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VfL Lübeck-Schwartau Finn Kretschmer will Sieg im Familien-Duell
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Finn Kretschmer will Sieg im Familien-Duell
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22:42 31.05.2019
Schwartaus Finn Kretschmer (l.) im Hinspiel gegen seinen Bruder Nils (Elbflorenz Dresden) Quelle: 54°/Felix König
Lübeck

Das Knie war nach dem HSV-Spiel, dem Sieg im Nordderby etwas dick. Dass Finn Kretschmer Sonnabend nicht mit im VfL-Bus gen Dresden sitzen würde, das stand für Schwartaus rechten Flügelflitzer indes nie zur Debatte. „Ich möchte in jedem Fall mitfahren, egal ob ich spiele“, erklärte der 24-Jährige frühzeitig. Denn in Dresden im Trikot des HC Elbflorenz spielt sein Bruder Nils. Und Spiele gegen ihn sind für beide immer etwas Besonderes. Siege auch. „Ich glaube es steht 4:0 für mich“, erzählt Finn und grinst. Denn in der Jugend war er es, der im sportlichen Wettstreit zumeist das Nachsehen hatte.

VfL-Handballer wollen auf Platz drei

Die Vorzeichen vor dem vorletzten Spieltag (Anwurf überall 18 Uhr) sind klar: Dresden (29:43-Punkte, -20 Tore) braucht im Fernduell mit Emsdetten (29:43, -59) und Wilhelmshaven (26:46, -91) noch einen Zähler für den Klassenerhalt. „Die haben Druck, werden alles geben, im letzten Heimspiel alles klar machen wollen“, ist sich Kretschmer sicher. Und für den VfL, der Platz fünf sicher hat, geht es eigentlich um nichts mehr. „Stopp!“, sagt Kretschmer. „Alle sagen das, doch es stimmt nicht. Theoretisch ist für uns Platz drei noch drin. Ein guter Anreiz.“ Kretschmer selbst hat dafür in 36 Spielen bisher 76 Treffer beigesteuert, ist derzeit der viertbeste Torjäger im Team. Auch ein Beleg dafür, dass er sich als Nummer eins auf Rechtsaußen klar durchgesetzt hat.

Lübeck-Schwartaus Spieler sind platt

Platz drei, das ist auch für das Trainer-Duo Gerrit Claasen/Jörg Engelhardt ein Anreiz. Seit sieben Spielen unbesiegt, 17:15-Punkte in elf Spielen – das ist kurz vor dem Ende ihres Cheftrainer-Intermezzos ihre bisherige Bilanz. Wenn der Bus Sonnabend um 9.30 Uhr die 491 Kilometer in Angriff nimmt, wird nur ein Quartett fehlen (Genda, Podpolinski, Hansen, Klockmann). Aber: „Man hat in den letzten Spielen deutlich gesehen, die Jungs fahren auf der Felge. Sie sind nach der langen Saison platt“, sagt Engelhardt. Deshalb will er die Spielanteile in Dresden verteilen, vermehrt auch dem zweiten Anzug Einsatzzeiten geben.

Wiedersehen mit Quade

Dabei werden die VfLer neben Nils Kretschmer auch auf einen weiteren Alt-Bekannten treffen: Henning Quade (30). Der Ex-Schwartauer, der in dieser Woche Papa geworden ist, ist in Dresden einer der Antreiber, hat im März erst seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Nils Kretschmer, der wie Finn an der Fernuni in Wismar Sport-Management studiert, bleibt auch „Wahl-Ossi“, hat bis 2021 unterschrieben.

Die Eltern sind immer dabei

Unter den gut 2000 Zuschauern in der 2017 eingeweihten Ballsport-Arena werden auch ihre Eltern, Holger (hat in Minden und Schwartau gespielt) und Marion, sitzen. Wie immer. Gemeinsam haben sie ihre Kinder von klein auf in Timmendorf und Schwartau trainiert, ausgebildet bis zur A-Jugend. Und noch immer sind beide am Handball dicht dran, bei fast allen Heimspielen von Nils und Finn dabei. Ein Spagat zwischen Lübeck und Dresden. „Zuletzt war Mama eher bei mir, Papa in Dresden“, erzählt Finn. Für Außenstehende klinge die Fahrerei verrückt, „für meine Eltern ist es gemeinsame Zeit, auch mit uns. Papa entspannt auch bei den Fahrten. Sie haben Spaß dabei“, erzählt Finn und gibt zu: „Mein Ding wär’ das viele Hin und Her aber nicht.“

In Dresden bleiben will Finn Kretschmer nicht, stattdessen mit seinen VfL-Jungs am Abend zurückfahren und im Bus anstoßen – auf zwei Punkte und seinen Geburtstag. Er wird Sonntag 25.

Jens Kürbis

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