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VfL Lübeck-Schwartau Flensburg zieht ins Lübecker Pokal-Finale ein
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Flensburg zieht ins Lübecker Pokal-Finale ein
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20:00 17.08.2019
Flensburgs Anders Zachariassen setzt sich durch, traf am Ende dreimal. Quelle: 54 Grad
Lübeck

Boy Meesenburg, Beiratsvorsitzender der SG Flensburg-Handewitt und mit seinem Unternehmen Jacob Cement sowohl bei der SG als auch bei den Mecklenburger Stieren Schwerin Sponsor, marschierte nach Spielschluss in die Stiere-Kabine und spendierte spontan 500 Euro für die Mannschaftskasse. „Das haben sich die Jungs für ihren couragierten Auftritt auch verdient. Das haben sie gut gemacht, war richtig toll.“ In der Tat. Vor 1625 Zuschauern zog sich der Drittligist in der Hansehalle im ersten Halbfinale des Lübecker Turniers der ersten DHB-Pokal-Runde gegen den Meister achtbar aus der Affäre. Es änderte indes nichts am klaren Ausgang. Die SG Flensburg-Handewitt entledigte sich der Pflichtaufgabe souverän, zog mit einem 35:24 (18:12)-Sieg ins Endspiel am Sonntag ein (17 Uhr). In dem trifft das Team von Trainer Maik Machulla auf den Sieger des zweiten Halbfinals VfL Lübeck Schwartau gegen VfL Gummersbach.

Machulla: „Haben es uns zu bequem gemacht“

Bei Flensburg trafen Simon Jeppsen (5), und Magnus Röd (6) am besten. Bei Schwerin überzeugte der Ex-Schwartauer Kim Colin Reiter mit fünf Treffern. SG-Trainer Machulla war mit Auftritt nur bedingt zufrieden: „Wir haben es uns zu bequem gemacht, vor allem in der Abwehr. Da hat mir die nötige Aggressivität gefehlt, mussten wir zu viel laufen“ Hinzu kam, dass die SG im Angriff klare Chancen ausließ. „Das war nervig. So blieb es nur bei fünf, sechs Treffern Plus. Wir müssen es klarer machen.“ Zufrieden war er mit seinem Duo Jeppsen/Röd.

Flensburg ist unüberwindbar“

Im Finale am Sonntag müsse sein Team zulegen, ganz anders auftreten, sagte Machulla. „Da kommt eine ganz andere Qualität auf uns zu. Schwartau hätte Heimvorteil, Gummersbach ist eine Zweitligamannschaft mit einem Erstligakader. In jedem Fall ist es ein schöner Test für uns.“ Dass die SG als Sieger ins Achtelfinale einzieht, davon sind Schwartau-Coach Piotr Przybecki und Gummersbach-Trainer Torge Greve überzeugt. „Da müsste bei Flensburg schon sehr viel schief laufen. Die sind unüberwindbar“, erklärten beide Trainer vorab.

Lutz Wesseling (5 Treffer) begeisterte mit seinen Schwerinern mit einem leidenschaftlichen Spiel. Quelle: Agentur 54°

Flensburg will ins Hamburger Final Four

Für die SG Flensburg-Handewitt wäre der Einzug ins Achtelfinale ein erster Schritt für eines der großen Saisonziele. In punkto Titelkampf gibt sich der Meister aber bescheiden wie immer. „Favorit auf den Meistertitel ist der THW Kiel“, sagte Machulla. „Wir möchten nach Hamburg. Der deutsche Meister gehört ins Final Four.“ Zwar hatte Machulla seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren in beiden Spieljahren die Meisterschale geholt, zur Endrunde um den DHB-Pokal hatte es seine Mannschaft aber nicht geschafft. Dass es mit dem Titel-Hattrick klappen könnte, wollte er aber nicht ausschließen. „In der Bundesliga wollen wir so lange wie möglich oben mitspielen“, sagte der 42-jährige Machulla. „Wir wollen demütig unsere Arbeit machen und von Spiel zu Spiel schauen.“

Supercup gegen Kiel

Die Flensburger haben nur wenig Bewegung im Kader. Der Abgang der Top-Handballer Tobias Karlsson, der seine Karriere beendete, und Rasmus Lauge zum polnischen Serienmeister KS Kielce muss verkraftet werden. Einziger Neuzugang ist der Pole Michal Jurecki.

Schon am Mittwoch steht für die SG der erste Härtetest an. Dann trifft der Meister in Düsseldorf im Supercup auf den Erzrivalen Kiel.

Statistik zum Spiel

Mecklenburger Stiere Schwerin: Kominek, Heinemann – Grämke, Grolla (4), Kix, Weßeling (5), Reiter (5), Barten, Evangelidis, Zufelde, Aust (3), Schulz (1), Passias (3), Papadopolus (3), Herbst, Leu

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud – Golla (2), Jensen, Svan (2), Wanne (1), Jeppsson (4), Jondal (4), Steinhauser (4), Versteijnen, Zachariassen (3), Johannessen (4), Gottfridsson (3), Persson (1), Jurecki (1), Rod (6)

Spielfilm: 1:2 (3.), 3:4 (7.), 4:7 (12.), 6:10 (17.), 7:12 (21.), 11:16 (27.), 12:18 (30./Halbzeit), 16:21 (34.), 18:24 (39.), 20:27 (46.), 23:30 (51.), 23:34 (56.), 24:35 (60./Endstand)

Zuschauer: 1625 in der Lübecker Hansehalle

Von Jens Kürbis

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