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VfL Lübeck-Schwartau VfL Lübeck-Schwartau geht mit 30:23 gegen HSG Krefeld in die Pause
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau VfL Lübeck-Schwartau geht mit 30:23 gegen HSG Krefeld in die Pause
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20:35 26.12.2019
Die Erleichterung ist ihnen deutlich anzusehen: Jasper Bruhn (l.) und Tim Claasen jubeln nach dem Schlusspfiff gegen die HSG Krefeld ausgelassen. Quelle: Christian Schaffrath/Agentur 54°
Lübeck

Der erste Wurf von Dadi Runarsson landete überm Tor, der letzte von Melf Hagen wurde gehalten – doch dazwischen haben die Handballer des VfL Lübeck-Schwartau beim 30:23 (13:9) gegen die HSG Krefeld viel richtig gemacht und konnten sich mit dem letztlich ungefährdeten Erfolg gegen das Zweitliga-Schlusslicht auf Tabellenplatz 13 verbessern.

Qualität, Kraft und Wille

„Wir sind total erleichtert, dass wir das letzte Spiel einer verkorksten ersten Saisonhälfte positiv gestalten und damit einen erfolgreichen Rückrundenstart hinlegen konnten“, meinte der fünffache Torschütze Tim Claasen, nachdem er mit seiner Mannschaft ausgelassen im Kreis getanzt und den Sieg gefeiert hatte. „Am Ende hatten wir mehr Qualität und den unbändigen Willen und noch die Kraft, zwei Punkte einfahren zu können“, sagte Thees Glabisch, der mit 8/2 Treffern erneut bester VfL-Torschütze war, aber den Zusammenhalt im Team und die Unterstützung der Fans für ausschlaggebend hielt. Zu seiner Leistung meinte er nur: „Ich bin wohl mit dem richtigen Bein aufgestanden.“

Claasen mit Dreher, Kretschmer mit Kempa-Trick

Dabei sah es anfangs nach drei vergebenen Angriffen und einem 0:2-Rückstand eher wieder nach Pleiten, Pech und Pannen statt des sechsten Saisonsiegs aus. „Wenn man gegen den Letzten nicht gewinnt...“, war vor dem Anpfiff von einigen der 2176 Zuschauern in der ausverkauften Hansehalle zu hören. „Anfangs war den Jungs Nervosität anzumerken“, fand „Zaungast“ Jan Schult, der mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel noch vier Wochen pausieren muss.“ Doch seine Kollegen steigerten sich, nutzten ihre Chancen wesentlich konsequenter als bei der Heimniederlage gegen Dormagen – obwohl die Gäste mit Norman Toth einen starken Schlussmann hatten. Doch den hatte auch der VfL in Gestalt von Marino Mallwitz – und mit der Zeit kam auch noch Spielwitz hinzu. Nach dem 8:8 war es Jasper Bruhn, der mit drei Toren in Folge für Sicherheit sorgte. Claasen mit rotzfrechem Dreher zum 13:9-Halbzeitstand und Finn Kretschmer per Kempa-Trick zum 22:17 ließen die Fans am lautesten jubeln.

„Schade, dass jetzt Pause ist“

„Schade, dass jetzt fünf Wochen Pause sind“, flachste Spielmacher Markus Hansen: „Ernsthaft, nach den vielen Verletzungen und Ausfällen kommt die Pause genau richtig, um den Kopf frei zu bekommen.“ „Wir haben uns teilweise zweimal täglich gesehen, etwas Abstand ist jetzt genau richtig“, ergänzte Glabisch, der sich auf einen entspannten Dänemark-Urlaub freut. „Pflichtsiege gibt es im Handball nicht, das haben wir bei Krefelds knapper Niederlage gegen den HSV gesehen. Unser Sieg war am Ende verdient, ich hoffe, dass in der Pause Ruhe einkehrt“ meinte Trainer Piotr Przybecki, ehe er den Zuschauern zum Abschluss der Pressekonferenz einen „guten Rusch“ wünschte.

Die Statistik zum Spiel

VfL Lübeck-Schwartau:Klockmann (3 Paraden), Mallwitz (ab 18., 10 Paraden) – Glabisch 8/2, Gonschor 1, Hansen 3, Ranke 3, Waschul, Köhler, Schrader 1, Kretschmer 3, Claasen 5, Runarsson, Möller 1, Bruhn. 5HSG Krefeld: Nippes, Todt (11 Paraden) – Schiffmann 1, Schöneseiffen 1/1, Viciano 3, Wöstmann, Cutura 2, Janus, Roosma, Vonnahme 3, Luciano 5, Gentges, Schulz 3, Clupinski 1, Brüren 4.Siebenmeter: 2:2 / 1:1.Zeitstrafen:0 / 3Spielfilm: 0:2 (3.), 2:1 /7.), 4:3 (11.), 4:6 (14.), 7:8 (17.), 10:8 (24.), 13:9 (HZ), 13:11 (32.), 15:12 (35.), 19:13 (41.), 23:18 (49.), 28:19 (56.), 28:22 (58.), 30:23 (60.).

Von Christoph Staffen

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