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VfL Lübeck-Schwartau Claasen/Engelhardt: „Das waren 13 geile Wochen“
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Claasen/Engelhardt: „Das waren 13 geile Wochen“
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01:11 09.06.2019
Erfolgreiches Trainer-Gespann: Gerrit Claasen (l.) und Jörg Engelhardt. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Gerrit Claasen (47, Kriminalhauptkommissar) und Jörg Engelhardt (50, Teamleiter im Kundenservice bei „Bockholdt“) haben nach dem Gummersbach-Wechsel von Torge Greve im März den Trainer-Job beim VfL Lübeck-Schwartau übernommen – und das neben ihrer Arbeit sowie dem Wissen, dass nach 13 Wochen Schluss ist.

Typen mit Stallgeruch

Ihre Bilanz: 13 Spiele, 9 Siege, 1 Remis, 3 Niederlagen. Saisonziel Platz fünf erreicht – das hatten ihnen die wenigsten zugetraut. „Das Tolle ist, dass beide gezeigt haben, dass es keine großen Namen braucht. Dass Typen, die Stallgeruch haben, und sich reinknien, auch erfolgreich sein können“, erklärte die Schwartauer Alt-Legende Uli Kleinstoll. Engelhardt/Claasen ziehen Bilanz. Fünf Stichworte für das Interimsduo:

Trainer-Intermezzo

Claasen: „Das war eine sensationelle Zeit mit der Mannschaft, den Physios, Ärzten, allen rund ums Team. Persönlich freue ich mich, dass Türen aufgegangen sind, die vorher nicht sichtbar waren. Beispiele sind der deutlich verbesserte Angriff, die Einbindung der Kreisläufer und der Außen. Der oft bemühte Kollege Teamgeist, er war wirklich spürbar, hat auch die Freude zurückgeholt.“

Engelhardt: „Das waren 13 geile Wochen. Danke ans Team. Die sehr intensiven Wochen haben mir aber auch gezeigt, dass Trainer in dieser Liga ein Beruf ist, den man nicht nebenbei machen kann. Ich denke, dafür haben wir es gut gemacht.“

Erfolgsgeheimnis

Engelhardt: „Das ist einfach erklärt: Wir sind den Jungs auf Augenhöhe begegnet. Und sie haben uns das Vertrauen zu hundert Prozent zurückgezahlt.“

Claasen: „Wir haben den richtigen Zugang zur Mannschaft gefunden, die richtige Ansprache, versucht, jeden mitzunehmen. Und: Engel und ich haben als Team top funktioniert. Es tut immer gut, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen.“

Jörg Engelhardt und Gerrit Claasen freuen sich über den Sieg. Quelle: Agentur 54°°

Spieler der Saison

Claasen/Engelhardt: „Die Mannschaft. Aus ihr sticht aber noch Antonio Metzner heraus. Er hat eine herausragende Saison gespielt, sich toll entwickelt, auch menschlich – er ist einfach ein feiner Kerl. Er hat sich von der Eierschale des Jugendlichen befreit, nicht nur als Top-Torjäger gezeigt, dass er völlig zu Recht ein Angebot aus der ersten Liga erhalten hat. Wie er den Druck nach der Bekanntgabe seines Wechsels weggesteckt hat, zeigt seine Reife.“

Aufstieg

Engelhardt: „Ein großes Ziel, ein weiter Weg. Die Mannschaft muss dafür punktuell verstärkt werden. Ich sehe die Saison 2019/20 als Übergangsjahr, um als eingespieltes Team das Ziel dann anzugehen.“

Claasen: „Das ist ein Ziel, das der VfL verfolgen sollte. Vorrangig sollte aber die Professionalisierung der Bereiche rund um den wirtschaftlichen Träger, die Handball Marketing, vorangerieben werden. Dazu zählt auch der Nachwuchs. Das Fundament für das Ziel Aufstieg muss breiter werden. 2020 sehe ich ihn deshalb noch nicht.“

Zukunft

Claasen: „Ich bin und bleibe VfLer mit dem Herzen. Ab dem 1. Juli bin ich Jugendkoordinator, angestellt bei der Handball-Marketing. Das zeigt, dass sich die HM klar zur Nachwuchsförderung bekennt.“

Engelhardt: „Ich bin ab 1. Juli wieder Torwart-Trainer. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Cheftrainer Piotr Przybecki, bin gespannt auf die neuen Reize, die er setzt.“

Jens Kürbis

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