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VfL Lübeck-Schwartau Sportdeutschland.tv – eine neue Plattform für die 2. Handball-Bundesliga
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Sportdeutschland.tv – eine neue Plattform für die 2. Handball-Bundesliga
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19:40 12.06.2019
Seit dieser Saison gibt es alle Zweitliga-Handballspiele im Stream. Beim VfL Lübeck-Schwartau kommentieren dabei meist Ex-Pressesprecher Jan Hinrichsen (r.) und Ex-Spieler Maciej Judycki die Partien. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Jedes Spiel des VfL Lübeck-Schwartau live, dazu noch einmal alle Re-Live als Konserve abrufbar – „das hätte ich vor ein paar Jahren nicht für möglich gehalten“, gibt VfL-Chef Michael Friedrichs zu. Seit dieser Saison ist es Standard in der 2. Handball-Bundesliga. Jede Partie ist auf sportdeutschland.tv im Stream zu sehen. „Das ist überragend, war der richtige Schritt. Wir haben damit eine neue Plattform, mehr Reichweite. Das ist ein Meilenstein“, ist Friedrichs begeistert.

4000 Zuschauer bei VfL-Spielen

Die Zahlen aus dem Reporting geben ihm recht. Im Schnitt schauten bei den VfL-Spielen bis zu 4000 Zuschauer zu. In der Hinrunde war das Nordhorn-Spiel mit 4500 Aufrufen der Topwert, in der Rückrunde die HSV-Partie mit 3000 Live-Views. Das ist viel. In die Hansehalle passen maximal 2176 Zuschauer. Und: Sky kam in seinen ersten Live-Konferenzen der ersten Liga auch nur auf 20 000 Zuschauer. Beim VfL hat „Lotto“ als erster Partner den Mehrwert erkannt, präsentierte die Auszeiten. „Für die neue Saison haben wir Anfragen, gerade überregionale. Wir nehmen das jetzt in die Vermarktung mit rein, wollen sechs Werbeblöcke schalten“, sagt Friedrichs.

Alle 380 Spiele der abgelaufenen Zweitliga-Saison wurden live übertragen. Quelle: Agentur 54°

Sportdeutschland.tv hat TV-Rechte bis 2020

Möglich macht dies der TV-Vertrag mit Pay-TV-Anbieter Sky und ARD/ZDF bis 2023. In dem hat Sky bis einschließlich 2020 die TV-Rechte für die 2. Liga an sportdeutschland.tv abgetreten. Für die Produktion der TV-Bilder ist jeder Verein aber selbst zuständig.

Hinrichsen/Judycki am VfL-Mikro

Lübeck-Schwartau investiert dafür einiges. Das Equipment (Kamera, Rechner, Bildschirm, Programme, Headset) wird von sportdeutschland.tv gemietet – für rund 2000 Euro pro Saison. Hinzu kommt die Manpower: Techniker, Kameramann und zwei Kommentatoren. Den Part haben beim VfL Jan Hinrichsen und Ex-Profi Maciej Judycki inne. Und das mit Hingabe. „Ich bin in sämtlichen sozialen Medien unterwegs, sauge alle Infos über die Gegner auf, bereite mich umfassend vor“, erzählt Hinrichsen, der so für seine Kommentierung bisher ein positives Feedback erhalten hat.

Sky überträgt alle Spiele der 1. Bundesliga. Im Bild Moderater Jens Westen (r.) mit HSV-Vize Martin Schwalb als Experten. Quelle: Agentur 54°

2. Liga: Bis zu 3500 Zuschauer pro Spiel

Für Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), ist das TV-Projekt für die 2. Liga „zwingend notwendig, um das Sponsoring multimedial auszuweiten“. Die Zugriffszahlen für die Liga insgesamt lagen in der Saison bei 3000 bis 3500 Zuschauern pro Spiel. „Nicht so schlecht, darf aber gern mehr sein“, sagt Bohmann, der auch von der bisherigen Umsetzung angetan ist: „Die Produktionen haben eine unterschiedliche Qualität, aber ein sehr ansehnliches Niveau.“

250.000 Euro extra für die 2. Liga

Und die HBL schiebt das multimediale Projekt weiter mit an. Neben den direkten Erlösen aus der TV-Vermarktung – jeder Zweitligist erhält in der neuen Saison 34 000 Euro (statt 30 000) aus dem Sky-Vertrag – soll die 2.  Liga nochmals mit 250 000 Euro bezuschusst werden. „Das soll in die Medienproduktion gehen“, kündigt Bohmann an und fordert zugleich: „Die Vereine müssen das auch für Sponsoren noch stärker nutzen. Die Partner wollen nicht mehr nur die platte Bandenwerbung. Die Vereine haben jetzt die Infrastruktur, die Plattform dafür.“ In der kreativen Umsetzung sieht Bohmann bei allen Vereinen „noch Luft nach oben“. Auch in der HBL selbst. So ist ein Presenter für alle Zweitligaspiele im Gespräch, Erstliga-Spieler, die aus dem Unterhaus kommen, sollen die 2. Liga künftig bewerben. Für die 2. Liga hat die HBL auch einen Extra-Mitarbeiter eingestellt, plant zudem Fortbildungen für Vereinskommentatoren und Techniker.

Jens Kürbis

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