Gewinn für uns“

„Etwas Positives“ konnte er dem Tag dann doch abgewinnen: Dass Kreisläufer Steffen Köhler seinen Vertrag um ein Jahr bis zum 30. Juni 2020 verlängert hat. „Das ist ein Gewinn für uns“, sagt Friedrichs. Köhler sei nicht nur in der Abwehr neben Käptn Martin Waschul eine feste Größe, „er ist auch außerhalb des Feldes wichtig, einer der Führungsspieler.“ Für Trainer Jörg Engelhardt ist Köhler „vorn und hinten eine Bank. Er spielt eine Superserie.“

Hatte nach der Pause einen schweren Stand gegen die Hüttenberger Abwehr: Steffen Köhler. Quelle: Agentur 54°

Angebot von der HG Hamburg-Barmbek

Dass der 30-Jährige bleibt, war lange offen. Denn der VfL ließ lange auf ein Angebot warten. Und da gab es ja auch noch Köhlers Plan B, den Wechsel zu Oberliga-Spitzenreiter HG Hamburg-Barmbek. „Die Chancen standen 50 zu 50. Für Barmbek hat ganz klar der Faktor Zeit gesprochen“, sagt Köhler. Denn er lebt in Hamburg, arbeitet auch in der Hansestadt – bei der Wirtschaftsbehörde im CDO-Office (Digitalisierung). 39 Stunden die Woche. Aus dem Büro geht es täglich per Bahn nach Lübeck zum Training. „Wie er den Spagat hinbekommt, bewundernswert“, sagt Friedrichs. Köhler war in seiner Ansage klar: „Handball-Profi ist für mich kein Thema. Priorität hat mein Job. Ich bin keine 20 mehr, lebe nicht vom Handball.“

Köhler: Spagat zwischen Hamburg und Lübeck

Doch er sagte Ja zum VfL. Letztlich habe der Zuspruch „von den Jungs“, der Reiz, weiterhin zweite Liga zu spielen („Oberliga? So alt bin ich dann auch noch nicht“), der „unfassbare Spaß“ und ein gutes Gespräch mit Neu-Trainer Piotr Przybecki den Ausschlag gegeben. „Piotr akzeptiert meinen Spagat zwischen Job und Handball. Ich freue mich, seine Spielphilosophie kennen zu lernen.“

VfL: In 18 Minuten nur ein Treffer

Selbstredend beschäftigte den Kreisläufer auch noch der K.o. gegen Hüttenberg. „21 Gegentore sind okay, wir haben das Spiel vorn verloren.“ Der Angriff, er war nach der Pause zu statisch, ohne klare Linie (Hansen), mit zu vielen Ballverlusten behaftet. Die Würfe, sie waren oft unvorbereitet (Metzner), Chancenverwertung auch inkonsequent (Glabisch). „Wir haben auch den Kreis und die Außen zu wenig eingebunden“, fand Köhler. In den letzten 18 Minuten gelang so nur ein Treffer – indiskutabel. Eine Erklärung für das Warum fand auch Köhler nicht. „Ich muss mir das noch einmal auf Video ansehen.“

Mex Raguse (ASV Hamm-Westfalen) schaute beim Nordhorn-Spiel in Lübeck vorbei, verhandelt mit dem VfL Lübeck-Schwartau. Quelle: Agentur 54°

Bleibt Ottsen? Kommt Raguse?

Der VfL hat aufgrund der Länderspielpause jetzt zwei Wochen Zeit zum Aufarbeiten. Nächster Gegner ist der HSC Coburg. Am Ostersamstag gilt es beim Tabellenzweiten. Es ist auch der Stichtag für VfL-Chef Friedrichs. Bis Ostern will er alle Personalien für die neue Saison vom Tisch haben. Heißt: Bleibt Jonas Ottsen? Kommt Junioren-Nationalspieler Mex Raguse (Hamm) für den linken Rückraum? Und wer ist der neue Halbrechte? Der, der nach dem Abgang von Antonio Metzner (Erlangen) und Toni Podpolinski (Karriereende) die Lücke füllt.

Jens Kürbis

Rätselhafter Einbruch: Der VfL Lübeck-Schwartau verliert in der 2. Handball-Bundesliga sein Heimspiel gegen den TV Hüttenberg 19:21 (14:9). Und das nach starker erster Halbzeit. Fünf Treffer nach der Pause – indiskutabel.

05.04.2019

Der TV Hüttenberg kommt am Freitag in die Hansehalle: Die Zweitliga-Handballer des VfL Lübeck-Schwartau hoffen auch im fünften 2019-Heimspiel auf mehr als 2000 Zuschauer. Auch auf die nächsten Partien gibt es einen Ticket-Run. Das HSV-Spiel Ende Mai ist bereits ausverkauft.

04.04.2019

Nach sechs Siegen in Folge ist die Serie gerissen: Der VfL Lübeck-Schwartau kommt in der 2. Handball-Bundesliga bei Aufsteiger Bayer Dormagen unter die Räder, verliert 23:31.

30.03.2019