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VfL Lübeck-Schwartau DHB-Pokal: Schwerin sagt ab, VfL Lübeck-Schwartau greift zu
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau DHB-Pokal: Schwerin sagt ab, VfL Lübeck-Schwartau greift zu
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20:03 19.06.2019
Dezember 2013 – das letzte Pokalspiel in der Hansehalle. Der VfL (mit Jan Schult) bezwingt Leutershausen im Achtelfinale. Quelle: Nehlsen
Lübeck

„Nee, wirklich? Ist ja verrückt“, entfuhr es Schwartau-Geschäftsführer Michael Friedrichs als er am Mittwochabend im LN-Telefonat erfuhr, dass die Mecklenburger Stiere, der Handball-Drittligist aus Schwerin, die Ausrichtung der ersten Runde im DHB-Pokal abgeben. Und dann sagte Friedrichs den Satz, über den sich wohl alle Handball-Fans in der Region freuen: „Dann spielen wir in Lübeck. Wir machen es.“

Meister Flensburg in Lübeck

Heißt: Das Pokal-Turnier am 17./18. August steigt in der Hansehalle. Friedrichs hatte das „VfL-Wohnzimmer“ vorsorglich blocken lassen. Der VfL spielt am 17. August im Halbfinale gegen Erstliga-Absteiger VfL Gummersbach. Schwerin trifft im zweiten Semifinale auf Meister SG Flensburg-Handewitt. Die Sieger spielen tags darauf das Finale um den Einzug ins Achtelfinale aus. „Wenn wir Gummersbach schlagen, dann gegen Flensburg. Da würden wir die Halle sicher zweimal voll bekommen“, frohlockt Friedrichs.

So feierte Flensburg die dritte Meisterschaft: Lasse Svan (M) erhält eine Bierdusche. Die SG spielt ihr Pokalturnier jetzt in Lübeck,.trifft im Halbfinale auf Schwerin. Quelle: Benjamin Nolte/dpa

Schwerin: Hallenbetreiber sagt ab

Gegen 18.30 Uhr hatten sich die Schweriner am Mittwochabend zur Absage durchgerungen. „Wir hätten es gern gemacht, doch dann erhielten wir vom Hallenbetreiber eine Absage“, erklärte Stiere-Geschäftsführer Axel Schulz gegenüber den LN. Der Hintergrund: Die Sport- und Kongresshalle erhält im Sommer für Konzertveranstaltungen eine neue Hallendecke. Schulz: „Das Dach ist da offen. Und der Hallenbetreiber konnte uns nicht garantieren, dass der Umbau bis dahin fertig ist. Wir wünschen dem VfL jetzt ein tolles Turnier.“

Gummersbach: Greve bleibt Coach

Brisant: Der VfL erwartet so binnen 14 Tagen zweimal Gummersbach mit Ex-Coach Torge Greve in Lübeck. Der Altmeister ist am 30. August auch Gegner im ersten Zweitliga-Heimspiel. In Gummersbach erklärten derweil am Mittwoch die Macher, wie es nach dem Abstieg weitergeht. Fakt ist: Greve bleibt Coach. „Mit Torge haben wir einen Mann an der Spitze, der die Liga kennt. Er ist der Richtige. Er ist der, der vorneweg geht“, erklärte VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler. Das Ziel: In den nächsten zwei Jahren soll der VfL wieder aufsteigen. „Das Wichtigste ist, die Liga anzunehmen – mit Respekt und Demut“, sagte Greve und warnte: „Die Leistungsdichte ist höher als in der Bundesliga. Da zählt jedes Spiel. Da fährt man nicht einfach so zum Sechzehnten und gewinnt im Vorbeigehen.“ Und der Name Gummersbach sei für die anderen Klubs Motivation: „Jeder wird versuchen, uns ans Bein zu pinkeln.“

Jens Kürbis

Bei der Auslosung der Erstrunden-Turniere im DHB-Pokal (17./18. August) wurde Handball-Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau ausgerechnet der VfL Gummersbach zugelost. Der kommt auch im ersten Heimspiel der neuen Saison nach Lübeck – mit Schwartaus Ex-Trainer Torge Greve.

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