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VfL Lübeck-Schwartau Kretschmer gegen Kretschmer – das verhinderte Bruderduell
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Kretschmer gegen Kretschmer – das verhinderte Bruderduell
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19:15 13.09.2019
Finn Kretschmer ist derzeit in Topform, traf zuletzt beim 22:22 gegen Hüttenberg siebenmal. Mit 14 Treffern ist der Rechtsaßen derzeit der zweitbeste Torjäger im Team. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Der 14. September, im Terminkalender der Handball-Familie Kretschmer ist der Samstag seit langem rot markiert. Wie immer, wenn Lübeck-Schwartaus Zweitliga-Handballer auf den HC Elbflorenz treffen (19 Uhr). Wie immer, wenn es heißt: Kretschmer gegen Kretschmer, Finn gegen Nils, kleiner gegen großer Bruder. Wie immer werden dann auch die Eltern Holger und Marion in der Halle sitzen. Doch diesmal ist nichts wie immer. Nils, Dresdens Torgarantie aus dem linken Rückraum, schaut aus der sächsischen Ferne zu. Der 26-Jährige hat sich einen Riss des linken Innenmeniskus zugezogen, wurde am Knie operiert.

VfL entdeckt seine Außen wieder

„Das ist erst gut eine Woche her. Nils liegt noch flach, wird wohl mehr als vier Wochen ausfallen“, berichtet Finn. Der 25-Jährige bedauert die Verletzung, hatte sich schon auf das Bruderduell, die Revanche für das 28:32 im Juni in Dresden gefreut. Auch, weil er in Topform ist. 19 Würfe, 14 Treffer, nach Fynn Gonschor (16) die Nummer zwei als Torjäger, 170 Minuten Einsatzzeit – Kretschmer ist der treffsichere Dauerbrenner im VfL-Team. Wie auch Gonschor auf links profitiert er davon, dass der VfL seine Außen wiederentdeckt, das jahrelang vermisste Spiel über die Flügel belebt hat. Es sind die ersten Züge der Handschrift des neuen Trainers Piotr Przybecki. Nicht nur. „Wir konnten ja auch nicht anders“, sagt Kretschmer. Denn nach dem Abgang von Antonio Metzner, „der acht von zehn reingehauen hat“, fehle es an Feuerkraft aus dem rechten Rückraum. Janik Schrader und Jasper Bruhn seien eher die spielerischen Typen, die mit dem Auge für den Nebenmann. „Und davon profitiere ich natürlich ungemein.“

Saison 2018/19 – die Heimspiele des VfL in Bildern: Tore, Matchwinner und Zuschauer

Geschwollene Lymphknoten: Genda-Comeback verschoben

Auf das gute Flügelspiel baut auch Coach Przybecki am Samstag. Nach dem Videostudium der Elbflorenz-Spiele fordert er von seinem Team aber insbesondere das Unterbinden des sächsischen Tempospiels. „Das ist eine der Dresdner Stärken.“ Mit 27,66 Treffern im Schnitt zählt Elbflorenz zu den torhungrigsten Teams der Liga. Przybecki: „Die sind individuell sehr stark.“ Beim Unternehmen zweiter Heimsieg muss der Coach neben den Langzeitverletzten Markus Hansen und Nikola Potic dabei wohl auch auf Pawel Genda verzichten. Das Comeback, neun Monate nach seinem Kreuzbandriss, ist verschoben. „Pawel hatte geschwollene Lymphknoten, musste im Training pausieren“, berichtet Przybecki.

Kretschmer ist sich aber sicher: „Wenn wir wie gegen Gummersbach in der Abwehr spielen, mit der Leidenschaft, mit der Energie, dann sollte da nichts schief gehen. Wir dürfen Dresden nur nicht das Gefühl geben, dass hier was zu holen ist, müssen von vorn dominieren.“

Vor dem Spiel

Anwurf: Sa., 19 Uhr, Hansehalle, Lübeck. Tickets: 1620 verkauft; Abendkasse: 17.30 Uhr; Tickets ab 18 Euro.Bisherige Begegnungen: 4; 1 VfL-Sieg, 2 Remis, 1 Niederlage.Info Dresden: Tabellen- 14.; 2:4 Punkte; bisherige Spiele: DresdenEisenach 28:26, HammDresden 36:27, DresdenHSV 28:33; bester Werfer: Sebastian Greß (Rückraum links): 12 Treffer.Einlaufkinder: HSG Wagrien.Aktion: VfL hat 50 Cougars-Footballer als Saisonabschluss eingeladen.Rahmenprogramm: Tanzgruppe Creative Dance Studio.Vorspiel: A-Jugend-Bundesliga, 15.30 Uhr: VfL Bad SchwartauHSV Hamburg.

#aprilbaby – Finn Kretschmer wird Papa

Kretschmer gegen Kretschmer. Für Finn ist es auch aus einem zweiten Grund nicht wie immer. Die Familie wird größer. „Ja, es stimmt: Ich werde Papa“, erzählt er stolz. Seine Frau Steffi hat es auf ihrem Instagram-Account unter den Hashtags #momtobe, #dadtobe, #3monthspregnant öffentlich gemacht. „Wir sind so überglücklich, das ist ein neuer Lebensabschnitt. Und wir sind aufgeregt, in zwei Wochen wissen wir, ob es ein Junge oder Mädel wird“, erzählt Kretschmer, der zudem mit seinem Sportmanagement-Studium in Wismar auf die Zielgerade einbiegt. „Jetzt steht die Bachelorarbeit an. Im Januar will ich durch sein.“ Und dann kommt: #aprilbaby.

Besonderes Spiel für Schwartaus A-Jugend

Auch für die Bundesliga-A-Jugend des VfL Bad Schwartau ist die Partie am Samstag eine besondere: Das Team von Trainer Mirko Baltic erwartet im Vorspiel den HSV Hamburg (15.30 Uhr). „Das ist unser einziges Hansehallen-Spiel vor den Männern“, erklärt Baltic. Nach dem überraschenden Auftaktsieg beim THW Kiel (29:26) will der VfL jetzt im nächsten Nordderby nachlegen. Mit Blick auf das Erreichen der Meisterrunde, also Platz vier in der Zehner-Staffel, „ist jede Partie wichtig“, sagt Baltic, „du darfst dir bei dem neuen Spielsystem mit nur neun Partien bis Weihnachten keinen Ausrutscher erlauben.“ Auch besonders: Schwartaus Rückraumduo Tim und Lukas Laveaux trifft auf den Ex-Verein.

Von Jens Kürbis

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