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VfL Lübeck-Schwartau Flensburg und Gummersbach in Lübeck: „Ein Mega-Handball-Event“
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Flensburg und Gummersbach in Lübeck: „Ein Mega-Handball-Event“
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17:43 20.06.2019
Flensburg im DHB-Pokal in Lübeck – das gab es zuletzt am 14. Dezember 2012. Der VfL unterlag mit Niclas Dombrowski & Co. im Achtelfinale 22:35. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

Piotr Przybecki packte in seinem neuen Zuhause, einem Reihenhaus in Travemünde, Umzugskartons aus, als ihn die Nachricht von der Verlegung des Pokal-Turniers erreichte. Der VfL Lübeck-Schwartau hatte nach der Schweriner Absage (Umbauarbeiten an der Halle) zugegriffen. Sechs Jahre nach dem Achtelfinalsieg über Leutershausen (28:19) steigt wieder ein Pokalspiel in der Hansehalle, nach der Reform vor vier Jahren sind es sogar drei. Der VfL trifft am 17. August im Halbfinale des Mini-Final-Four auf Erstliga-Absteiger VfL Gummersbach, zuvor stehen sich Meister Flensburg und Drittligist Schwerin gegenüber. Tags darauf spielen die Sieger um den Einzug ins Achtelfinale.

Neu-Trainer Przybecki in Travemünde

Gummersbach ist schon ein Traumlos, jetzt auch noch zu Hause und gegen den alten Trainer. Das ist ein Highlight. Ich mag solche Pokal-Herausforderungen. Das Turnier insgesamt ist sehr interessant“, freut sich Przybecki. Gut vier Wochen vor dem Saisonstart ist Schwartaus neuer Trainer angekommen – und das mit seiner Familie, Frau Agnieszka, Sohn Kaytek (14) und Kater Felek. „Wir haben jetzt zwei Tage Zeit, um alles hinzustellen, dann muss ich kurz zurück“, erzählt der 46-Jährige. Zurück nach Breslau, um letzte Dinge zu klären. In einer Woche soll das alles erledigt sein. Dann startet die Vor-Ort-Mission VfL mit einem Vorab-Treffen mit Sponsoren und seinem Trainerstab.

In der Nacht um zwei Uhr steuerte Piotr Przybecki den Umzugslaster vor sein neues Zuhause in Travemünde. Der VfL-Trainer ist mit seiner Familie angekommen. Quelle: Agentur 54°

Kiel, Flensburg und Gummersbach in Lübeck

Erster Gradmesser wird Gummersbach sein, der Pokal- und erste Heimspielgegner (30. August). VfL-Chef Michael Friedrichs freut sich drauf: „Das wird ein Mega-Handball-Event. Ich bin überrascht und glücklich, dass wir es ausrichten .“ Er habe viele WhatsApp erhalten: „Alle freuen sich tierisch drauf. Zwei Tage Flensburg, da lege ich mich fest, dazu Gummersbach, der Traditionsverein mit unserem Ex-Coach Torge Greve – genial.“ Zudem sei es ein kleiner Jacob-Cement-Cup, da der Baustoffhändler gleich drei Vereine (Flensburg, Schwerin, Schwartau) unterstützt. Nicht genug: Drei Wochen zuvor gastiert noch EHF-Cup- und DHB-Pokalsieger THW Kiel im Testspiel in Lübeck (24. Juli). Friedrichs: „Mehr geht nicht.“

Turnierticket ab 20 Euro

Bis zum Pokal-Wochenende muss er mit seinem Team noch einige Hausaufgaben erledigen. „Wir gehen jetzt in die Detailplanung.“ Unter anderem müssen Anwurfzeiten und Ticketpreise festgelegt werden. Die Handball-Bundesliga (HBL) hat als Mindestpreis 12 Euro für ein Tages- und 20 Euro für ein Turnierticket festgelegt. Nicht die einzige Vorgabe: Der VfL muss nach Abzug der Kosten, wie Hallenmiete, Schiedsrichter, zehn Prozent der Netto-Ticketeinnahmen an die HBL und Fahrtkosten für die drei Vereine (rund 1500 Euro) den Gewinn aus Ticketeinnahmen mit den drei anderen Vereinen teilen. Bleibt unterm Strich ein Minus, trägt es der VfL allein. Beim Ausrichter verbleiben nur die Erlöse aus Catering und Sponsoring. VfL-Chef Friedrichs will sich nicht auf eine ausverkaufte Hansehalle verlassen, sucht so noch nach Extra-Sponsoren.

August 2016: Der VfL richtet erstmals ein Mini-Final-Four aus, scheitert im halbfinale knapp an Erstligist Hannover. Im Foto: Sven-Sören Christophersen (heute in Hannover Geschäftsführer) gegen Markus Hansen. Quelle: 54°/Felix König

VfL war schon 2016 Ausrichter

Zur Erinnerung: Vor drei Jahren war der VfL schon einmal Gastgeber, in der Schwartauer Jahnhalle (mit Erstligist Hannover, Dessau und DHK Flensborg). Schult & Co. sind damals im Halbfinale knapp an Hannover gescheitert (27:31 nach Verlängerung). Das Finale Hannover gegen Dessau fand dann vor gerade mal 150 Zuschauern statt. Der VfL konnte ein Minus nur durch Extra-Sponsoren abfangen.

Der VfL Lübeck-Schwartau im DHB-Pokal

Saison 2018/19: Erstrunden-Aus im Halbfinale beim Turnier in Hildesheim – 17:31 gegen SC Magdeburg

2017/18: Erstrunden-Aus im Halbfinale beim Turnier in Altenholz – 18:37 gegen SG Flensburg-Handewitt

2016/17: Erstrunden-Aus im Halbfinale beim Turnier in Bad Schwartau – 27:31 n.V. gegen TSV Hannover-Burgdorf

2015/16: Erstrunden-Aus im Halbfinale beim Turnier in Hildesheim – 28:30 gegen TSV Hannover-Burgdorf

2014/15: (K.o.-Modus): Erstrunden-Aus in Wilhelmshaven (26:30)

2013/14: Viertelfinal-Aus bei den Rhein-Neckar Löwen (27:40); Achtelfinale: VfL – SG Leutershausen 28:19; 2. Runde: VfL – TSV Hannover-Burgdorf 38:31; 1. Runde: SV Mecklenburg Schwerin – VfL 21:30.

2012/13: Achtelfinal-Aus im Heimspiel gegen THW Kiel (26:35); 3. Runde: VfL – HSG Wetzlar 33:30; 2. Runde: HF Springe – VfL 33:34; 1. Runde: TSV Bremervörde – VfL 19:32.

2011/12: Achtelfinal-Aus im Heimspiel gegen SG Flensburg-Handewitt (22:35); 3. Runde: HC Aschersleben – VfL 23:32; 2. Runde: Wilhelmshavener HV – VfL 29:31; 1. Runde: HC Einheit Halle – VfL 21:36.

2010/11: Viertelfinal-Aus im Heimspiel gegen SG Flensburg-Handewitt (27:34); Achtelfinale: VfL – Dessau-Roßlauer HV 34:24; 3. Runde: VfL – TV Korschenbroich 36:31; 2. Runde: TuS Esingen – VfL 11:44; 1. Runde: TSG Altenhagen-Heepen – VfL 28:31 n.V.

2009/10: Viertelfinal-Aus im Heimspiel gegen HSV Hamburg (29:36); Achtelfinale: VfL – Tusem Essen 35:32; 3. Runde: VfL – TBV Lemgo 29:28; 2. Runde: VfL – TSV Altenholz 37:31; 1. Runde: VfL – SC Magdeburg II 28:21

2008/09: Erstrunden-Aus im Heimspiel: VfL Bad SchwartauSG Achim /Baden 24:28

Jens Kürbis

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