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VfL Lübeck-Schwartau Torge Greve: Rückkehr mit Kampfansage
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Torge Greve: Rückkehr mit Kampfansage
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18:40 16.08.2019
Kehrt am Samstag in die Hansehalle zurück: Trainer Torge Greve. Quelle: imago images / Eibner
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Lübeck

Er ist wieder da! In Neustadt hat Torge Greve mit dem Gummersbacher VfL-Tross am Freitagabend Quartier bezogen. Am Samstag kehrt er an seine alte Arbeitsstelle zurück. Dahin, wo er jeden Haken, jede Matte kennt, mit dem VfL Lübeck-Schwartau in sieben Jahren mehr Höhen als Tiefen erlebt hat, ehe er im März dem Erstliga-Ruf aus dem Oberbergischen gefolgt ist. Retten konnte er den Handball-Altmeister zwar nicht mehr, will mit ihm aber zurück ins Oberhaus. Und der Neustart führt ihn jetzt ausgerechnet in die Hansehalle. Pokal-Halbfinale zwei des Lübecker Turniers und das ausgerechnet gegen seine alte Truppe (19.30 Uhr).

Rund ums Lübecker Final-Four-Turnier

DHB-Pokal, 1. Runde: 64 Teams spielen in 16 Turnieren 16 Sieger aus. 16 Turniergewinner ziehen ins Achtelfinale ein.

Lübecker Turnier:Samstag, Halbfinale, Hansehalle, 17.00: SG Flensburg-Handewitt – Mecklenburger Stiere Schwerin; 19.30: VfL GummersbachVfL Lübeck-Schwartau. Sonntag, 17.00: Finale.

Karten: 1600 bisher verkauft; Restkarten (25/ 20 Euro für alle drei Spiele) am Samstag ab 16 Uhr an der Tageskasse.

Saisoneröffnung: Der VfL feierte mit 150 Sponsoren und Partner bei den Stadtwerken Lübeck seine Saisoneröffnung. Einer der Höhepunkte: eine Talkrunde mit Ligachef Uwe Schwenker, VfL-Koordinator Gerrit Claasen, VfL-Beiratschef Thomas Bargemann.

Greve: „Aufpassen, dass ich nicht in die falsche Kabine abbiege“

„Ich muss aufpassen, dass ich nicht in die falsche Kabine abbiege“, erzählt Greve und lacht. Und ja, er freue sich. „Wirklich, es waren ja überwiegend schöne Zeiten. Ich freue mich auf die Jungs.“ Doch von ihnen gibt es schon mal eine Kampfansage. „Gummersbach und Torge – das motiviert auf jeden Fall. Wir wollen unserem alten Trainer zeigen, dass wir auch ohne ihn besser sind als seine neue Truppe. Der Ansporn ist da“, gibt Keeper Dennis Klockmann zu. Für Greve kein Problem. „Das ist völlig okay. Es hätte mich gewundert, wenn es nicht so wäre.“ Greves Ziel: „Wir wollen wie Schwartau den Sonntag erreichen.“ Das Hotel ist zumindest bis dahin gebucht. Im Finale am Sonntag wartet dann allerdings die „unüberwindbare Hürde Flensburg“. Der Meister ist für ihn als Turniersieger gesetzt.

Abschied mit Bierdusche: Torge Greve feiert am 9. März 2019 mit dem VfL in seinem letzten Spiel in der Hansehalle einen Sieg über TuS N-Lübbecke. Quelle: Agentur 54°

Glabisch, Schult und Genda fallen aus

Darin ist er sich mit Piotr Przybecki einig. Schwartaus Trainer hat ohnehin ein Handicap, muss auf ein Trio verzichten. Thees Glabisch und Jan Schult haben muskuläre Probleme. „Ich rechne in zwei, drei Wochen mit ihnen.“ Pawel Genda ist noch im Aufbautraining. Und Nikola Potic, der Neuzugang, soll aufgrund seiner schmerzhaften Wadenverletzung nur „etwas Luft schnuppern“. Der rechte Rückraum ist zum Saisonstart die große VfL-Baustelle. Denn Przybecki ist klar: Mit Janik Schrader und Jasper Bruhn „haben wir nicht die Riesen-Torgefahr“. Die Abwehr, Tempo- und Kombinationsspiel sollen deshalb zünden.

Schwartau – eine große Wundertüte

Keeper Klockmann freut sich, „dass es endlich losgeht. Jeder will spielen.“ Es ist auch eine Standortbestimmung. Denn noch ist der VfL eine große Wundertüte. Es fehlten in der Vorbereitung nicht nur die Verletzten, auch Konstanz und Frische. „Für uns ist der Pokal deshalb besonders wichtig“, sagt Przybecki, „wir wollen alles ausprobieren. Und das gegen einen starken Gegner.“ Gummersbach ist für ihn ohnehin der Aufstiegsfavorit. „Allein die Besetzung ist ein Muss.“ Mit Keeper Filip Ivic aus Kielce („Das ist eine Waffe“), Kreisläufer Tin Kontrec aus Zagreb, Alexander Hermann und dem österreichischen Rückraumrechten Janko Bozovic, der auch auf dem Schwartau-Zettel stand, wurden Hochkaräter geholt.

Der VfL Lübeck-Schwartau im DHB-Pokal

Saison 2018/19: Erstrunden-Aus im Halbfinale beim Turnier in Hildesheim – 17:31 gegen SC Magdeburg

2017/18: Erstrunden-Aus im Halbfinale beim Turnier in Altenholz – 18:37 gegen SG Flensburg-Handewitt

2016/17: Erstrunden-Aus im Halbfinale beim Turnier in Bad Schwartau – 27:31 n.V. gegen TSV Hannover-Burgdorf

2015/16: Erstrunden-Aus im Halbfinale beim Turnier in Hildesheim – 28:30 gegen TSV Hannover-Burgdorf

2014/15: (K.o.-Modus): Erstrunden-Aus in Wilhelmshaven (26:30)

2013/14: Viertelfinal-Aus bei den Rhein-Neckar Löwen (27:40); Achtelfinale: VfL – SG Leutershausen 28:19; 2. Runde: VfL – TSV Hannover-Burgdorf 38:31; 1. Runde: SV Mecklenburg Schwerin – VfL 21:30.

2012/13: Achtelfinal-Aus im Heimspiel gegen THW Kiel (26:35); 3. Runde: VfL – HSG Wetzlar 33:30; 2. Runde: HF Springe – VfL 33:34; 1. Runde: TSV Bremervörde – VfL 19:32.

2011/12: Achtelfinal-Aus im Heimspiel gegen SG Flensburg-Handewitt (22:35); 3. Runde: HC Aschersleben – VfL 23:32; 2. Runde: Wilhelmshavener HV – VfL 29:31; 1. Runde: HC Einheit Halle – VfL 21:36.

2010/11: Viertelfinal-Aus im Heimspiel gegen SG Flensburg-Handewitt (27:34); Achtelfinale: VfL – Dessau-Roßlauer HV 34:24; 3. Runde: VfL – TV Korschenbroich 36:31; 2. Runde: TuS Esingen – VfL 11:44; 1. Runde: TSG Altenhagen-Heepen – VfL 28:31 n.V.

2009/10: Viertelfinal-Aus im Heimspiel gegen HSV Hamburg (29:36); Achtelfinale: VfL – Tusem Essen 35:32; 3. Runde: VfL – TBV Lemgo 29:28; 2. Runde: VfL – TSV Altenholz 37:31; 1. Runde: VfL – SC Magdeburg II 28:21

2008/09: Erstrunden-Aus im Heimspiel: VfL Bad SchwartauSG Achim /Baden 24:28

Aufbruchstimmung in Gummersbach

In Gummersbach hat nach dem Abstieg ohnehin eine Art Aufbruchstimmung Oberhand gewonnen. „Die war schon nach dem letzten Spiel, dem bitteren Finale in Bietigheim, zu spüren“, sagt Greve. Den Abstieg sieht er deshalb nicht als Schock, „das ist eher eine Art Erlösung. Sie haben hier wieder Bock auf erfolgreichen Handball. Die letzten drei Jahre gab es vielleicht eine Dutzend Siege – mehr nicht.“ Dass zum ersten Training 500 Fans in die Halle kamen, es sogar Szenenapplaus gab, das verblüffte ihn aber schon. „Das treibt uns an, zeigt aber auch die Erwartungshaltung.“ Zwei Jahre hat sich der VfL für die Mission Wiederaufstieg Zeit gegeben. „Wir müssen acht Neue integrieren. Das braucht Zeit, auch wenn sie alle individuelle Klasse haben“, sagt Greve, der mit dem Pokal-Wochenende seiner Familie auch ein Stück näher ist. Denn die ist in Kiel geblieben. „Das ist hart, ja, aber die Entscheidung habe ich nie bereut.“

Von Jens Kürbis

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