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VfL Lübeck-Schwartau Fit für die Attraktion der Liga
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Fit für die Attraktion der Liga
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19:41 26.09.2019
Pawel Genda, Schwartaus polnischer Nationalspieler, beim Belastungstest nach seinem Kreuzbandriss im Dezember 2018 im Zentrum für Technische Sportorthopädie und Sportdiagnostik in Lübeck. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Links, rechts. Links, rechts. Meter für Meter begräbt Pawel Genda unter sich auf dem Laufband. Doch das ist nur Mittel zum Zweck. Denn im Fokus stehen eher sein Fußaufsatz, die Schrittfrequenz, auch die Winkelverläufe von Knie und Hüfte – alles sensorisch erfasst. Kurz danach auch die Parameter bei einem Sprungtest. Und dann wertet Genda mit Sportmediziner Dr. Klaus Waizner und Trainer Piotr Przybecki die Videoaufzeichnung aus. „Return to Play“. So nennt sich der schweißtreibende Testreigen im Lübecker Sportdiagnostik-Zentrum. Es ist Gendas Bestätigung für seine Rückkehr aufs Handballfeld nach seinem Kreuzbandriss im Dezember. Und nach gut einer Stunde hat es der polnische Nationalspieler schriftlich: Er ist fit für sein Comeback. Das – auch wenn es nur ein paar Minuten waren – ist jetzt zwei Wochen her. Am Freitag folgt das nächste Heimspiel. Der Gegner des VfL Lübeck-Schwartau: Erstliga-Absteiger Bietigheim.

Pawel Genda freut sich über sein Comeback-Tor gegen Dresden. Quelle: Agentur 54°

„Ich bin noch nicht der alte Pawel

„Ein harter Brocken“, weiß Genda. Nach auskurierten Lymphknotenproblemen steht er erneut im Aufgebot. Er weiß, dass es wohl erneut nur zu einem Kurzeinsatz reicht: „Ich bin noch nicht der alte Pawel, brauche noch Zeit. Aber ich gebe mein Herz. Ich habe neun Monate auf diese Momente der Rückkehr gewartet.“ Der erste, er war schon mal „wunderschön“. Das Tor gegen Dresden, die stehenden Ovationen der Fans – Genda war „voller Glück. Schade, dass wir verloren haben.“

Vor dem Spiel

Anwurf: Freitag, 19.30 Uhr.

Tickets: 1750 verkauft, Abendkasse: ab 18 Uhr.

Bisherige Spiele: 12 (3 Siege, 1 Remis. 8 Niederlagen für Schwartau).

Info Bietigheim: Erstliga-Absteiger; Tabellenelfter (5:5 Punkte); bester Werfer: Jonas Link (Rückraum Mitte) mit 23 Treffern; Kadergröße: 19 Spieler; Etat: 2 Mio. Euro (150 Firmen).

Einlaufkinder: VfL Bad Schwartau Maxi-Jugend.

Rahmenprogramm: VfL feiert Oktoberfest – mit DJ, Bier und Brez’n bis 0 Uhr im Foyer der Hansehalle.

Gäste: VfB Lübeck (Regionalliga-Team).

Gonschor mit Bänderriss im Sprunggelenk

Verlieren – das soll am Freitag nicht passieren, der VfL nach zwei Niederlagen in Folge wieder zurück in die Erfolgsspur. Nur: Beim Blick ins Lazarett, ist nicht nur Geschäftsführer Michael Friedrichs froh, „wenn wir eine gesunde Truppe auf die Platte bekommen“. Denn neben den Langzeitverletzten (Hansen, Potic) pausierten im Training in dieser Woche noch Fynn Ranke (Gehirnerschütterung) und Keeper Marino Mallwitz. Dadi Runarsson kämpfte mit einer Fingerverletzung. Der Lichtblick: Neben Genda meldete sich Thees Glabisch (Infekt) wieder zurück. Nur: Dafür fällt mit Fynn Gonschor wohl der zweite Linksaußen aus. Schwartaus Topscorer (21 Treffer) hat sich ein Band im Sprunggelenk gerissen. „Wir werden bei einigen Jungs vor dem Spiel entscheiden, ob es geht“, sagt Przybecki und fordert: „Wir müssen da jetzt durch, egal wie.“ Richten muss es vor allem die Abwehr. Przybecki: „Wir brauchen da wieder mehr Stabilität.“

Bietigheim: Weiße Weste in fremder Halle

Denn mit Bietigheim kommt nicht nur eine Art Angstgegner, drei der letzten fünf Heimspiele gingen verloren, sondern ein Ex-Erstligist mit klarer Mission: Wiederaufstieg. Die ist bei nur einem Zähler in drei Heimspielen zwar ins Stocken geraten, dafür ist Bietigheim die einzige Mannschaft der Liga mit weißer Weste in fremder Halle.

Fehlte zuletzt verletzt: Bietigheim-Star Michael Kraus. Quelle: imago

Kraus mit Muskelfaserriss im Oberschenkel

Und die Schwaben haben sogar die größte Attraktion der 2. Liga in den Reihen: „MimiKraus. Der Ex-Weltmeister (35) nahm sich nach dem Abstieg und dem Tod seines Vaters im Sommer Zeit für eine innere Einkehr. Da stand sogar sein Karriere-Ende kurz im Raum, am Ende aber der Entschluss „aus der Region nicht mehr wegzugehen“. Und: Er verlängerte in Bietigheim, wo er künftig auch im Marketing mitarbeitet. Nur: Ob er am Freitag in Lübeck spielt, ist eher fraglich. Kraus, so ist auf der BBM-Homepage zu lesen, soll nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel erst in der nächsten Woche wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Przybecki: „Auch ohne Kraus ist Bietigheim ein Zweiliga-Team mit Erstligakader.“ Und neben Gummersbach die Attraktion der Liga.

Von Jens Kürbis

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