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VfL Lübeck-Schwartau THW mit mehr Reserven
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau THW mit mehr Reserven
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22:16 24.07.2019
Torgefahr aus der zweiten Reihe ging beim VfL fast ausschließlich von Neuzugang Mex Raguse aus, der hier gegen die Kieler Hendrik Pekeler (l.) und Steffen Weinhold zum Wurf kommt Quelle: 54°/Felix Koenig
Lübeck

Als das Handball-Fest in der Hansehalle zu Ende ging, waren alle Beteiligten zwar zufrieden. Aber doch auch froh, dass es vorbei war. Die Zweitliga-Handballer des VfL Lübeck-Schwartau und ihre hochkarätigen Gäste vom EHF-Cup-Sieger THW Kiel waren nach dem 30:17 (12:10)-Sieg des Handball-Rekordmeisters sichtlich am Ende ihrer Kräfte, und auch die 2176 Zuschauer hatten mit der Hitze in der Hansehölle zu kämpfen.

Ging am Spielfeldrand engagiert mit: Der neue THW-Cheftrainer Filip Jicha sprach nachher von einem „sehr gelungenen Test“ . Quelle: Agentur 54°

„Man hat gesehen, dass beide Mannschaften müde waren, und doch war es ein sehr gelungener Test, gut für die Kondition“, befand Kiels neuer Cheftrainer Filip Jicha. Zunächst sorgte der VfL mit seiner eingespielten Abwehrformation der Vorsaison – der rechtzeitig genesene Waschul und Ranke im Mittelblock – allerdings dafür, dass die Kieler kaum zu einfachen Toren kamen. Im Gegenteil: Der THW (bei dem sich Nilsson bereits im ersten Angriff am Sprunggelenk verletzte und mit Duvnjak der „Kopf des Teams“ wegen eines Muskelfaserrisses geschont wurde) lud den Zweitligisten mit technischen Fehlern und Fehlwürfen zum Gegenstoß ein. Und der VfL lief sie konsequent legte so bis zum 8:7 (23.) stets vor – obwohl THW-Keeper Landin allein in der 11. Minute dreimal in Folge parierte, acht Bälle in Halbzeit eins entschärfte.

Raguse überzeugt mit Tordrang und drei Treffern

Erst als die Kieler mehr über außen agierten und dem VfL die Gegenstöße verwehrten, drehten sie mit vier Treffern in Folge die Partie (8:11). Zur Halbzeit waren die VfL-Fans dennoch angetan vom Spiel des Zweitligisten, nicht zuletzt Neuzugang Mex Raguse hatte mit zwei seiner insgesamt drei Tore geglänzt, viel Tordrang bewiesen. Er hatte letztlich einen Großteil der Spielanteile im linken Rückraum, weil Genda nach seiner Kreuzband-Reha erst langsam wieder herangeführt werden soll und Jan Schult mit einem Faserriss im Bauchmuskel pausierte. Noch vor der Pause verletzte sich zudem der VfL-Isländer Runarsson an der Achillessehne, auch Hansen spielte phasenweise halblinks.

Da macht Tim Claasen dicke Backen: Der VfL-Spielmacher wird von Hendrik Pekeler abgedrängt. Quelle: Agentur 54°

Nach der Halbzeit fehlt VfL die Kraft

„Nach der Halbzeit war der THW konsequenter in der Abwehr, uns hat die Kraft verlassen“, räumte der um Struktur bemühte VfL-Spielmacher Claasen nachher ein. Und Abwehrchef Waschul wusste: „Nur sieben Treffer in der zweiten Hälfte – das ist natürlich zu wenig. Da hat man gemerkt, dass der THW körperlich ein ganz anderes Niveau hat. Da haben sie die Angriffe auf den Punkt gespielt.“ Auch Jicha war zufrieden: „Wir haben viel probiert. Meine Jungs haben eine Halbzeit gebraucht, um auf Touren zu kommen. Aber das ist normal während der trainingsintensiven Vorbereitung.“

Statistik zum Spiel
VfL: Klockmann (1.-30./4 Paraden/1 Siebenmer), Mallwitz (ab 31./3) – Glabisch 4/2, Gonschor, Raguse 3, Hansen, Ranke 1, Waschul, Köhler 1, Schrader 1, Kretschmer 2, Claasen 1, Runarsson 1, Möller 2, Bruhn 1.THW: N. Landin (1-30./8), Quenstedt (ab 31./4/1 Siebenmeter)– Reinkind 3, M. Landin 4, Weinhold 2, Wienczek 2, Ekberg 2, Rahmel 4/1, Dahmke 2, Zarabec 1, Horak 1, Bilyk 4, Pekeler 5, Nilsson.Zeitstrafen: 3 – 2. Siebenmeter: 3/2 (Glabisch verwirft gegen Quenstedt) – 2/1 (Klockmann pariert gegen Ekberg).Spielfilm: 4:2 (7.), 6:4 (17.), 8:7 (23.), 8:11 (27.), 10:12 (HZ) – 11:12 (31.), 11:18 (41.), 13:21 (45.), 16:22 (50.), 16:28 (59.), 17:30 (Ende).

Christian Schlichting

Bei einem Testspiel musste sich Handball-Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau gegen den deutschen Rekordmeister THW Kiel mit 17:30 (10:12) geschlagen geben. Das Spiel in der ausverkauften Hansehalle in Lübeck war gleichzeitig die Heimpremiere des neuen VfL-Trainers Piotr Przybecki.

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