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VfL Lübeck-Schwartau VfL bezwingt Stiere mit Rumpfteam
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21:58 03.08.2019
Janik Schrader fand häufig die Lücken in der Mecklenburger Abwehr, war mit sechs Treffern zweitbester VfL-Werfer. Quelle: 54°/Christian Schaffrath
Bad Schwartau

Die Zweitliga-Handballer des VfL Lübeck-Schwartau haben sich den freien Sonntag redlich verdient. Nach der Rückkehr von einer intensiven Trainingswoche im dänischen Tondern siegte das zudem arg dezimierte Team von Trainer Piotr Przybecki am Samstagabend gegen den ambitionierten Drittligisten Mecklenburger Stiere Schwerin in zweimal 20 Minuten mit 25:13 (11:7).

„Es war klar, dass es für die restlichen Spieler sehr schwierig werden würde“, hatte Przybecki nach der fünftägigen Trainingslager-Belastung keine allzu hohe Erwartungen an sein Team. In Dänemark waren Lauf- und Athletikeinheiten der Schwerpunkt. Fürs Teambuilding war neben einem Orientierungslauf mit Kleingruppen-Aufgaben ein Grillabend am Freitag dabei, auf dem auch auf die Geburtstage von Kapitän Martin Waschul (31) und Tim Claasen (23) angestoßen wurde. Erst in den letzten beiden Tagen hatten die VfLer in der Halle intensiver an ihrer 6:0- und 5:1-Abwehrformation gearbeitet.

„Abstimmung und Körpersprache stimmten“

Erwartungen erfüllt: VfL-Trainer Piotr Przybecki war mit seinem Rumpfteam zufrieden. Quelle: Agentur 54°

„Da kann man dennoch schon eine gewisse Kompaktheit erwarten“, hatte VfL-Trainer Przybecki gefordert, „dass wir keine leichten Gegentore mehr kassieren, der Gegner höchstens noch mal über die Außen frei zum Wurf kommt.“ Vorgaben, die seine Mannschaft – nach der Rückkehr aus Tondern (15.30 Uhr) und ein paar Stunden Freizeit – am Abend umsetzte. „Das war sehr ordentlich. Wir waren aktiv und präsent in der Abwehr, Abstimmung und Körpersprache stimmten“, lobte Przybecki. Und das trotz eines ausgedünnten Kaders.

Neben den Langzeitverletzten Genda und Potic, „der am liebsten schon gespielt hätte, aber nach meiner Meinung noch nicht so weit ist“ (Przybecki), sowie Schult und Ranke waren auch Glabisch und Bruhn in der Schwartauer Jahnhalle aufgrund muskulärer Probleme nicht dabei. Immerhin konnte Dadi Runarsson nach überstanden Wadenproblemen wieder spielen.

Reiter verpasst „besonderes Spiel“

Bei den Stieren wurde der Ex-Schwartauer Kim Colin Reiter aufgrund seiner Daumenverletzung geschont. Er hatte sich auf ein „in gewisser Weise natürlich besonderes Spiel“ gefreut. Schließlich hatte er in der Jahnhalle „viel trainiert“ und mit A-Jugend und 2. Herren dort gespielt. „Ich hatte insgesamt eine gute Zeit in Schwartau“, sagte Reiter vor dem Spiel.

Kim Colin Reiter wurde wegen einer Daumenverletzung gegen seinen Ex-Klub geschont. Quelle: Agentur 54°

Nur im Zweitliga-Team des VfL fand er schließlich nicht die Berücksichtigung, die er sich erhofft hatte. „Das Verhältnis mit Torge (Greve, die Red.) war nicht besonders gut, ich habe eigentlich nie eine richtige Chance bekommen“, sagt Reiter im Rückblick. Es war einer der Gründe für seinen Wechsel im Sommer 2014 zur HSG Ostsee („die hatten ein schlüssiges Konzept für ihren sportlichen Weg“), er stieg in fünf Jahren von der Landes- bis in die 3. Liga auf „und zuletzt haben wir den Klassenerhalt geschafft“, nennt er einen weiteren „Erfolg“. Dass der Doktorand an der Uni Lübeck (Bio-Physik) mit Wohnsitz in der Hansestadt nun in Schwerin spielt, hat laut Reiter zwei Gründe: „Bei der HSG hat niemand mit mir über einen neuen Vertrag gesprochen“, zudem „haben die Mecklenburger Stiere in der 3. Liga ein höheres Ziel als den Klassenerhalt, peilen die 2. Liga an. Das ist eine neue sportliche Herausforderung für mich.“

VfL war nicht interessiert

Aprospos 2. Liga: Obwohl Zweitligist Lübeck-Schwartau nach dem Karriereende von Tony Podpolinski und dem Wechsel von Antonio Metzner in die 1. Liga (Erlangen) im Frühjahr lange nach Linkshändern für den rechten Rückraum suchte, gab’s keinen Anruf bei Reiter von seinem Ex-Klub. VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs bestätigt: „Wir hatten viele Namen auf dem Zettel, aber Kim war nicht dabei.“ Vielleicht auch, weil Greve, wie man damals hörte, nicht immer zufrieden gewesen sein soll mit Reiters Bereitschaft, dem Handball alles andere unterzuordnen . . . VfL: Klockmann, Mallwitz – Gonschor 3, Raguse 7, Hansen 4, Waschul, Schrader 6/1, Kretschmer 3, Claasen, Runarsson 1, Möller 1.

Christian Schlichting

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