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VfL Lübeck-Schwartau Talent Fynn Gonschor kommt zum VfL
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Talent Fynn Gonschor kommt zum VfL
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Neuzugang Fynn Gonschor und VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs in der Lübecker Hansehalle. Quelle: 54°/Christian Schaffrath
Lübeck

Den ganz kleinen Nachwuchstalenten in seiner Heimatstadt Gummersbach muss er es noch schonend beibringen, die Handball-Legenden Jo Deckarm und Heiner Brand aber sind schon informiert: Fynn Gonschor verlässt den VfL Gummersbach nach sieben Jahren an der dortigen Handballakademie und wechselt im Sommer zum Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau. Das haben der 19-jährige Linksaußen und VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs jetzt in einem Einjahresvertrag fixiert, den der Gummersbacher während eines Osterurlaubs an der Ostsee unterschrieben hat.

Greve lässt ihn bei den Profis mittrainieren

Gonschor, der aktuell in der A-Jugend-Bundesliga und im U23-Team des Traditionsklubs spielt, weiß, worauf er sich einlässt. Den Norden kennt er „von unzähligen Urlauben mit meiner Familie in Großenbrode“, die künftige Mannschaft seit einem zweitägigen Probetraining im Oktober vergangenen Jahres („eine sehr sympathische Truppe“). Der damalige Trainer Torge Greve ist inzwischen zwar Chefcoach in Gummersbach (und hat ihn zuletzt im Erstliga-Team der Oberbergischen mittrainieren lassen).

Auch Przybecki ist von ihm überzeugt

Aber auch die Ideen des künftigen Chefs in Lübeck, Piotr Przybecki, haben ihn überzeugt: „Der Gegenstoß, das Umschaltspiel, die erste Welle – das sind sicher meine Stärken“, sagt der 1,89 Meter lange Gonschor, der in der A-Jugend auch immer wieder auf Rückraum Mitte eingesetzt wurde, beim VfL aber gemeinsam mit Thees Glabisch auf Linksaußen und somit als Ersatz für Sebastian Damm (zum Bergischen HC) eingeplant ist. „Piotr will wohl auch mit einer offensiveren Deckung spielen, und als Spitze einer 5-1-Deckung bin ich, glaube ich, ganz gut“, sagt Gonschor.

Als FSJler betreut er derzeit auch Handball-Legende Jo Deckarm

Fynn Gonschor (h.l.) mit Jo Deckarm und  Quelle: VfL Gummersbach

Nach seinem Abitur im Sommer 2018 hatte er sein geplantes Studium verschoben „ohne lange überlegen zu müssen. Der VfL hatte mir eine Stelle als FSJler angeboten, bei der ich mich auch um Jo Deckarm kümmern sollte“. Der Handball-Weltmeister von 1978, ist seit einem Sturz bei einem Europacup-Spiel 1979 aufgrund eines schweren Schädel-Hirn-Traumas auf Hilfe angewiesen, lebt seit seinem Umzug aus seiner Heimatstadt Saarbrücken im September 2018 in einem Gummersbacher Seniorenheim. „Jo ist inzwischen mehr als ein Arbeitgeber für mich, erst ist ein Freund. Ich hatte viel Respekt vor ihm, aber er war von Anfang an sehr offen“, sagt Gonschor.

In Kindergärten, Grundschulen und beim Jugend-Training

Im Rahmen seines Freiwilligendienstes in der VfL-Geschäftsstelle, der unter anderem vom Deckarm-Fonds der Deutschen Sporthilfe und seinen jahrelangen Weggefährten Urban Wrona und Ex-Bundestrainer Heiner Brand unterstützt wird („es ist unglaublich, was Heiner für ihn leistet“), ist Gonschor zudem in Grundschulen und Kindergärten präsent, ins Training der VfL-Teams eingebunden. Und er hat gemeinsam mit FSJ-Kollege Jonas Molz eigene „Minis“. „Denen muss ich jetzt, da alles in trockenen Tüchern ist, wohl auch ’mal gestehen, dass ich am Saisonende weggehe.“

BWL-Studium in Lübeck geplant

In Lübeck will Gonschor sich schnellstmöglich eine Wohnung suchen, zum Wintersemester dann an der Technischen Hochschule der Hansestadt BWL studieren – und sich beim VfL Lübeck-Schwartau zum Zweitliga-Spieler weiterentwickeln. „Ich fühle mich hier im Norden sehr wohl“, weiß er dank der vielen Urlaube und „würde gern länger bleiben“.

Auch beim VfL ist das so vorgesehen: „Fynn hat in der U19-Bundesliga bewiesen, dass er auf höchstem Niveau Handball spielen kann“, sagt Geschäftsführer Friedrichs. „Piotr Przybecki und ich sehen in ihm viel Entwicklungspotenzial und trauen ihm den Sprung in die 2. Bundesliga zu. Wir wollen weiter auf Talente setzen und haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sich junge Spieler bei uns zu Leistungsträgern entwickeln können.“

Christian Schlichting

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