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VfL Lübeck-Schwartau Schwartau-Neuzugang Potic: Ärger mit der Bandscheibe
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Schwartau-Neuzugang Potic: Ärger mit der Bandscheibe
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17:47 06.09.2019
Verletzte unter sich: Markus Hansen wird (nur so aus Spaß) von Nikola Potic (kl. Foto im Testspiel) behandelt. Jetzt steht fest: Der Serbe fällt mit Bandscheibenvorfall länger aus. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Abschlusstraining, gemeinsames Mittag „Bei Alina“ in Bad Schwartau und dann ab zum dritten Saisonspiel. 520 Kilometer gen Mittelhessen. Beim TV Hüttenberg wollen Schwartaus Zweitliga-Handballer am Samstag ihre weiße Weste wahren (19.30 Uhr/sportdeutschland.tv). Nicht an Bord: Nikola Potic. „So eine lange Fahrt wäre für ihn Gift, gerade jetzt“, sagt Piotr Przybecki. Das „gerade jetzt“ hatte der VfL-Trainer einige Stunden zuvor erfahren. Eine Botschaft, mit er so nicht gerechnet hatte. Der Überbringer: Dr. Arndt Müller. Der Mannschaftsarzt hatte ihm mitgeteilt, dass Potic einen Bandscheibenvorfall im unteren Lendenwirbelbereich erlitten hat, lange, sehr lange ausfallen werde. Wie lange? Da will sich Dr. Müller nicht festlegen: „Zumindest wochenlang.“

„Nerv hat Schaden genommen“

Die Krankenakte Potic und die bittere Erkenntnis: Der serbische Nationalspieler kommt beim VfL einfach nicht in Tritt. Im Mai wurde er als der Rückraum-Kracher auf Halbrechts vorgestellt– mit Champions-League-Erfahrung (Partizan Belgrad, RK Zagreb). Nur: Bis auf einen kurzen „Wackel-Auftritt“ im Pokal gegen Flensburg ist er noch nicht hinausgekommen. Der Grund: Seit Trainingsbeginn klagt Potic über Wadenprobleme, Schmerzen auf der rechten Seite. Der Verdacht: Nachwehen seiner Achillessehnenverletzung aus dem Vorjahr. „Das war es nicht“, stellt Dr. Müller klar. Er zog einen Neurochirurgen hinzu. Denn Potic hatte muskulär auch kaum Fortschritte gemacht. Nach einer MRT-Untersuchung kam nun heraus: „Ein Nerv hat einen kleinen Schaden genommen.“ Und: „Nikola hat die Verletzung schon länger, wohl zu uns mitgebracht“, berichtet Müller. Nur: Beim Medizincheck im Mai war noch alles im grünen Bereich gewesen . . .

Und wie geht es jetzt weiter? „Wir versuchen es ohne Operation mit intensiver Physiotherapie, einer Elektro- und Spritzentherapie hinzubekommen“, erklärt Dr. Müller. „Das wird Zeit in Anspruch nehmen.“

Nikola Potic (Nr. 10) kam bisher nur zu Kurzeinsätzen in Testspielen und im Pokal gegen Flensburg. Quelle: Agentur 54°

Przybecki: Keine Nachverpflichtung

Ein Rückschlag für den VfL, für Przybecki, der gerade auf Potic’ Shooter-Qualitäten gehofft hatte. „Klar trifft uns das hart. Aber Jannik Schrader und Jasper Bruhn funktionieren als Ersatz bisher sehr gut. Wir bekommen es auch so hin“, sagt Przybecki. Eine Nachverpflichtung schließt er aus. „Auf keinen Fall suchen wir da. Wir geben Nikola die Zeit, die er braucht.“

Die Rekonvaleszenz, die hat Pawel Genda hinter sich. 269 Tage nach seinem Kreuzbandriss wird der Pole am Samstag erstmals wieder mit dem VfL auflaufen. „Er ist bereit, kann uns vielleicht schon in der Abwehr helfen“, kündigt Przybecki an.

Dezember 2018: Pawel Genda verletzt sich im Länderspiel gegen Deutschland am Knie. Quelle: Agentur 54°

HüttenbergPrzybeckis erste Station

Fit für Hüttenberg. Da, wo der VfL vor fünf Jahren zuletzt punktete. Da, wo das Original aus Mittelhessen, das Handballdorf mit seinen 10 000 Einwohnern, ist. Und da, wo der große Nachbar, Erstligist HSG Wetzlar, nur 12,7 Kilometer weg seine Spielstätte hat. Przybecki kennt die Ecke wie seine Westentasche. Hüttenberg war seine erste Bundesliga-Station als Profi, von 1995 bis 1997. „Das ist ja Ewigkeiten her.“ Und woran erinnert er sich spontan? „An den Handkäse, den Geruch vergisst du nie“, erzählt er lachend, „und die Halle, den Hexenkessel, auch nicht“.

Unorthodoxes Abwehrspiel

Das ist heute noch so. Das andere Hüttenberger Markenzeichen: Der TVH bevorzugt ein unorthodoxes sehr offensives Abwehrspiel, spielt einen schnellen Ball. Der katapultierte den Verein 2017 sogar für ein Jahr in die erste Liga. Pryzbecki: „Wir müssen da sehr durchdacht und diszipliniert angreifen.“ Und ohne die Feuerkraft von Nikola Potic. Auf die wird der VfL länger verzichten müssen . . .

Von Jens Kürbis

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