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VfL Lübeck-Schwartau Launige Reden, Ausblicke und Verstärkung für den Rückraum und die Geschäftsstelle
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Launige Reden, Ausblicke und Verstärkung für den Rückraum und die Geschäftsstelle
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23:22 10.01.2020
Am Roulette-Tisch: Ex-Chef Thomas Görß (v.l.), Casino-Direktor Amine Tadlaoui Ouafi und VfL-Geschäftsführer Daniel Pankofer. Quelle: Agentur 54°/Felix König
Lübeck

Der traditionelle Neujahrsempfang der Zweitliga-Handballer des VfL Lübeck-Schwartau begann mit einer Entlassung des Ex- und des Neu-Geschäftsführers. Ein Fauxpas? Ein Skandal? Mitnichten. Als Moderator Jan Hinrichsen die Chefs Thomas Görß und Daniel Pankofer mit den Worten, „Jetzt seid ihr entlassen“, von der Bühne schickte, sorgte das im Casino-Rund für kräftige Lacher. Es war der Auftakt für einen beschwingten Abend mit Ein- und Ausblicken, Gesprächen und selbstredend reichlich Poker, Roulette, Billard und Black Jack.

Nawrocki: „Noch nie so viele Gäste gesehen“

„Es ist immer wieder schön, mit Sponsoren in so einem Ambiente tiefergehende Gespräche zu führen, sie besser kennenzulernen. In der Halle bleibt da meist kaum Zeit dafür“, erklärte VfL-„Oldie“ Jan Schult (33). Mehr als 120 Freunde und Partner waren der Einladung ins Casino Lübeck gefolgt. „Toller Abend, mit Netzwerken, auch knackigen Reden. Ich habe noch nie so viele Gäste beim Empfang gesehen“, war Klub-111-Chef Thomas Nawrocki begeistert. Mit seinem Netzwerk ist der Unternehmer mit 86 000 Euro einer der Top-Sponsoren. „Wir wollen da mehr machen, gehen auf die 100 000 zu“, kündigte Nawrocki an.

Jan Hinrichsen im Interview mit Keeper Dennis Klockmann und Trainer Piotr Przybecki. Quelle: Agentur 54°

Görß: „Wir brauchen einen Häuptling“

All in – das geht seit dem 1. Januar der neue Geschäftsführer Pankofer. Der 39-Jährige bekam zum Auftakt von Ex-Chef Görß (launige, hemdsärmlige Rede) offiziell die Amtsgeschäfte übertragen. Görß erklärte, dass mit Pankofer die Zeit des ehrenamtlichen Geschäftsführers vorbei sei. „Da waren wir der einzige Klub in der Liga. Das ging nicht mehr nebenbei. Wir brauchen einen Häuptling, der 40 Stunden die Woche da ist, sein Team, diese geile Truppe, führt.“ Er hatte überlegt, einen Staffelstab oder Schlüssel mitzubringen, „doch das war mir dann doch zu albern“. Pankofer („Wir haben viele Baustellen, nicht nur auf dem Spielfeld“) hat große Themen vor der Brust. Stichwort Aufstieg. Stichwort Hallenumbau. Stichwort neue Arena. Momentan ist das aber alles ganz weit weg.

Vier Top-Testspiele bis zum Ligastart

2020-Punktspielstart des VfL Lübeck-Schwartau ist am 31. Januar. Dann gilt es beim Erstliga-Absteiger VfL Gummersbach mit Ex-Coach Torge Greve. Bis dahin bestreiten Waschul & Co. vier hochkarätige Testspiele.

Beim Jacob Cement Cup am 16. Januar (Do., 19.30 Uhr) kommen die Füchse Berlin in die Hansehalle (18 Uhr; Autogrammstunde).

Vom 24. bis 26. Januar trifft der VfL beim Wintercup in Verl in der Vorrunde auf Green Park Aalsmeer (1. niederländische Liga) und den dänischen Erstligisten Skanderborg Handbold. Im Platzierungsspiel sind die Erstligisten Lemgo, Nordhorn Aarhus und Sönderjyske sowie Gummersbach mögliche Gegner.

Marlena Hansen kehrt zurück

Nach dem vorzeitigen Einstieg („Ich sollte eigentlich erst im Sommer 2020 kommen“) fordert ihn die Aktualität. Dazu gehört, dass es nach dem überraschenden Wechsel von Geschäftsstellenleiter Maik Becker zum THW Kiel dringend Verstärkung für das Team hinterm Team braucht. Zum Empfang wurde Vollzug gemeldet. Marlena Hansen kehrt zurück. Bis 2015 hatte die 33-Jährige sechs Jahre beim VfL mitgewirkt, die Geschäftsstelle fast im Alleingang gemanagt, ehe es sie beruflich nach Hamburg zog. Am 1. März steigt sie ein.

Auf eine bessere Rückrunde: die Spieler Thees Glabisch (v.l.), Steffen Köhler, Dadi Runarsson und Markus Hansen. Quelle: 54° / Felix König

Verstärkung für Halblinks

Noch ein Ausblick: Stichwort Verstärkung für den linken Rückraum. „Das sieht gut aus. Da kommt etwas in der nächsten Woche, es fehlt nur noch die Unterschrift des Spielers“, sagt Pankofer. Dem Vernehmen nach soll es sich um ein Talent aus der polnischen Superliga handeln. „Es ist aber kein Heilsbringer, eine Verstärkung in die Breite“, stellt Pankofer klar. Parallel muss er sich noch um zehn auslaufende Verträge (Mallwitz, Gonschor, Schult, Hansen, Runarsson, Claasen, Bruhn, Potic, Möller, Genda) kümmern. „Da gibt es nichts Neues. Wir arbeiten das mit dem Trainerteam ab, lassen uns aber nicht unter Druck setzen“, erklärt Pankofer.

Gewürz-Ketchup-Junkie Klockmann

Am Ende gab es noch nette Einblicke. Keeper Dennis Klockmann verriet, dass er ein Gewürzketchup-Junkie sei („Vielleicht geht da etwas fürs Sponsoring“). Und Casino-Chef Amine Tadlaoui Ouafi bekannte, dass er durch den VfL Handball-Fan geworden sei. „Ich bin regelmäßig da. Spannung, Adrenalin – das verbindet uns. Der VfL ist unbestritten das Aushängeschild der Region.“ Auf die Partnerschaft setzt er aber nicht nur Jetons.

Von Jens Kürbis

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