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VfL Lübeck-Schwartau Lübeck-Schwartau: Region hat Bock auf VfL-Handball
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Lübeck-Schwartau: Region hat Bock auf VfL-Handball
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18:22 04.04.2019
Jubel auf der Schwartauer Bank. Der VfL strebt gegen Hüttenberg den vierten Heimsieg in Folge an. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

2146 Zuschauer, 2047, 2176, 2176. Ausverkauft, fast ausverkauft, ausverkauft, ausverkauft. Der VfL Lübeck-Schwartau ist – gemessen an der Hallenauslastung – im neuen Jahr der Überflieger der 2. Handball-Bundesliga. Und der Run scheint ungebrochen. Für das Heimspiel gegen den TV Hüttenberg am Freitag (19.30 Uhr) sind mehr als 1750 Tickets im Vorverkauf weg. „Wir steuern wieder auf die 2000 zu“, sagt Hauke Schult, beim VfL der Mann fürs Ticketing.

1750 Tickets für Essen-Spiel im Mai weg

Auch der Blick auf die restlichen Partien ist verheißungsvoll. Für das Wilhelmshaven-Heimspiel (26. April) sind bereits 1400 Tickets abgesetzt, für die Partie gegen TuSEM Essen (4. Mai) 1750. Das Heimspiel gegen den HSV Hamburg (24. Mai) ist bereits ausverkauft. Selbst für das Liga-Finale in zwei Monaten gegen Hamm (8. Juni) sind 1400 Karten weg. Für Schult ist es realistisch, „dass wir in allen Partien die 2000er Marke knacken“. Alte VfL-Fans reiben sich die Augen: Denn den Ansturm gab es so nicht mal zu besten Erstligazeiten. Er erklärt sich aus den Nachwehen der euphorischen Weltmeisterschaft, der Siegesserie von Waschul & Co., den attraktiven Gegnern und dem Umstand, „dass vermehrt viele Vereine mit ganzen Abteilungen kommen“, erklärt Schult. Für ihn zeigt das: „Die Region hat Bock auf uns, hat Bock auf Handball insgesamt.“

Der TV Hüttenberg reaktivierte Carlos Prieto. Der 39-jährige Spanier, der in Dutenhofen in Mittelhessen lebt, gewann mit dem FC Barcelona die Champions League. Quelle: TV Hüttenberg

Hüttenberg holt Champions-League-Sieger Prieto

Und nun kommt der TV Hüttenberg, „das Original aus Mittelhessen“. Der Traditionsverein steckt nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Zweitliga-Mittelfeld fest. Herzstück – und das schon seit Jahren – ist die offensive, sehr aggressive 3:2:1-Abwehr, die im permanenten Zerstörungsmodus schon oft gegnerische Angriffsreihen und deren Trainer in die Verzweiflung trieb. „Das ist die Basis ihres Spiels“, weiß VfL-Coach Gerrit Claasen. Vorn setzt der TVH auf „nordisch by nature“, die schwedisch-isländische Feuerkraft aus dem Rückraum durch Markus Stegefeldt (115 Treffer) und Ragnar Johannsson (103). Strippenzieher ist der 37-jährige Tscheche Tomas Sklenak. Am Kreis mischt seit einer Woche sogar ein dreifacher Champions-League-Sieger mit: Carlos Prieto, 39. Der Spanier, ein 105-Kilo-Koloss, der beim FC Barcelona, den Rhein-Neckar Löwen und zuletzt bei der HSG Wetzlar sein Geld verdiente und in Dutenhofen lebt, wurde aus dem Handball-Ruhestand reaktiviert, da sich Hüttenbergs Stammduo am Kreis verletzt hatte.

Ist nach zwei Spielen Pause wieder dabei: Toni Podpolinski, der zuletzt in Aue ein bärenstarkes Spiel zeigte. Quelle: Agentur 54°

Podpolinski ist wieder fit

Claasen sieht sein Team nach intensivem Videostudium darauf vorbereitet, will nach dem Einbruch in Dormagen (23:31) mit seinen Jungs wieder zurück in die Erfolgsspur. Dabei kann er wohl wieder auf ein Duo setzen: Toni Podpolinski und Martin Waschul. „Podde ist nach seinem Infekt voll einsetzbar, bei Waschi schauen wir“, sagt Claasen. Das VfL-Lazarett lichtet sich. In Kürze sollen Linksaußen Sebastian Damm (Schulter) und Tim Claasen (chronischer Darminfekt) wieder an Bord sein. Ob der Isländer Dadi Runarsson nach seiner Knie-OP bis zum Saisonende sein Comeback gibt, ist eher fraglich. Das von Pawel Genda (Kreuzbandriss) ist ohnehin erst für den August geplant. Der Pole, der zur Reha in seiner Heimat ist, schaut am Freitag in der Hansehalle vorbei, postete via Instagram aus dem Auto: „Lübeck soon!“, bald in Lübeck.

Vor dem Spiel

Anwurf: Freitag, 19.30 Uhr.

Tickets: 1750 im Vorverkauf weg; Abendkasse ab 18 Uhr.

Hinrunde: HüttenbergVfL Lübeck-Schwartau 25:22

Bisherige Spiele: 9 Spiele seit 2012 (5 VfL-Siege, 1 Remis, 3 Niederlagen).

Info Hüttenberg: Erstliga-Absteiger; Platz 10, 26:30-Punkte; Auswärtsbilanz: 14 Spiele (5 Siege, 3 Remis, 6 Niederlagen); verletzt: Kreisläufer Mario Fernandes (Kapitän) und Moritz Zörb

Einlaufkinder: TSV Ratekau (mJE), VfL Bad Schwartau (Maxi Mix)

Jens Kürbis

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