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VfL Lübeck-Schwartau VfL Lübeck-Schwartau ohne Flügelflitzer in Aue
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23:28 15.03.2019
Thees Glabisch überwindet Aues Keeper Robert Wetzel. Der VfL bezwang in der Hinrunde die Erzgebirgler in der Hansehalle klar mit 30:22, seit 2012 der achte Sieg im 13. Spiel gegen den EHV Quelle: 54° / Felix Koenig
Lübeck

Um kurz nach halb neun parkte der VfL-Bus am Freitagabend vor dem „Amedia“-Hotel im sächsischen Zwickau ein. Nach sieben Stunden Fahrt waren Schwartaus Handballer erlöst. Etappe eins auf dem Weg zum Zweitliga-Spiel beim EHV Aue (Sa., 17 Uhr, live auf sportdeutschland.tv) war geschafft. Gut 30 Kilometer bleiben am Samstag noch bis zur Erzgebirgshalle. Es ist Spiel eins nach dem überraschenden Wechsel von Chefcoach Torge Greve zum VfL Gummersbach, Spiel eins auch für die erste Doppelspitze in der VfL-Historie, das Trainer-Tandem Gerrit Claasen und Jörg Engelhardt. Dafür bedurfte es sogar einer Sondergenehmigung durch die Handball-Bundesliga (HBL), denn dem Duo mit B-Schein fehlt die A-Lizenz zum trainieren. „Die HBL hat alles abgesegnet“, erklärt VfL-Chef Michael Friedrichs.

Neuer Saisonbeginn für neues Trainer-Duo

Für Claasen ist es „wie ein neuer Saisonbeginn. 13 Spiele sind es noch. Wir starten mit null Punkten.“ Der Mannschaft haben die Coaches ihren Fahrplan mitgeteilt, Nuancen im Training verändert, sich intern abgestimmt. Sie mussten auch private Termine verschieben, Urlaube absagen, ihre Arbeitgeber informieren. Engelhardt, der beruflich als Teamleiter Kundenservice bei „Bockholdt“ seine Brötchen verdient, reist so aus beruflichen Gründen am Samstag erst hinterher. Kriminalhauptkommissar Claasen musste für Freitag gleich einen Tag Urlaub nehmen. Er ist nach den ersten Einheiten mit einem guten Gefühl nach Sachsen gereist: „Die Mannschaft zieht voll mit, gibt positive Rückmeldungen.“

Gerrit Claasen und Jörg Engelhardt sind das neue Trainer-Duo des VfL Lübeck-Schwartau. Quelle: Agentur 54°

Damm fällt vier Wochen aus

Mit vier Siegen in Folge, einem zuletzt berauschenden 21:20 über Erstliga-Absteiger Nettelstedt, laufen Waschul & Co. mit breiter Brust beim Tabellenzwölften auf. Doch nicht ohne Sorgen. Denn beim ein Quintett fehlt. Pawel Genda (Kreuzbandriss) ist in Polen in der Reha. Dadi Runarsson (Knie-OP), der in Aue mit 17 Jahren seinen Bundesligaeinstand gefeiert und bis 2017 gespielt hat, ist in Island. „Er kann derzeit ohnehin nur Radfahren, ich habe ihn eine Woche auf Heimaturlaub geschickt“, erklärt Claasen. Sein Sohn Tim laboriert immer noch an einem Darminfekt. Fest steht zudem, dass Sebastian Damm (Schulter-Verletzung) mindestens vier Wochen ausfällt. Das ergab eine Untersuchung in einer Kölner Spezialklinik. Nicht genug: Mit Thees Glabisch fällt aufgrund einer Infektion zudem der zweite Linksaußen aus. Dafür ist Jacob Cordes aus der Zweiten mit nach Sachsen gereist. Claasen ist dennoch guter Dinge: „Die Ausfälle kompensieren wir.“ So soll neben Cordes Kreisläufer Marcel Möller auf der linken Außenbahn spielen.

Heißer Tanz beim Zweitliga-Dino Aue

In Aue beim Zweitliga-Dino, der bis auf ein Jahr ununterbrochen im Handball-Unterhaus am Start ist, erwartet den VfL ein heißer Tanz. Tabellenbild (Rang zwölf), die Negativserie (drei Niederlagen) – „all das täuscht“, sagt Claasen. „Sie haben zuletzt gegen die Topteams Coburg, Essen und Emsdetten nur hauchdünn verloren.“ Dreh- und Angelpunkt im Team ist Spielmacher Eric Meinhardt, mit 162 Treffern auch der zweitbeste Torjäger der Liga. „Ihn zu stoppen, ist die Kernaufgabe. Wir brauchen dafür, wie immer, eine stabile Deckung und gute Keeper“, sagt Engelhardt. Claasen ist überzeugt: „Das packen wir. Wir nehmen die Punkte mit.“ Die Statistik spricht dafür: Seit dreieinhalb Jahren hat der VfL gegen Aue nicht mehr verloren.

Jens Kürbis

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