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VfL Lübeck-Schwartau Ein Sieg für den Kopf und den Trainer
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Ein Sieg für den Kopf und den Trainer
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21:46 07.12.2019
So seh’n Sieger aus: Schwartaus Spieler posen in der Kabine fürs Jubelfoto. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Der Tag nach dem kleinen Handball-Wunder von Lübeck, dem 29:27 gegen Zweitliga-Tabellenführer Coburg. Käptn Martin Waschul genoss die freie Zeit für einen Daddy-Sohn-Tag mit seinem 19 Monate alten Filius Bosse im heimischen Spieleparadies. Jan Schult stand derweil schon wieder in seinem Sportgeschäft in Schwartau, legte am Nachmittag dann einfach mal die Bein hoch. Und gemeinsam grüßten beide mit ihren Jungs via Facebook & Co mit einem Kabinen-Jubelfoto plus Spruch: „Guten Morgen, Spitzenreiterbesieger“.

Trainer, Spieler, Fans – der Matchwinner

Keine Frage: Dieser unverhoffte Erfolg, er tat allen gut – Trainern, Spielern und auch Fans des VfL Lübeck-Schwartau. Der Dreiklang, er sorgte gerade in den letzten sieben Minuten für die Wende, ließ Coburgs Angriffe wie an einer Gummiwand abprallen, Runarsson & Co. viermal treffen. Nach einem fragwürdigen Stürmerfoulpfiff der Schiris war die Wucht der Halle über Coburg herein- und der Spitzenreiter eingebrochen. Schwartaus Dreiklang, er war der Matchwinner.

Fynn Ranke, Tim Claasen und Janik Schrader (v.l.) bejubeln im Kreis den Sieg. Quelle: Agentur 54°

Schult: „Fans waren der Game-Winner“

Und alle schwärmten im Anschluss von der bombastischen Stimmung. „Solch eine Stimmung habe ich die letzten anderthalb Jahre hier nicht erlebt“, gestand Runarsson. Jan Schult sprach von den Fans als „Game-Winner. Sie haben uns gepusht. So wünschen wir uns das immer.“ Der 33-Jährige selbst hatte dabei unter großem Druck gestanden. Nach dem Aus von Mex Raguse und Pawel Genda war er als letzter Mohikaner im linken Rückraum gefragt. Schult musste liefern. Schulte lieferte. 8 Würfe, 6 Tore! „Ich habe mich schon im Training gut gefühlt. Und als der erste Wurf drin war, lief es.“ Nicht nur bei ihm. Ob Runarsson (5 Tore in der Schlussphase), Jasper Bruhn (5), Linksaußen Thees Glabisch (9 Würfe/8 Treffer, eiskalt bei Siebenmetern) – der Erfolg hatte viele Namen.

„Es war eine super Teamleistung“, fand Waschul und stellte dabei vor allem die Offensive heraus. „29 Tore sprechen für sich. Das Spiel hat gezeigt: Wir können es vorn, auch in der Besetzung .“ Vieles erinnerte ihn dabei an den Geist der Vorjahre, als der VfL als „Crunchtime-Truppe“ galt, die immer in der Lage war, große Rückstände am Ende eines Spiels zu drehen.

Schöne Momentaufnahme verlängern

Schult, der sich am Sonntag Kiel gegen Minden anschaut, ist sich sicher: „Das Spiel ist der Brustlöser, wichtig für den Kopf und auch für den Trainer.“ Denn ob des fehlenden Erfolges mehrten sich bereits die kritischen Töne, die Piotr Przybecki ins Visier nahmen. Der unverhoffte Sieg, er sollte nun Ruhe ins Team bringen. „Er gibt uns enorm viel Selbstvertrauen. Aber wir bleiben auf dem Boden. Denn es ist nur eine Momentaufnahme, die wir aber gern verlängern wollen“, sagt Coach Przybecki. Und „Torfabrik“ Schult hofft, dass nach dem schwarzen Oktober (0:8 Punkte) und dem nicht so berauschenden November (4:4 Zähler) „der Dezember endlich unser Monat wird“. Mit dem Sieg gegen den jetzt entthronten Spitzenreiter Coburg ging er schon mal gut los.

Schwartaus Restprogramm 2019

Der VfL Lübeck-Schwartau hat noch drei Spiele bis zur einmonatigen EM-Pause. Am Samstag gilt es bei TuS Ferndorf (19.30 Uhr). Im Schwartauer „Relax“ (Jahnhalle) lädt der VfL dabei zum Public Viewing. Zum Jahresabschluss gibt es zwei Heimspiele – am 20. Dezember (Fr., 19.30 Uhr) gegen Dormagen, am 2. Weihnachtsfeiertag (17 Uhr) zum Rückrundenstart gegen Aufsteiger Krefeld. Im ersten Spiel des neuen Jahres geht’s zu Ex-Trainer Torge Greve nach Gummersbach (31.Januar).

Von Jens Kürbis

Die letzten fünf Spielminuten pfiff und jubelte das Publikum für die Spieler des VfL Lübeck-Schwartau. Begeisterung herrschte vor allem nach dem Heimsieg. Es sei echt „mega“ gewesen.

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