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VfL Lübeck-Schwartau VfL Lübeck-Schwartau bricht nach der Pause ein
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22:19 16.11.2019
Kein Durchkommen: Janik Schrader wird von Patryk Walczak und Jo Gerrit Genz gestoppt. Quelle: Agentur 54°
Lübbecke/Lübeck

Es bleibt dabei. Für Schwartaus Handballer gibt es seit 2001 in Lübbecke nichts zu holen.Sieben Tage nach dem Heimsieg über Emsdetten, dem vermeintlichen Befreiungsschlag nach vier Pleiten in Folge, kassierte der VfL im Zweitligaspiel bei Ex-Erstligist TuS N-Lübbecke eine 21:26 (9:13)-Niederlage. Die Partie, sie wurde kurz nach der Pause entschieden, als Lübeck-Schwartau nach dem 10:13-Anschluss (32.) komplett von der Rolle war, binnen sechs Minuten fünf Treffer in Folge kassierte. Den Rucksack der Acht-Tore-Hypothek konnte der VfL nicht mehr ablegen.

Waschul: „Wir belohnen uns nicht“

„Das war verdammt ärgerlich. Wir kommen gut rein in die Partie, stehen auch hinten gut, haben auch vorn Möglichkeiten. Doch wir belohnen uns nicht, lassen zu viele Chancen liegen. Wir hätten locker 4:1 führen müssen. Da läuft die Partie ganz anders“, haderte Käptn Martin Waschul. Der verletzte Abwehrchef hatte mit Fans die Partie im Bad Schwartauer „Relax“ verfolgt und war am Ende enttäuscht: „Wir hatten uns nach dem Emsdetten-Spiel so viel vorgenommen . . .“

Alle Spiele, alle Ergebnisse und die Toptorschützen – die Saison 2019/20 des VfL Lübeck-Schwartau in der großen Bilder-Rückschau.

Beim 10:13 auf Tuchfühlung

Der VfL begann vor 1385 Zuschauern in der Tat gut, setzte Steffen Köhler am Kreis und Außen Thees Glabisch in Szene. Auch die Abwehr stand. Nur die Chancen . . . Bis zum 5:8 (18.) blieb Schwartau aber dran, ehe Nettelstedt erstmals auf sechs Treffer davonzog (12:6/25.). „Dafür mussten die nicht mal viel tun“, befand Waschul. Doch Schwartau robbte sich wieder ran, war beim 10:13 nach der Pause wieder auf Tuchfühlung. Doch das war es dann auch . . .

Zu viele Fehler – 10:18 nach der Pause

Was folgte, las sich so: Fehlwurf (Raguse, Bruhn), Pfosten (Raguse), Aufsetzer an die Lattenunterkante (Kretschmer). Im Mix mit Pässen, die auf Füßen statt in Händen landeten, einem teilweise pomadigen Angriffsspiel, ohne Ideen und Esprit, lief offensiv nicht mehr viel und Nettelstedt davon. Ein 5:0-Lauf – und die Partie war entschieden. Dabei brauchte der ambitionierte Ex-Erstligist, der in dieser Saison „oben mitspielen“ als erklärtes Ziel hat, nicht mal zu glänzen, spulte sein Programm einfach nur solide runter. Die Partie der zweitbesten (Nettelstedt) gegen die drittbeste Defensive (Schwartau) war dabei auch alles andere als eine „Abwehrschlacht“. Nur: Schwartau war die Luft ausgegangen. Unübersehbar zudem: Es fehlte an personellen Alternativen. „Da waren aber auch zu viele Fehler im Spiel, auch in der nun offensiven Abwehr“, räumte Waschul ein. Der VfL kämpfte zumindest, zeigte Moral. Doch mehr als zwischenzeitliche Ergebniskosmetik zum 21:25 (59.) gelang nicht.

Setzte sich am Kreis gut in Szene: Marcel Möller. Quelle: Agentur 54°

Przybecki: „Brauchen mehr Qualität im Spiel“

„Wir hatten uns hier schon mehr erhofft“, gab Trainer Piotr Przybecki zu. „Die Jungs haben alles versucht, doch es hat nicht gereicht. Ganz klar: Wir brauchen mehr Qualität im Spiel, vorn hat auch der Druck gefehlt. Und man hat schon gemerkt, dass einige Jungs fehlen. Das konnten wir nicht kompensieren.“

Am Donnerstag kommt Aue

Der VfL rutscht in der Tabelle weiter nach unten ab, ist jetzt auf Platz 14 notiert – mit einem Zähler Luft zum ersten Abstiegsrang. Und es geht Schlag auf Schlag weiter. Am Donnerstag kommt Aue in die Hansehalle.

Die Statistik zum Spiel

TuS N-Lübbecke: Tatai (1. – 52./10 Paraden), Jepsen (ab 52.) – Becvar 3, Genz 2, Walczak, Bechtloff 5/1, Gierak, Bagaric 1, Strosack 5/2, Mundus, Spohn 4, Schade, Orlowski 5, Speckmann 1.

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1. – 49./8/1 Paraden), Mallwitz (ab 49.) – Glabisch 3/1, Gonschor, Raguse 2, Hansen 1, Schult 3, Köhler 2, Schrader 4/3, Kretschmer 1, Claasen, Runarsson, Möller 3, Bruhn 2.

Siebenmeter: 4/3 – 4/4.

Zeitstrafen: 5 – 2.

Spielfilm: 3:3 (10.), 5:4 (13.), 8:4 (17.), 12:6 (25.), 12:8 (27.), 13:9 (HZ) – 13:10 (32.), 18:10 (38.), 20:12 (41.), 22:14 (46.), 23:16 (52.), 25:18 (55.), 25:21 (59.), 26:21 (Ende).

Von Jens Kürbis

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